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Hier passt alles: Atmosphäre, Songwriting, Arrangement, Produktion. Im Kern referieren Stuart Price, Johnny und Adam Blake zwar den Elektro-Pop der Achtziger Jahre - Ikonen wie Human League, Heaven 17, Duran Duran oder Erasure kommen in den Sinn. Bei aller Affinität verharrt das Trio aber nicht in Nostalgie, sondern nutzt das stilmäßig umstrittene Jahrzehnt als Sprungbrett zum eigenen Style. Die Briten lassen ihre Wurzeln hinter sich, ohne sie zu verleugnen. Ein wohl dosiertes Gefüge aus schwebenden Keyboard-Flächen, pulsierenden Grooves, prägnanten Bässen, Gitarren und fesselndem Gesang macht die Platte zu einem der wichtigsten Releases des Jahres.
Ob Elektro-Pop nach Indierock-Schema, Filterhouse, Club-Mooves, zarter Pop oder Trip Hop, die spezifische Sound-Atmosphäre Zoot Womans zieht sich wie ein roter Faden durch die Platte, gibt ihr einen Rahmen und jedem Track ein unverwechselbares Gesicht. In puncto Harmonie, Melodie und Rhythmus regiert die Devise 'weniger ist mehr'. Glücklicherweise klingen sie dabei weder zu minimal noch zu durchdacht. Das perfekte Frenchhouse-Stück "Taken It All" sollte die Tanzböden dieser Welt im Handstreich nehmen. "Gem" gerät zum melancholisch massiven Clubtrack mit Vocoder und Indie-Gitarrenlick. "Hope In The Mirror" rockt nicht weniger intensiv.
Das größte Pfund dürften aber Johnnys Vocals sein, die Textebene inbegriffen: seine Stimme besitzt trotz des leicht angekühlten 80er-Vibes eine Menge Soul: "Green light all the way to a grey day". Wer bei der Single "Grey Day" nicht mitmacht, ist selbst schuld: Wo sind die Indie-Popper, die einen Song komponieren, der in bester QOTSA-Manier rockt und Melodien abfeuert, die Retro-Absahnern den Weg ins Altenteil weisen? "Woman Wonder" kombiniert orientalischen Synthie-Flair mit introvertierten Rhythmen. "Calmer", das einzige Intsrumentalstück der Platte, versetzt den Hörer anschließend in trip hoppige Livebass-Gefilde. "Useless Anyway" klingt am Ende gar nach psychedelisch verzerrten Gitarren-Experimenten. Bevor "Half Full Of Happiness" Zoot Womans zweiten Longplayer mit zarter 4/4-Bassdrum ausfaden lässt, zeigt "Maybe Say" noch einmal, wie unglaublich cool Pop-Melodien sein können.
Price und Co. bewegen sich zwar im Pop-Kontext der Achtziger, haben aber mit der Geradlinigkeit und Sterilität vieler der damaligen Grooves wenig am Hut. Einziger Schwachpunkt, wenn auch ein konsequenter, bleibt das zu schwül geratene "Snow White". Doch allein die ersten vier Tracks katapultieren die Band in die Top Five des Jahres. Kenntnisreich, cool und elegant - Zoot Woman sind eine große Band, echte Songwriter statt Hype-recyclende Knöpfchennerds.
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Zoot Woman - Zoot Woman | Infos (Lieferzeit/Service) | €17,99 | €2,99 | €20,98 |
och, da bedank ich mich doch auch mal, vor allem für das überragende 'living in a magazine' von 2001. besser spät als nie.
if i see only black and white
telling me there is something not quite right
everything will slip away i am losing sight
and a face that i knew before
still she hurts me only so much more
do you hear me?
cause you always seem to blind me heart..
jepp sehr sehr geil, das Album. Habe es die Tage auchmal wieder rausgekramt... nur irgendwie naja... der Thread passt hier nicht mehr so richtig rein. Ein bissel spät?
ein mitglied von zoot woman gehört zur madonna live band..und ja sie wollte mit ihnen zusammenarbeiten
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