Porträt

laut.de-Biographie

Young Rebel Set

Wer braucht 2009 noch ein Album für den Durchbruch? Die Briten von Young Rebel Set jedenfalls schaffen es ganz ohne. Erste Auftritte haben die sieben jungen Musiker bereits hinter sich, da klopft Thees Uhlmann (Tomte) bei ihnen an. Er hat die Band im Internet entdeckt und ist begeistert vom Mix aus Folk und Rock und den Balladen über das Leben, wahre Gefühle und große Verzweiflung.

Einige Mails später sitzt Uhlmann im Flieger nach Newcastle, um der Band nach einem Liveauftritt die Hand zu schütteln. Wiederum zwölf Monate später spielen Young Rebel Set ausverkaufte Konzerte in den Großstädten Deutschlands, stehen hierzulande bei Uhlmanns Grand Hotel Van Cleef und in den UK beim Oasis-Management unter Vertrag – und arbeiten am ersten eigenen Album.

Mit Spannung erwarten Fans und Kritiker die Platte. Schließlich verspricht die zuvor veröffentlichte Single "If I Was" Exzellentes. Vom NME als "lebensbejahender Hemdsärmelrock" bezeichnet, besitzt die Nummer alle Zutaten für einen Gute-Laune-Song, zu dessen Takt und Text die Mädchenherzen schneller schlagen: "I'd bet everything I had for the chance to be with you" oder "And if I was a rich man I'd buy you flowers every day but I am a poor man so I'll pick them on the way". Auch die Vinyl Only-EP (2010) verspricht einiges.

"Curse Our Love" wird im Mai 2011 in Deutschland veröffentlicht. Ein Werk von Rebellen? Nein, auch wenn die Truppe sich Young Rebel Set nennt: Revolution sieht anders aus. Die Gruppe aus dem kleinen englischen Städtchen Stockton-on-Tees wird mit den Pogues, Bruce Springsteen, Mumford and Sons und auch mal Bob Dylan verglichen.

"Es gibt einige britische Einflüsse in unserer Musik", erklärt Bandmitglied Andrew Parmley im Interview mit LaxMag: "Angefangen bei The Cribs über Dire Straits bis zu The Pogues. Irgendwo stecken die da alle drin." Auch gibt er zu: "Man könnte uns schon als Musiker der Arbeiterklasse kategorisieren."

Die jungen Rebellen haben Rocknummern und melancholischen Balladen im Gepäck, üben sich häufig in folkigen Nummern und liefern die Definition von Gute-Laune-Pop mit dem Vorzeigesong "If I Was" ab. Schnell wird klar: Gab es alles schon. Dem Erfolg tut dies aber keinen Abbruch.

Das Young Rebel Set arbeitet mit einer Instrumentierung, von der andere Bands nur träumen können. Mit sieben Mitgliedern bietet sich der Truppe eine große Bandbreite: von drei Gitarren, Schlagzeug oder Bass über Klavier bis hin zu Mandoline und Mundharmonika. Das alles garniert mit der hervorstechenden Stimme von Matt Chipchase, die manchmal an Paul Smith (Maximo Park), dann wieder an Charlie Fink (Noah And The Whale) und immer an die Rauheit eines amerikanischen Rockers der 70er Jahre erinnert.

Auch Vergleiche zu Oasis kommen auf - wahrscheinlich, da sie in den UK beim gleichen Label wie ihrer Tage Oasis unterkommen. Doch diesen Link will das Septett nicht gelten lassen: "Wir mögen wie alles mögliche klingen - nur nicht wie Oasis", berichtigt Parmley bei Popconnection.

"Das Einzige, was uns mit Oasis verbindet, ist, dass wir gern einen trinken und feiern. Wir sind auch ein wenig laut und aggressiv wie sie. Wir kommen halt aus Nordengland. Alle Lads sind dort so." Young Rebel Set – da passt der Name wieder.

Alben

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Termine

Do 29.05.2014 Dornbirn (Conrad Sohm)
Fr 30.05.2014 Innsbruck (Weekenders Club)
Sa 21.06.2014 Neuhausen ob Eck (Take-Off Park)
So 22.06.2014 Scheeßel (Eichenring)

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