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laut.de-Biographie

Young Fathers

Sowohl für den Mainstream als auch den informierten Untergrund-Musikjournalismus ist der Sieger des britischen Mercury Music Prize für das Album des Jahres 2014 eine ordentliche Überraschung.

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Massive Attack Das Video zu "Voodoo In My Blood"
Im neuen Video von Massive Attack ft. Young Fathers hat Rosamund Pike eine überaus unheimliche Begegnung.

Die wenigsten haben das schottische Trio auf dem Schirm, das mit dem Zweitwerk "Dead" auf den amerikanischen Leftfield-Hip Hop-Labels Anticon und Big Dada Hochkaräter wie Damon Albarn und FKA Twigs aussticht. Die Jury stellt fest: "Die Band besitzt einen einzigartigen Zugang zu britischer Musik, voller Ideen - kraftvoll, unerwartet und bewegend."

Dabei sind Alloysious Massaquoi, Kayus Bankole und 'G' Hastings da schon länger keine unbeschriebenen Blätter mehr. In ihrer Heimat Edinburgh erarbeiten sie sich seit der Bandgründung 2008 sukzessive Stück für Stück vom Ruhmkuchen. Nach der LP-Premiere auf Black Sugar Records und der Debüt-EP "Tape One" gewinnt "Tape Two" 2013 den Preis für das schottische Album des Jahres - ohne überhaupt ein reguläres Albumformat zu besitzen, wohlgemerkt.

Der NME bezeichnet die frühen Young Fathers annäherungsweise als "Hipster-Update der Kreuzung aus De La Soul und 3T". Die jung gestartete Band selber diktiert augenzwinkernd die Selbstbeschreibung "psychedelische Hip Hop-Boyband" in die Diktiergeräte. Einen zeitigen richtigen Riecher für Young Fathers Alternative Hip Hop mit R&B-Kerbe beweist das Time Out-Magazin, das den Act bereits 2011 in seine Newcomer-Bestenliste für 2012 aufnimmt.

In jenem Jahr startet der Dreier mit der Plattenvertragsunterzeichnung bei Anticon (Why?, Alias, 13 & God) vollends durch. Was die Young Fathers zweifellos aus der Hip Hop-Masse hervorhebt, ist ihr experimenteller Ansatz, der paradoxerweise die Eingängigkeit der abwechslungsreichen Poptracks nur verstärkt, anstatt ihn zu konterkarieren.

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In ihrer Musik verschmelzen der LoFi-R&B von The Weeknd mit auf links gedrehter Raperziehung sowie den polyglotten Einflüssen, die die Mitglieder neben Schottland auch aus Nigeria und Liberia mitbringen. Reggaeton-Elemente, Indiepop und Electronica machen den Unterschied.

Massaquoi, Bankole und Hastings bleiben über den Mercury Prize-Hype allerdings reichlich gelassen. Sänger Massaquoi: "Es ist nur eine Preisverleihung, nur ein Preis, ihr wisst schon."

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Fr 25.08.2017 Berlin (Festival)
Fr 25.08.2017 Berlin (Kesselhaus)

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