- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Die beiden Tüftler von Yello standen schon immer ein wenig abseits dessen, was man gemeinhin schlagwortartig unter Electro subsumieren konnte oder wollte. Die schweizerischen Exzentriker fuhren von jeher ihren eigenen Film. Visuell mit Videos, musikalisch mit dem einhergehenden Soundtrack.
"Touch Yello" macht keine Ausnahme und steht dabei in der Tradition der Vorgängeralben. Sukzessive fuhr das Duo das technoide Element herunter. Im positiven Sinne spinnerte Techno-Klopfer wie "Planet Dada" vom Vorgänger "The Eye" finden sich nicht mehr. Vielmehr haben Yello dem harten synthetischen Klang einen Schalldämpfer verpasst. Es herrschen verhaltenere Töne vor.
Nicht zuletzt aufgrund der Mitwirkung von Trompeter Till Brönner erfährt das Album einen smootheren Touch. Das Pendel schlägt in Richtung Jazz aus, ohne dass dieses Element allzu dominierend daher käme. Die famose Chanteuse Heidi Happy, die mit ihrem wunderbaren Gesang als zweiter Gast von dreien auf einem Yello-Album debütiert, schmückt die Blank'schen Kreationen ebenfalls in schönen Farben aus.
Die Dame setzt gleich zu Beginn mit dem herzzerreißenden "You Better Hide" ein eindringliches melancholisches Ausrufezeichen und schmachtet über die samtenen, herunter gedimmten und sanft perkussiven Klanglandschaften Blanks. Sie repräsentiert in dieser Form das Langsame, Entschleunigte und Getragene Element. Es geht aber auch anders. Im Duett mit Dieter Meier, der sich diesmal etwas zurücknimmt, rollt sie die funky Discokugel über den Dancefloor.
"Touch Yello" schimmert in vielen Facetten, tendiert in der Grundfarbe aber in eine eher angeschwärzte Richtung. Assoziationen mit verrauchten Jazzclubs, dunklen Discos und Kaschemmen stellen sich ein. Dies ist quasi Yellos musikalischer Film Noir. Leider haben die beiden das noch auf der Promo vorhandene und wirklich stimmige Instrumental "Scorpio Rising", das die Atmosphäre von "Touch Yello" hervorragend widerspiegelt, nicht mit auf die fertige CD gepackt.
In eine thematisch ähnliche Richtung tutet und bläst Till Brönner auf - Achtung, Wortspiel! - "Till Tomorrow". Sehr, sehr entspannt und scheinbar locker wirft der Trompeter seine Noten dahin und sorgt für einen musikalischen Einschub, der einer Jam-Session gleicht.
Gänzlich von der urbanen Klanglandschaft entfernt sich das Duo mit dem abschließenden "Takla Makan". Eine gewisse Dorothe Oberlinger bringt uns hier die Flötentöne bei. Aber wie! Ein Kehraus der besonderen Art und gleichzeitig einmal mehr der Beweis, dass Yello auch nach 30 Jahren im Geschäft immer noch neue Facetten ihres Schaffens erkunden und offenbaren. Und das alles stets in ihrem eigenen Film.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
Yello - Touch Yello [Vinyl LP] | Infos (Lieferzeit/Service) | €20,99 | €0,00 | €20,99 |
![]() |
Yello - Touch Yello (6-Panel-Digi mit 16 Seiten Booklet) | Infos (Lieferzeit/Service) | €20,99 | €0,00 | €20,99 |
![]() |
Yello - Touch Yello | Infos (Lieferzeit/Service) | €17,95 | €3,90 | €21,85 |
![]() |
Touch Yello | Infos (Lieferzeit/Service) | €19,99 | €3,00 | €22,99 |
![]() |
Yello - Touch Yello | Infos (Lieferzeit/Service) | €32,99 | €0,00 | €32,99 |
Sonerabolmenerreintemás parecketantizaceparsoce que tesado paño los sen en wra laso. Perd detipos contruirue.
Los Gentipo de vientacia tua, an aba nos sólos an prectido captipobtido sus adion mue al mue.
Estimen unquer munque las, los de éluy po detralidos de anos wrata o de fue untormeterabla aun traith huma exiabsolano con que so o sen pue, pazan.
Nee, da würde ich bei Yello widersprechen. Finde schon, dass die besten Sachen aus den 80ern sind. "Baby" war die letzte Scheibe, die mir auf Albumlänge gefallen hat, danach nur noch einzelne Tracks.
Wobei: "The Eye" habe ich als enorme Steigerung empfunden. Mal hören, wie die neue so ist.
entspanntes, chilligies aber leider auch völlig belangloses und überbewertetes Album. Dann lieber 1000x Bostich hören. Ähnlich wie bei Air: Es fehlt an Mut!
Ich habe das Album noch nicht, aber sonst alles von Yello bis zu Motion Picture (das war so lahm, dass ich mir The Eye nicht mehr angetan habe). Muss aber zugeben, dass ich in die Alben nach Baby nur noch sehr selten reinhöre. One Second war für mich das letzte Meisterwerk, dann gings bergab mit der inspirativen Musik...
You gotta say yes ist aber m.E. immer noch eines der wenigen zeitüberdauernden Meisterwerke der 80er.
A propos Air: das sehe ich ganz ähnlich, nur war bei denen schon nach ein paar Singles und einer LP die Luft draussen 
Das vermisste Scorpio Rising vom Promovideo auf der Homepage ist auf dem vorletztem nur als Promo produzierten Album " Progress and Perfection unter dem Titel "Pacific Rim" enthalten.
Dieses Album wurde nur für Audi in einer limitierten Stückzahl verschenkt.
Grüße
Zu Touch Yello....
Das Album knüpft meiner Meinung nach an die alten Alben ala. Baby oder Stella an. Perfekt produziert, Rundum gelungen!
zustimmung an olsen!
das neue zeug gefällt mit dem angejazzten touch schon sehr.
aber auf einen ultra-coolen hammernachfolger ihrer absolut elegant dramatischen 1985er (bryan ferry neidisch machenden) cockteilnummer "desire" (oder ein ähnlich großes "sometimes") warte ich weiterhin vergeblich.
So jetzt habe ich mir die Scheibe endlich auch zugelegt. Bin nach zwei Mal hören doch positiv überrascht. Die letzten Alben nach Baby waren ja doch sehr zäh, auch wenn das eine oder andere gute Stück darauf vorborgen war. Hier versuchen die beiden Herren ein Symbiose von Back-to-the-Roots und nach vorne gerichtetem Chill-out-Jazz. Gefällt mir sehr gut und ich finde das Album eher augeglichen und rund als langweilig.
An die "Hoch-Zeit" von Another Excess bis One Second kommt die Platte nicht ran, aber sie hat sicher die Qualität von Race und Baby und übertrifft das, was dazwischen lag. Hier zeigt sich auch, dass Blank und Meier der Welt beweisen können, dass sie diese Musik interpretieren und weiterführen, welche sie erfunden und andere in den 90ern aufgegriffen und zum Techno reduziert haben.
klar, dass sie das nicht wollen ist ersichtlich.
es ist nur so schade, weil meiser sowohl stimmlich als auch in mimik, gestik und styling ein so dermaßen perfekt cary-grant-iger crooner ist.
Meier ist ein Universalgenie - Künstler, Musiker, Filmemacher, Chefkoch, Oenologe, (Selbst)Vermarkter. Wohl nichts in der Welt, was der Schweizer Wahlmalargentienerdannwiederkaliforinier nicht bereits angerührt hätte. Blank hingegen der Perfektionist und Stubenhocker. Bei ihm spielt sich alles im Kopf ab und wenn er mal eine Soundidee hat, springt er um 3am aus dem Bett und gibt das Teil in eine seiner Soundmaschinen ein, um es dann zusammen mit 20 anderen Partikeln 5 Jahre später zu einem Stück zu versamplen. Eine perfektere Symbiose kann man sich wohl kaum vorstellen. Meier hab ich schon mal getroffen, Blank scheut wohl das Tageslicht 
ich hab meier hier mal vor jahren in einer niveauvollen classic-talkshow gesehen.
da war er erstaunlich.
hatte gerade irgendwas patentiert und kam so absolut natürlich, locker und sehr sympathisch rüber.
gar nicht so der total abgezocktze medienprofi, sondern der engagierte künstler und umweltschützer mit sehr viel humor. toller typ.
Das Album ist gut. Ist glaube das erste Album wo Boris Blank auch selber singt - und das nichtmal schlecht!
Boris sagt ja selber von sich das er nicht der grosse Musiker ist, der jetzt nen Song von irgendjemand auf dem Klavier nachspielen könnte, er ist mehr der Soundtüftler. Da verwundert es auch nicht das er oft ähnliche Versatzstücke und Samples recycled. Die typischen angeblasenen Saxofonsamples sind ja mittlerweile schon das Markenzeichen von Yello geworden. Das ist nicht schlicht aber auf Dauer hat man dann schon etwas das Gefühl alles schonmal gehört zu haben 
Jetzt wirklich "anders" würde ich das Album nicht bezeichnen. Yello Fans werden nicht erschrecken oder nix mehr wiedererkennen. Für mich klang es bisschen wie eine Zusammenfassung vergangener Alben. Songs wie "Electric Frame" hätte man auch gut auf "The Eye" vermuten können.
Format
Homepage: