Das aktuelle Opus des Ex-16 Horsepower-Masterminds David Eugene Edwards "Ten Stones" wirkt auf den ersten Blick wie eine weitere Ansammlung seiner typischen gottesfürchtigen Feuer-und-Schwefel-Predigten. Der Titel steht im Englischen für die Steintafeln mit den zehn Geboten. Es bleibt grundsätzlich …

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  • Vor 8 Jahren

    Kann das nachvollziehen, DEE ist ja ein Kritikerliebling, empfinde "Ten Stones" allerdings als sein schlechtestes Album unter Wovenhand. Schoen und gut, dass er jetzt zu den "haerteren" Gitarren zurueckgefunden hat, aber mir waere es dann lieber, es klaenge nach 16HP.

  • Vor 8 Jahren

    Ulf, erstmal: Danke! :)

    Endlich auf laut.de eine Bio und dazu jetzt eine sehr gute Rezension einer sehr guten Platte eines sehr guten Künstlers, verdient hat er's allemal.

    Hast die Songs sehr schön beschrieben. Der erste Höhepunkt ist für mich allerdings schon Horsetail. Die knorzige Country-Gitarre, und dann diese Steigerung und Harmoniewechsel am Ende reisst mich irgendwie absolut mit: "he bring the whirlwind to scatter your fire, you cannot reach him, no, not from your tallest fire!"...ganz großes Kino.

    Die Ähnlichkeit zu American Wheeze mit diesem shuffligen Akkordeon im Kracher White Knuckle Grip ist mir auch aufgefallen. Obwohl ich AW doch noch einen Tick besser finde, es ist noch etwas schneller und flockiger gespielt, weniger "noisig" als WNG. Aber der "Noise"-Stil hat auch was für sich. Sein Gesang bei diesem Lied erinnert mich irgenwie dabei an Springsteen, weiß nicht warum, aber ist so, wahrscheinlich weil es doch sehr "heiser" rüberkommt. Aber Bruce ist ja auch keine schlechte Referenz.

    Mit dem dramatischsten Song, dem nahezu "gepredigten" Kingdom Of Ice seh ich genauso wie du.
    Da kommt der "Wahnsinn" wirklich rüber. Aber Genie und Wahnsinn (in positiven Sinne) liegen ja auch nahe beieinander. :D
    Denn genial ist es, auch experimentell gewagt mit den Tempowechseln. Es wundert mich nicht, dass es Progressive-Rock Seiten gibt die sogar Wovenhand listen (als "Prog Folk")

    Iron Feather find ich auch zu traurig schön um wahr zu sein. Allerdings gibt es schon sehr ähnliche Lieder auf früheren Cds, so dass es mich nicht unbedingt überrascht hat. Es ist dann eher der erwartete (hohe) Standard.

    Als ich Kicking Bird auf der MySpace-Seite hörte, dachte ich 100ig das würde der Opener. Absoluter Hammersong, leider zu kurz - aber vielleicht auch gerade deswegen so gut. Erst wird man richtig weggeblasen und dann ist schon wieder Schluß. ..Und was für eine Hammer-Perkussion. Sehr guter Drummer.
    Ich hör den Song gern im Auto und drück dann nochmal extra aufs Gas. :D
    Da können sich an Dynamik und "Noise" auch die ein oder andere Metalband noch was abgucken ;)
    Interessant ist, dass es (laut booklet) ein alter "Indianersong" ist. Es zeigt mal wieder, dass Edwards aus sehr vielen traditionellen musikalischen Bereichen seine Einflüsse bezieht (man denke nur an "Winter Shaker", ein weiterer Song mit Native American Thematik).

    In früheren Alben schlägt er ja auch ja mal mittelalterliche Töne an. Vielleicht felht mir das noch etwas auf der neuen CD. Ist aber auch nicht so schlimm.

    Mit Quiet Nights.. hatte ich erst meine Probleme. Sehe es jetzt aber mittlerweile so, dass es einen wunderbaren Kontrast darstellt, gerade weil der Rest der LP so "noisy" ausfällt.

    So jetzt habe ich wieder Lust bekommen, ich glaub ich leg die Platte gleich mal wieder ein.
    :illphone:

  • Vor 8 Jahren

    hi feary,

    "prog folk"?

    :D :D das ist ja knuffig.

    mal ne echt originelle schublade. hab ich nie vorher gehört.

  • Vor 8 Jahren

    @dein_boeser_Anwalt (« hi feary,

    "prog folk"?

    :D :D das ist ja knuffig.

    mal ne echt originelle schublade. hab ich nie vorher gehört. »):

    http://www.progarchives.com/artist.asp?id=…
    :D
    gruß, feary

  • Vor 8 Jahren

    erstmal danke für das review. woven hand hat hier defenitiv mehr aufmerksamkeit verdient.
    kann das review auch nachvollziehen und begrüße es durchaus, dass es dee mal ein bischen rockiger angehen lässt. aber irgendwie hat mir an woven hand immer die melancholische seite am besten gefallen. deshalb ist für mich auch die selftitled der direkte nachfolger von secret south (die ja auch eher ruhig ausgefallen ist).
    mit songs wie kicking bird kann ich irgendwie weniger anfangen, auch quiet dreams fand ich zu beginn etwas befremdlich. (hab da wohl auch nicht den background dazu)

  • Vor 8 Jahren

    quiet...ist auch befremdlich. das gefällt mir gerade so sehr daran. der alte templer und swordsman edwards (ich habe mir das dee abgewöhnt, weil ich dann selbst immer an den soost denken muß; schlimme konditionierung) etwas so fremdes macht. der komponist ist ja der "girl from ipanema"-typ, schutzheiliger (mit)erfinder des bossa nova.

  • Vor 8 Jahren

    Für mich ein Film, der in den Tiefen des Abgrunds spielt, an dem sich dieser Film entlanghangelt. Da gibt es kein Netz und keinen doppelten Boden.

    Wenn man sich für düsteres, unbedingt dramatisches und schwer greifbares Kopfkino begeistern kann, dann ist das nicht ein Album sondern das Album bis auf unten erwähnte Ausnahme. Stellt euch mal draußen tobendem Ungemach, Sturm, auf dem Balkon vor. Dann ist die Platte nichts weiter als der Soundtrack!

    Unglaublich gutes Zeug.

    Allerdings wird Blush Music für immer mein woven hand Album bleiben. Sowas kann man nicht toppen. Nie und nimmer!
    Danke Anwalt, du weißt was ich meine.

  • Vor 8 Jahren

    du nimmst mir die worte aus dem mund :)

    das mit der blush music versteh ich total. so ein tödliches gift wie das unfassbare "stories and pictures" ist ja einmalig brilliant.

  • Vor 8 Jahren

    Aber Animalitos ist eines der besten cover dieses Jahrtausends. Nein dieses Jahrzehnttausends. Besser kann man es nicht machen!

    Wahnsinns Ding das!

  • Vor 8 Jahren

    jep, das finde ich sogar besser als das original

  • Vor 8 Jahren

    Ist Kingdom of Ice nicht der perfekte Sound zur Eiskönigin? Bei mir läuft da ein Film ab, der geht ja gar nicht!
    Übrigens ein bisschen sei hier an "Rock Plaza Central" erinnert!

  • Vor 8 Jahren

    lustig, genau die erinnernde eingebung hatte ich auch. ob feary das auchso geht?

  • Vor 8 Jahren

    Brüder im Geiste?
    Da bekommt man als rational/naturwissenschaftlich denkender Mensch ja fast Schiß!

    Könnte aber auch an der Fähigkeit liegen einfach mal zuzuhören.
    Wer weiß, wer weiß?
    :)

  • Vor 8 Jahren

    morpho Was?

    Let us allow the character to build
    wise as serpents and harmless as doves
    let's allow the emptiness to fill
    rich mercy and brotherly love

    Ist das nicht wunderschön?

  • Vor 8 Jahren

    du bist eigentlich viel zu spirituell für nen ollen naturwissenschaftler. das hast du mit kukuruz gemein.

  • Vor 8 Jahren

    Sieh's mal so:

    Über allen Gipfeln
    Ist Ruh'
    In allen Wipfeln
    Spürest Du
    Kaum einen Hauch;
    Die Vögelein schweigen im Walde
    Warte nur, balde
    Ruhest Du auch.

    Und so einer hat den Zwischenkieferknochen entdeckt!
    Wissenschaftlich denkende Menschen werden diesbezüglich unterschätzt!
    :smug:

  • Vor 8 Jahren

    @matze73 (« Ist Kingdom of Ice nicht der perfekte Sound zur Eiskönigin? Bei mir läuft da ein Film ab, der geht ja gar nicht!
    Übrigens ein bisschen sei hier an "Rock Plaza Central" erinnert! »):

    Kingdom of Ice, da denk ich eher intuitiv an Make A Ring, so von der dunklen Dramaturgie her, weiß nicht wie ich drauf komme, aber ist so

    ansonsten: ich muss mir dann Blush wohl nochmal anhören, ich bin mit den anderen Platten bei WH eingestiegen, also hatte vorher Woven Hand, Consider The Birds und Mosaic bevor ich mir Blush Music zulegte, da wiedeholten sich ja auch einige Songs die ich schon kannte.
    Habe mir dann die für mich besten Songs auf den Player gezogen und dem Gesamtwerk nicht mehr soviel Durchläufe gegönnt wie den anderen, vielleicht war's ein Fehler.

    Aber ja: Das Ain't No Sunshine Cover ist natürlich unschlagbar, das stimmt schon
    Cripplegate gefällt mir auch extrem, allein schon das nervenzerrende Banjo-Picking, "pidipp.... pidipp" ... wahnsinn.

    (Genrell gibts für mich keine beste oder schlechteste WH platte weil ich alles gut finde)

  • Vor 8 Jahren

    Den letzten Satz unterschreiben wir dir ja alle.
    Aber schön, dass sich jetzt hier so eine kleiner aber feiner Fan thread herausbildet.

    Lasst uns diese Genies ordentlich auseinander nehmen.
    Höre gerade Cripplegate. Ja doch das macht einen ganz weich.

    Ein bisschen wie ein Folterkeller, wo der blutende Insasse schreit:
    Hört auf! Hört auf! Aber das süßliche tropft weiter und weiter. Todgeweiht eben. Groß! Man hört wenn man will am Ende sogar die Schritte vor dem Schafott! So ganz kurz vor Schluss ist da noch so ein himmlisches Rufen zu hören. Ach du Scheiße!

  • Vor 8 Jahren

    Zurück zu Ten Stones: Das schwächste Lied ist für mich Track 4: Cohawkin Road.
    (Track 11 zähl ich jetzt mal technisch nicht als Song weil es für mich kein Song im herkömmlichen Sinne ist sondern sphärische Soundcollage, dagegen sag ich auch nichts, auch weil es Bonus ist, aber eben kein Track mit üblicher Songstruktur.)

    Erstmals fällt es von der Melodie gegenüber den anderen Songs ab. Der "Hook" fehlt mir einfach etwas.

    Naja, vielleicht hat er es auch etwas schwer nach den drei Brechern am Anfang.

    Auch scheint es mir vom Arrangement so dahingeplätschert. Zwar mit der üblichen Melancholie gesungen, aber irgendwie fast "lustlos", ja beinahe belanglos. Ein Füller, eigentlich gibt es sowas kaum auf DEE-Platten, aber ich muss es mal so formulieren.

    Für Wovenhand-Verhältnisse ist das fast schon Easy Listening Niveau.
    ;)

    Oder täusche ich mich und ich erkenne die Essenz des Songs nicht?