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iTunes verlangte unmittelbar nach dem Tod der Popsängerin mehr Geld für ihre Tracks. Die Preise bestimmt jedoch das Label Sony Music.
Los Angeles (aus) - Nur 30 Minuten, nachdem der Tod von Whitney Houston bekannt wurde, schnellten die Preise für ihre Songs in die Höhe. Für die beiden Best Of-Alben "The Ultimate Collection" und "Whitney – The Greatest Hits" verlangte iTunes plötzlich 60% mehr als noch zu den Lebzeiten der Pop-Diva.
Die Musikrechte an Houstons Songmaterial hält der Labelriese Sony Music. Dieser bestimmt den Marktwert der Musik und ist somit auch für den Preisaufschlag verantwortlich, berichtet der britische Guardian.
Fans bezeichnen die Aktion als "zynisch" und "parasitisch". Wie schon bei Michael Jackson oder Amy Winehosue spült Whitneys Tod noch ein letztes Mal enorm Schotter in die Labelkassen. "Whitney – The Greatest Hits" belegt im Moment Platz zwei der iTunes-Charts. Einer ihrer bekanntesten Songs, "I Will Always Love You", stieß sogar Adeles "Rolling In The Deep" vom Thron.
Brachten Drogen Houston ins Grab?
Über die Ursache von Whitney Houstons Tod herrscht weiter Unklarheit. Die Polizei stellte verschreibungspflichtige Medikamente sicher, jedoch deutlich weniger als bei Überdosen üblich. Gerichtsmediziner Ed Winter antwortete auf die diesbezügliche Nachfrage von Journalisten: "Sie haben vermutlich genauso viele Arzneifläschchen in Ihrem Medizinschrank.
Vor dem Beverly Hills Hilton Hotel, in dem Houston den Tod fand, bringen Fans ihre Trauer zum Ausdruck und gedenken ihrer mit Blumen und Kerzen. Auch Ex-Beatle Paul McCartney legte am Montag eine gelbe Rose in das Blumenmeer.
Whitney Houstons Leichnam wurde am Montagabend in ihre Heimatstadt Newark in New Jersey gebracht. Am Freitag soll die Beerdigung in der Prudential Center-Arena stattfinden. Hier fänden 18.000 Menschen Platz, um der Zeremonie beizuwohnen.
Also ganz im Ernst: Richtig so von Sony! Wer meint er müsste jetzt unbedingt ein Album eines Künstlers haben nur weil er tot ist der soll gefälligst auch den Aufschlag bezahlen, dass er es nciht gewürdigt hat als der Künstler noch gelebt hat.
Auf das geldgeile System der Plattenfirmen brauch ich ja nciht eingehen, das sollte mittlerweile jedem bewusstsein.
Auf der anderen Seite hat Whitney bei Sony einen Millionenvertrag unterschrieben und es kam recht wenig dabei rum. Da kann man auch mal Verständnis für zeigen, dass die Firma das Geld auf diese Weise wieder reinholt. Das ist ein wenig wie der Ire, der sich am Anfang von Gangs Of New York das Geld vom Toten Priest nimmt.
aber schaun wir es doch mal so. Es gibt ein Produkt, nennen wir es zum Spass Angebot. Und dann gibt es jemand, der es kaufen mag. Nennen wir das Nachfrage.
Diese beiden Dinge bestimmen den Preis. Wenn der Anbieter beschliesst, eine Ware plötzlich doppelt so teuer zu verkaufen, dann ist das seine Sache.
Kauft es niemand, wird der Preis wieder purzeln. Kaufen es alle, wäre es dumm, die Preise NICHT zu erhöhen.
Mir egal was ihr sagt, aber das ist imo nur Wirtschaft und ... es stört mich kein Pieps.
WENN ich jetzt ne Houston CD brauche, kann ich auch -ehrlich gesagt- 3 Monate warten bis der gröbste Sturm durch ist.
es gibt halt nur 1-2 arme Seelen, die diese Sängerin grad für sich entdeckt haben könnten (jüngere Semester oder Musik-Apnoe'ler) und ... die wollen jetzt aufstocken und müssen bremsen.
aber der Grossteil... betrifft das nicht.
vollkommen richtig, das verhaltensmuster des konzerns mal zeitnah zu domumentieren. eine halbe stunde aufzuwenden, seine maske fallen zu lassen, um der welt hernach schön lecker zu beweisen, dass man jede kunst/biografie ganz lässig zum lediglich wertbildenden faktor degradieren darf - einfach, weil sie es können - .....das ist ja wahrhaft diabolisch.
Das geldgeile System heisst Kapitalismus und da hat an anderer Stelle, nämlich wenn es um eigene Kohle geht, niemand was gegen. Insofern kann man sich die Heuchelei auch gleich sparen. Whitneys Stimme war fantastisch aber das wars dann auch schon. Die Songs sind geradezu furchtbar, die kann Sony gerne behalten.
ja aber... ich denk mir schon was wieder kommt. "Kunst darf man nicht als Ware sehen" usw. Ist es in etwa das?
nun ... egal wie wir uns wehren, es wird nunmal als Ware gehandelt. Und ob wir wollen oder nicht, so ist es nunmal. Es ist nicht mal unethisch sowas zu tun. Das ist die Freiheit, die wir andernorts so gross propagieren.
Wir wollen von jedem Künstler immer und überall alles kaufen können. Das ist unsere Freiheit, aber jemand anderem wollen wir dann einen Preis aufzwingen?
Ich fürchte - so funktioniert das leider nicht. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.
also ich find das vollkommen ok.
angebot und nachfrage bestimmen den preis, so ist das nun mal. da braucht man auch keine bwl-sitzgruppe zu gründen.
es betrifft mich aber auch nicht, denn ich werde mir nie ein album der dame zulegen.
Eigentlich dachte ich das es umgekehrt laufen wird, das die Alben jetzt super billig werden. Das betrifft definitiv nur Itunes, denn CDs im Handel sind weiter um die 6-10 Euro. Das war auch so bei Micahel und Amy, all Alben waren für 6,66 im Müller zB. Aber auch wenn sie jetzt 'ne CD für 20 ? verkaufen, find ich auch nix störendes dabei. Es ist halt nur ewtas geschmacklos, das sie gleich 30 Minuten nach ihrem Tot die Preise hochgeschossen haben...


ich wiederhole: es ist das "wie"; nicht das "ob".das hab ich verstanden. Aber ... wie hätten sies denn sonst tun sollen? Noch mehr Preisaufschlag? Mit einer grossen Trauerträne auf der Homepage? Ehrlichkeit heucheln? (tun sie eh)
nein ehrlich, es erschliesst sich mir nicht, wie man das sonst tun soll. Das schlimmste ist, ich finds so nachvollziehbar, ich würds einfach selbst auch so machen. Da gibt es nunmal Geld zu holen, und zwar auf eine weitaus humanere Art als es gewisse Industriezweige sonst so zu tun pflegen.
Richtig, Anwalt. Es ist oft sehr traurig, wie viele Menschen in dieser seltsam-schulterzuckenden Starre verharren und Sätze sagen wie "so ist das eben", "Tja, Geld regiert die Welt nunmal" und "ist ja jeder selbst schuld". Dies ist keine Haltung, das ist mehr Bequemlichkeit. Daran ist auch kaum etwas auszusetzen, nur trägt man damit im Prinzip nichts zum Thema bei. Daß eben etwas nunmal so ist, wie es ist, gereicht nicht zu einer weitergehenden Erkenntnis, geschweige denn einer Meinung.
Ich will jedenfalls nicht daran denken, für welche bösen Relativierungen diese Bequemlichkeit noch benutzt werden kann...
@CafPow: Wir waren doch schon längst nicht mehr beim Thema, sondern bei eben jenen Allgemeinplätzchen.
Persönlich stimme ich dem Herrn Anwalt aber absolut zu. Dies ist ein entlarvender Fall von Realsatire. Die Niederträchtigkeit zu relativieren mit etwas, was ohnehin jedem klar sein dürfte, ist allerdings nicht gerade bereichernd.
InNo hat meine Stimme 
@CafPow: Hmmm... ein etwas drastischerer Vergleich zur Verdeutlichung der wenig hilfreichen Aussagen: Jack the Ripper hat Prostituierte umgebracht. Warum? Weil er ein Serienmörder war.
Haben wir jetzt etwas gelernt? Eher nicht 
nur dass morden illegal ist, etwas verkaufen nicht, oder?
Das ist eine Begründung, keine legitimation. Das andere legitimiert sich durch seine Legalität.
aber ich sehe ein, dass die Erklärung nicht als Rechtfertigung reicht. Das war aber auch nicht meine Absicht eigentlich 
wenn caffy schon seinen schwachen tag hat, ist es nicht hilfreich, wenn du das ganze noch verkomplizierst (ich hab dein ripper-beispiel auch nicht verstanden....obwohl wir beide lulu sind
)
@caffy: nur mal ein beispiel bzgl des "wie":
dass ein label kohle mit platten macht - klar.
dass ein label kohle mit frisch verschiedenen künstlern macht - auch klar.
keine illusionen.
aber: man stelle sich vor, die eigene gattin/tochter/schwester etc stirbt als große künstlerin.
...ich dummerle dachte immer, die vertragspartner würden einander respektiieren.....da steht man als hinterbliebener erbe (und sonys neuervertragspartner) da, die frau ist noch nicht kalt. und die gurkenköppe sprechen nichts ab bzgl einer taktik? einfach voll in die fresse an allen angehörigen vorbei?.....eine solche partnerschaft zwischen künstler und label ist doch gar keine. allein hier können und sollen diverse junge bands ins trudeln kommen, "where to sign"....
na lecker.....mit solchen freunden wie denen braucht man ja auch keine feinde mehr.
ich verstehe das anliegen. Aber ist das nicht eher eine Sache zwischen den Vertragspartnern?
Wenn dich diese Vorgehensweise als Aussenstehender (verständlicherweise) stört, dann ist das aber auch schon alles. Der rest müssen die untereinander machen (und wer weiss, ob da wirklich nichts abgesprochen wurde? Gut ... der Schluss ist naheliegend, da geb ich dir recht)
aber eben ... ich frage mich ernsthaft, wie viele jetzt DARAN denken (so gesehen eigentlich naheliegend) und nicht wie ich gleich "Ausverkauf" in reinstem Gutemenschentum gerufen haben (eigentlich ein doofes Wort aber ... passt hier mal
)
Ja, Sony ist da ziemlich skrupellos, die haben auch Michael Jackson's "This is it" schön auf 4 DVDs plus Blu Ray verteilt, mit jeweils unterschiedlichem Zusatzmaterial, dass man schön alles kaufen musste, um alles zu bekommen. Aber nicht mit mir, habe die absolut billigste Version gekauft und den Rest anderweitig besorgt.
)Hehe, gut, nochmal zur Erklärung. Natürlich machen die Verantwortlichen in den Labels alles, um noch mehr Geld zu machen. Weil das ihr Job ist. Weiter als dahin reicht die Erkenntnis schon nicht mehr.
Ebenso hat Jack the Ripper Frauen getötet, weil er ein Serienmörder war. Auch hier geht es nicht weiter. Gut, ich hätte auch sagen können: Der Papst trägt lustige Hüte, weil er der Papst ist.
Diese selbstreferentielle Begründung ist doch viel zu platt, um damit wirklich etwas auszusagen. Wie Du schon sagtest, Anwalt, es geht um das "Wie", nicht um das "Ob". Es kann eben sehr gefährlich sein, überhaupt irgendetwas so zu relativieren. Hier geht es zwar "nur" um Whitney Houston und ihre - mit Verlaub - Resteverwerter. Trotzdem ist ein simples "ist eben so" nur passiv und apathisch, und reicht auch nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze. Zumal so etwas oft als Katalysator für die Bewunderung von Menschen dient, die offen unmoralisch sein können.
Ganz eigentlich müsste die Weltöffentlichkeit Sony nun völlig abstrafen (meint nix mehr kaufen was auf Sony erscheint/herstellt) für dieses offensichtliche und skrupellose Geschäft mit dem Tod. Ich zumindest werde das tun. Da wurde mit Anlauf eine Grenze überschritten die man schlicht nicht zu überschreiten hat als Mensch.
In Zeiten der Internezpiraterie würde es mich nicht wundern, wenn Sony eine neue Klausel in seine Millionenverträge einfügt: "Wenn Sie nicht innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren nicht mindestens 230% des zur Verfügung gestelltes Kapitals wieder eingebracht haben, sehen wir uns gezwungen dafür zu sorgen, dass wir auf Ihren Tod eine Preissteigerung von 150% bei CD Verkäufen erlassen zu können".
Das ist doch ne normale Vorgehensweise, jeder Titel der sich stark verkäuft wird hochgesetzt...
Was sind dass denn für tolle Fans die JETZT wo sie tot ist plötzlich Alben kaufen wollen? Müssten die nicht schon längst alle haben?
Das ist doch ne normale Vorgehensweise, jeder Titel der sich stark verkäuft wird hochgesetzt...
Was sind dass denn für tolle Fans die JETZT wo sie tot ist plötzlich Alben kaufen wollen? Müssten die nicht schon längst alle haben?
Es war ein Fehler, behauptet Sony (wers glaubt):
Whitney Houston U.K. Price Hike a 'Mistake,' Sony Statement Says
After two days of silence, Sony has issued a statement in response to the furor over the company's U.K. office's decision to raise the price of two Whitney Houston titles, "The Ultimate Collection" and "Greatest Hits," in the hours immediately following her death.
The statement reads: "Whitney Houston product was mistakenly mispriced on the UK iTunes store on Sunday. When discovered, the mistake was immediately corrected. We apologize for any offense caused."
A source at Sony who spoke to Billboard.biz on background, seeking to clarify the oft-misreported situation, emphasized that the two titles were mistakenly changed in price -- "The Ultimate Collection" from £4.99 to £7.99 and "Whitney: The Greatest Hits" from £7.99 to £9.99 -- for a few hours on Sunday (from morning until evening U.K. time, according to reports) and then corrected. The source said that the price hike was an "internal mistake due to an employee error" and noted that only iTunes in the U.K. was affected.
Asked why the price was changed only at iTunes and not for all digital outlets, the source stressed that iTunes was the sole outlet but noted that "every territory handles business differently." Some media reports claimed the price had been changed at Amazon as well, and a source at HMV in the U.K. that Billboard.biz spoke with seemed to imply, but would not confirm, that it had received a price increase as well. The Sony source denied that the company reviews or adjusts prices upon an artist's death, saying that prices are evaluated periodically and based on supply and demand.
http://www.billboard.biz/bbbiz/industry/record-labels/whitney-houston-u-k-price-hike-a-mistake-1006191552.story
CafPow hat vollkommen Recht und wieso sollte etwas in der Musik anders sein als bei Bildern? Da ist das ganze doch noch krasser. Mich stört vielmehr (und auch nicht erst seit gestern), dass sich itunes als Musikplattform etabiliert hat, obwohl die so scheisse sind (Monopolgedöns, in Deutschland nicht verfügbare Importe, zum Teil immense währungsspezifische Preisunterschiede etc.pp.)
DerElefant: WENN Hafti nun unbedacht dieser Aktion von Sony dennoch wechseln würde, würde ich keine Files/Tonträger mehr von ihm kaufen. Und ansonsten bin ich bei Olsen, WANN man Fan wird oder sich beginnt für Musik eines Künstlers zu interessieren spielt überhaupt keine Rolle - hauptsache man diggt die Mucke, yo.
RIP Whitney - und dass das ein Fehler von Sony gewesen sein soll (wieviele Extra-Millionen so ein "Fehler" wohl einbringt...) glaubt ja wohl mal niemand.
@stummerzeuge: eine ziemlich sinnlose drohung, da sie von jemanden kommt, der so oder so illegal downloadet.
letztens hast du noch behauptet, dass du sachen vor dem kaufen downloadest, ohne zu bezahlen, was, wenn der künstler es nicht freiwillig zum freien download zur verfügung stellt, ein illegaler download ist.
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