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"Was Westlife können, können nur Westlife." Selten begann eine Promo-Info dämlicher als beim neuesten Auswurf der irischen Schmonzettencombo. Es braucht nicht nur eine gehörige Portion Dreistigkeit, um eine solch witz- wie weitgehend sinnfreie Satzkonstruktion zusammenzuschrauben. Falsch ist die Behauptung obendrein: Was Westlife können, können manch andere schon lange.
Bloß sind andere sich schlichtweg zu schade, leidenschaftslosen Popschmalz vom Reißbrett der Marke "Gravity", wie der Titel des elften Studioalbums aus der Westlife'schen Schnulzschmiede vielsagend lautet, abzuliefern. Indes geben die vier in die Jahre gekommenen Jungs sich damit zufrieden, zu reproduzieren, was schon vor gut einem Jahrzehnt altbacken und uninspiriert klang.
Unter der Fuchtel einer Riege Mainstreampop-erfahrener Produzenten und Songschreiber schustert die Boyband von einst spannungsfreie Schmachtfetzen zusammen, die sich beliebig aneinanderreihen und eine eintönige, rückwärtsgewandte Konstanz aufweisen. In Sachen abgeschmacktester Songtitel des Jahres konkurrieren Westlife denn auch nur noch mit sich selbst: Wer kann schon sagen, ob "How To Break A Heart" oder "Too Hard To Say Goodbye" vom aktuellen Werk stammen oder vielleicht doch eher dem Anfang 2010 erschienenen Opus zuzuschreiben sind?
So austauschbar wie die Titel sind auch die Melodien und Songstrukturen: Mal im Uptempo, mal balladesk, immer auf vier Viertel getaktet folgen die Songs dem ewig gleichen Muster aus rührseligen Kitsch-Piano-Arrangements, unvermeidbaren Streichertiraden, mechanisch bedientem Schlagzeug und dem altbekannten Süßschmelz in den jungenhaften Stimmen. So viel seichte Opulenz konsumiert sich fast unbemerkt, womit das Album so nachhaltig im Gedächtnis hängen bleibt wie die Weisheiten aus der Autobiographie von Dieter Bohlen.
Unbeständigkeit ist das letzte, was man der Trötentruppe vorwerfen könnte. Die Band übt sich in gelangweilter Selbstrepetition. Selten ist ein Album so schnell durchgehört wie vergessen. Noch nicht mal richtig ärgern kann man sich: Abgesehen von dem unverschämten Abklatsch "The Reason", mit dem Westlife den in der Versenkung verschwundenen Hoobastank ihren einzigen Hit wegschmalzen, und der schier grenzenlosen Trivialität sowohl des Sounds als auch der Texte ("All I know is I can't breathe / without you next to me") gibt es nichts, worüber man sich ereifern könnte.
"Kultur muss wehtun dürfen", prangerte Holger Noltze unlängst die Seichtigkeit des allgemeinen Kulturkonsums an. Hier tut gar nichts weh. Plattes Land lässt sich bekanntlich am bequemsten überqueren: keine Stolpersteine, keine Klippen, keine Abzweigungen. Was übrig bleibt, sind kaltes Kalkül und bloße Berechnung, die man den Verantwortlichen angesichts der Unverschämtheit solch einer Platte unterstellen muss. Denn verkaufen wird sich das Teil allemal.
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Die sollten sich mal ein Beispiel an Take That nehmen, wie man sich als ehemalige Boygroup neu orientieren kann.
Wobei ich auch neu ausgerichtete Westlife nie und nimmer hören würde. So'n Scheiß!
Och, die Anne. Super geschrieben.
Die konnt' ich noch nie ernst nehmen.
Wie sagte Robbie Williams einst: "Boybands are fricking lazy these days. Ballad - stand - ballad - stand. When I see it, it annoys me. Because that tells me how hard they got me to work. Cause I was lazy too. But I still did it ? Westlife" :-D
Aber Respekt, dass sie solange schon dabei sind, mit 11 Studioalben. Tja, 11 zu viel :-D.
wann kommt der erste kommentar, der hier trotzkritik unterstellt. und dass die reviewerin doch lieber pseudointelektuelle indiebands hören soll, die keiner kennt, weil sie keine ahnung von popmusik hat. ich warte nur drauf...
achja, natürlich zustimmung 
Wer 2 Studioalben mit der selben Band in einem Jahr rausbringt, sollte sich fragen, ob er tatsächlich gute Musik macht...
Also ich finde ja, dass das nur eine Trotzkritik ist ohne Sinn und Verstand. Diese Pseudointellektuellen Bands die keiner hören will, bekommen natürlich reichlich Punkte, aber mein allerliebstes Westlife natürlich nur einen Punkt. 11 Jahre lang das gleiche Lied, nur in verschiedenen Formen? Ja, aber ein verdammt gutes. Noch nie Life gesungen? Ja, aber wenigstens tanzen sie gut. Das können eure Metler nicht. Und die sehen viel besser aus. Und haben für ihre Fans immer ein offenes Ohr und bei weiblichen auch mal eine offene Hose. Machen das eure Intellektuellen auch?
Ihr seit echt lächerlich und nur neidisch, dass ihr keine 14 jährigen, hirnlosen Teeny Girls poppen dürft. So siehts aus.
Außerdem habt ihr sie euch noch nie angehört und verurteilt sie. Nur weil sie den Längeren haben.
So, jetzt muss ich aber in die heier von Westlife träumen.
Ciao ihr peinlichen Hater!!!! Ich fühle mich euch voll überlegen!!!
[quote:8d1d340b54="-=Parcival=-"]Wer 2 Studioalben mit der selben Band in einem Jahr rausbringt, sollte sich fragen, ob er tatsächlich gute Musik macht...[/quote:8d1d340b54]
Frank Zappa hat in seinem Leben durchschnittlich 2 Studioalben pro Jahr fabriziert und ich würde mal behaupte dass Zappa ein Ausnahmetalent war das einfach seinesgleichen sucht. Soviel dazu 
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