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Im Kampf um Stimmen setzen Parteien kurz vor der Bundestagswahl auch auf Musik - mit mäßigem Erfolg.
Berlin (dek) - "Wir sind Deutschlands Nummer Eins für Freiheit und Gerechtigkeit. Die JU wird immer sein. Komm mit und sei auch du dabei!", heißt es im "JU-Lied" von Dietrich Rudorff, das seit einigen Tagen im Internet kursiert. Der 31-jährige Berliner und stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union Berlin hat den Song verfasst, produziert und selbst eingesungen.
Mit Bildern junger CDU-Mitglieder hinterlegt, die deutsche Flagge schwenkend und in die Kamera grinsend, landete das Video bei youtube. Innerhalb weniger Tage hörten über 27.000 Menschen den Song.
Die anfängliche Freude über die große Anteilnahme legt sich jedoch bald wieder. Vergleiche mit NPD und Hitlerjugend kommen auf, was an Zeilen wie "Wir lieben unser Heimatland, vom Allgäu bis zum Ostseestrand" liegen mag. So entfernt die Junge Union ihre neue Hymne wieder von ihrer Homepage, im Netz ist es weiterhin zu finden.
"Wir sind jetzt"?
Mit Leslie Mandoki engagiert sich auch ein bekannterer Musiker in der Wahlwerbung. Vor gefühlten hundert Jahren bekannt als Sänger von Dschinghis Khan, komponierte Mandoki seiner Angie nun den "teAM Deutschland"-Song. "Wir sind jetzt und wir sind wir. Voller Kraft und Hand in Hand. Wir sind stark und wir sind hier. Klare Sicht und schönes Land." Gewisse Parallelen zum "JU-Lied" sind unverkennbar.
CDU-Generalsekretär Roland Pofalla gefällt der JU-Spot: "Das Lied steht für Zusammenhalt und Optimismus. Eben so wie das Unterstützerteam." Als "unkonventionell" bezeichnet die JU ihre Wahlwerbung. User hingegen diskutieren, ob die Songs nicht eher Satire seien und äußeren unter anderem auf der Internetplattform netzpolitik.org belustigte bis vernichtende Kommentare.
"So besoffen kann man doch nicht sein, um das ernst zu meinen?", schreibt ein User. Ein anderer formuliert es so: "Anscheinend gibt es keine interne Qualitätskontrolle in ihren Oberstübchen, sonst würden sie sich nicht trauen, so ein Video zu veröffentlichen."
"Langweilig! Unsexy! Reaktionär!"
Zu "Wir sind wir" heißt es bei spreeblick.com: "Hand, Land, erkannt, Verstand – die nicht vorhandene Reimtiefe gibt die Visionslosigkeit der Union wieder, das dazu polternde Billigschlagzeug plus Synthie-Streicher aus den Presets und die überraschungsfreien Songstrukturen, die selbst Ralph Siegel zu peinlich wären, tun ihr Übriges: Der Song passt perfekt zur CDU. Er ist langweilig, unsexy, reaktionär und nicht ein einziges Anliegen ist echt oder auch nur halbwegs glaubhaft vorgetragen."
Nicht sachlich argumentieren - gleich persönlich werden. So versuchen es die Grünen mit ihrem Anti-Merkel-Song. Der Stuttgarter Musiker Steffen Strom hatte den Song für die CDU geschrieben, wurde abgelehnt und ist nun ein Merkel-Gegner.
Das tut weh
Kurzerhand änderte er für die Grünen einige Textzeilen, so dass es nun heißt: "Es tut so weh, wenn ich so seh, wofür du stehst. Nein, Nein, Angie!" Auch hier: Unverständnis bis Belustigung auf Seiten der Wähler.
Dennoch: Mandoki findet sich super. Und auch Rudorff lässt sich von der Kritik nicht beeindrucken. Gerne würde er der CDU eine Hymne verfassen, verriet er der Süddeutschen Zeitung. Politikverdrossenheit kann man den (Hobby-)Musikern nicht vorwerfen. Nur ob sie damit ihrer Partei einen Gefallen tun, ist mehr als fraglich.













. Aber nach deiner Aussage dürfte ja gerade die CDU die ehrlichste Partei sein da sie nunmal tiefer blicken lässt als das Wahlprogramm^^. Nein mal im Ernst du glaubst doch nicht dass so ein Lied spontan ist? Das ist doch von vorne bis hinten durchgeplant wie man am meisten propagierende Sätze in den Text einbauen kann. Das diese Propaganda dann leider fehl schlägt ist ja dann ne andere Sache 






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