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"Mamma Mia!" ist ein Musical. Die Musik stammt von ABBA, auch wenn die Handlung nichts mit der schwedischen Band zu tun hat. Die Geschichte der alleinerziehenden Donna dient somit als profitträchtige Projektionsfläche für die Klassiker. Kein Wunder, dass die Schmonzette auch verfilmt wird.
Mit Meryl Streep, Pierce Brosnan und Colin Firth sogar einigermaßen ordentlich besetzt, könnte die leichte Form der musikalischen Unterhaltung durchaus anderthalb Stunden auszuhalten sein. Wenn die Schauspieler nicht auch noch auf die Idee gekommen wären, die Stücke selbst zu singen. Genau hier krankt die Umsetzung des Musical auf der großen Leinwand.
Im Gegensatz zu den discotauglichen Klassikern der vier Schweden wirken die bekanntesten Schlager in der "Mamma Mia!"-Version fantasielos, zeitweise geradezu billig instrumentiert. Es verwundert fast, dass die Herren Ulvaeus und Andersson für die Produktion verantwortlich zeichnen.
Das alte Lied also: Schauspieler sind nun mal keine Sänger. Brosnan und Firth, die beide Wurzeln auf der Bühne haben, übernehmen in "Our Last Summer" die Stimme von Anni-Frid mehr schlecht als recht.
Hauptdarstellerin Amanda Seyfried glänzt derweil in der Hauptsache durch ein unschönes Flattern in hohen Stimmlagen ("The Name Of The Game"). Während die Mimen solo nicht überzeugen, klappt es zumindest im Chor einigermaßen. Der Standard "Take A Chance On Me" lässt sich einigermaßen hören, auch das halbwegs energetische "Voulez-Vous" geht in Ordnung.
Letzendlich bestätigt dieser Soundtrack aber vor allem, dass das legendäre Quartett gut daran getan hat, im Jahr 2000 das Angebot von einer Milliarde US-Dollar für eine Reunion abzulehnen. Als Legende ruht es sich einfach besser. Man hört dann doch lieber die Originale.
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