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"Mein Manager ist groß und schwer / ihn nennen alle Bär / und er hätte auch verloren / wenn er nicht wie einer wär." 17 Jahre alte Zeilen von Smudo, aufgeschrieben und gerappt für den großen F4-Motivator und unermüdlichen Antreiber Andreas "Bär" Läsker, der sich selbst als fünftes Bandmitglied bezeichnet.
Nun schlägt endlich seine Stunde: Mit vorliegender Tribute-Platte tritt der Macher mit dem nostalgischen Vier-Logo auf dem Oberarm aus den Kulissen hervor und bedankt sich für "20 fantastische, spektakuläre Jahre", wie er im Booklet ausführt. Nie ein Mann der kleinen Geste, führt Bär sage und schreibe 36 Gratulanten ins Feld.
Dass hier nicht das Who Is Who der deutschen Rap-Szene zusammen findet, war zu erwarten. Aber Juli, Puhdys, Thomas Anders und Scooter? Wie genau lauteten denn da die Aufnahmekriterien? Wer hat schon mal ein Lied von Fanta Vier im Radio gehört? Und wo sind dann Rosenstolz und Jeanette Biedermann?
Mit der Brechstange sucht Bär die Weltläufigkeit und genreübergreifende Relevanz seiner Jungs zu demonstrieren. Dass der Mann immer noch 'nen dicken Pulli an hat, beweist einmal mehr die Coverästhetik: Vor komplett weißem Hintergrund wartet Bär im Stile eines Autoverkäufers am Tresen auf potenzielle Kunden.
Auch im Booklet keine Spur der Fanta Vier. Nur Bär und zahlreiche Bandteilnehmer. Auf 40 Seiten. Ganz klar: Das hier ist seine Show. Die Fantas hatten ihr Heimspiel, er hat das DSDS-Gesicht, was wiederum den fragwürdigen Link zu Thomas Godoj erklärt.
Recht machen kann man es mit einem Tribute-Album naturgemäß keinem, aber ein bisschen mehr Feingefühl bei der Auswahl hätte man irgendwie schon erwartet. Oder wäre es dem Status der Geehrten nicht angemessener gewesen, die Beatsteaks, Helge Schneider, Seeed und meinetwegen Bushido einzuladen?
Und wo sind eigentlich die gut befreundeten Ärzte abgeblieben, die so die Chance versäumen, sich für die F4-Würdigung von "Madonnas Dickdarm" zu bedanken? An mangelnder Zeit kann es bei Bärs dreijähriger Vorausplanung ja kaum gelegen haben.
Diese Gedanken schwirren einem im Kopf herum, während Revolverheld ihre 08/15-Phrasenakkordmaschine anwerfen, um "Was Geht?" in eine so unzeitgemäße wie unkreative Crossover-Version zu betten. Fängt ja gut an. Im Rennen um die belangloseste Coverversion erfreuen sich die Popakademie-Rocker aber bester Gesellschaft.
Die Puhdys und die Rattles spielen "MFG" bzw. "Ewig" mit ihren Mitteln naturgetreu nach, Prinz Sebastian Krumbiegel trällert seine üblichen, hallbeladenen Dreiklangsdimensionen und der Yeti Girls-Beitrag "Yeah Yeah Yeah" rechtfertigt jetzt auch nicht direkt deren spontane Wiedervereinigung.
Wie man es besser macht, zeigt auf "Le Smou" der Braunschweiger Rapper F.R. mit einer lyrisch wie soundtechnisch hochwertigen Ehrerbietung an die vier Stuttgarter: "Irgendwie isses seltsam / als die Fantas zusammen kamen war ich noch 'ne Fantasie meiner Eltern / '99 war ich 9 und kaufte '4:99' / obwohl ich nicht wusste, was 'Buenas Dias Messias' bedeutet."
Dazwischen viel Stückwerk und Vorhersehbares: In Extremo walzen "Yeah Yeah Yeah" platt, Roger Cicero lässt erahnen, dass er mit fremden Texten einigermaßen hörbar wäre und Scooter, tja, bleiben ihrem längst international gefürchteten Wumms-Wahnsinn natürlich troy. Überraschenderweise zieht sich H.P. nach seinem Begrüßungs-Anheizer aber zurück und überlässt seinem Kompagnon das Feld, der die F4-Raps mit bekannter Scooter-Ornamentik verziert.
Rap-Stuttgart vertreten die Massiven Töne mit dem Clubtrack "Picknicker", aus Rap-Berlin grölen die alten G.B.Z.-Halunken der Spezializtz ihre Props über die "4 Gewinnt"-Akkorde; beides äußerst ansprechend umgesetzt. Knorkator pflanzen ihr Spinner-Gen selbstverständlich auch "Geboren" ein, während die mir bislang unbekannte Band Mamas Gun "Die Da" mit irgendwie nettem Soulfunk überzieht. Vor allem im direkten Gegensatz zu Sashas Nonsens-Version.
Kann man alles machen, gut und schön, aber was bitte hat Thomas Anders' abermaliges Statement eigener musikalischer Unzulänglichkeit im stumpfen Discobeat-Horror von "Geboren" auf einem F4-Tribute zu tun? Wieso darf Xavier Naidoo "Krieger" rappen? Wer zur Hölle ist Karpatenhund? Und zum hundertsten Mal: Was erlaube Mario Barth?
Zu den positiven Überraschungen zählen Pur, die auf "MFG" (schwäbisch) ordentliche Arbeit abliefern, was nicht zuletzt in Hartmut Englers mutigen Gesangslinien begründet liegt. Auch Peter Maffay schlägt sich außerordentlich wacker in der country-bluesigen Umsetzung von "Krieger", zumal seine Sprechstimme cooler klingt als sein Gesang.
Karat kleiden "Sommerregen" in überraschend lässige, soulige Elektrobeats, während sich Max Mutzke im selben Song als alter Funker alter Schule outet. Dass Four Music-Zögling Clueso nichts anbrennen lässt, war indes erwartbar.
Die Limited Edition liefert zusätzlich zu den zwei CDs noch eine DVD mit. Hier lädt Bär in die Präsidentensuite des Kölner Hyatt, wo ihm Stichwortgeber Dieter Nuhr noch einmal die große Geschichte seines Lebens entlockt.
Hier erfährt man unter anderem, dass Meister Bär die Fehlfarben als längst aufgelöst betrachtete, dafür Dieter Thomas Heck für eine "absolut coole Socke" hält und dass bereits sechs bis sieben Songskizzen für das neue Fanta-Album stehen, das 2010 erscheint. Licht am Ende des Tunnels. Spät, aber immerhin.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
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A Tribute To Die Fantastischen Vier | €17,99 | €2,99 | €20,98 |
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Mh, Revolverheld und Mario Barth sind natürlich heftige Schläge in die Magengrube und das Cover ist auch eher ohne Stil. Aber allen anderen Interpreten kann ich noch irgendwie etwas Witziges und/oder Interessantes abgewinnen. Da finde ich sogar Scooter erfrischender als In Extremo.
[quote:7604f35542="HeißeBlonde1991"]Mh, Revolverheld und Mario Barth sind natürlich heftige Schläge in die Magengrube und das Cover ist auch eher ohne Stil. Aber allen anderen Interpreten kann ich noch irgendwie etwas Witziges und/oder Interessantes abgewinnen. Da finde ich sogar Scooter erfrischender als In Extremo.[/quote:7604f35542]
ja was macht mario barth da die pflaume? omg..
lächerlich diese intepreten liste.
Karpatenhund könnte man nun schon kennen. Auch wenn sie nicht weltbewegend sind, sooo unbekannt sind sie nun auch nicht.
Aber ich kann den Rezensenten verstehen. Wusste gerade auch nicht ob ich lachen oder nur mit dem Kopf schütteln sollte.
Sehr strange Tracklist
frage mich nur, wer die zielgruppe davon sein soll...
ich mein phudys, pur, michael anders, peter mafay, karat... hallo?
uiuiuiui
das hört sich aber gar nicht gut an...
naja aber nach laut.de ist ja auch "viel" besser als "fornika"...
naja aber als bekennender fanta 4 fan tut so ne review dann doch weh...
ja haben sie
schau auf die myspace-tribut seite und du findest ein snippet dazu
ich hab die vor nem monat oder so hier in köln aufm medienfestival 4 free gesehen.
^^ war eher schlecht als recht (hatte aber auch keine anderen erwartungen)
ach ne halt, das war die firma ^^ naja war auch nicht besser 

ach quark, am ende haben mt doch nicht viel besseres zeug gemacht als die firma...
ob nun die eine oder keine da hinten rum steht oder ich mit der anderen cruise ist da doch auch egal ^^
Fantas waren von Anfang an überbewertet, und nun schlägt man aus ihrem künstlich errichteten Kultstatus (Goldene Regel: Wiederhole es oft genug, und man glaubt es dir) noch etwas Geld. Was will man da erwarten?
So werden Legenden zerstört. Eine der wenigen wirklich relevanten deutschen Bands in den letzten 20 Jahren. Und die kriegen SOWAS? Die InEx Version Yeah Yeah Yeah ist i-wie lustig. Der Rest ist nur peinlich.
Finds dämlich, dass "Bär" - wie es scheint - sein eigenes Ding draus gemacht hat und die Band kein Ton dazu gesagt hat... hat unter'm Strich dann ja auch wenig Sinn
Die Review wurde auch von jeweils einer anderen Person geschrieben
also irgendwie sind die meisten Interpretationen ... (Pop-)Mist.
meine Highlights sind Knorkator mit g.boren (haha), Pur mit Mfg, Oomph mit Ernten was wir saen (eigentlich ne normale Rockversion, aber immerhin) und Clueso mit Hoffnung.
Kann also absolut der Laut-kritik zustimmen.
.. und Peter Maffay's Version von Krieger ist echt ziemlich originell und ganz gut umgesetzt - aber ich mag das Original zu gern, ich kann da kaum hinhören 
Also ich finde es ja gerade gut, dass eben nicht jede Menge Genre-Gleiche am Start waren, sondern, dass das Spektrum der ehrenden Interpreten so breit gefächert ist. Okay, mir gefallen auch ein Großteil der Tribut-Stücke nicht (von Mario Barth und Scooter bekomm ich Ausschlag!!!), aber das liegt nicht zwangsläufig an den Stücken selber, sondern daran, dass ich mit den Interpreten schon vorher nichts anfangen konnte.
Die meisten finde ich allerdings ganz okay. ABER, es gibt auch zwei Songs, die ich richtig geil finde und die ich mir auch besorgt habe: Oomph! mit "Ernten was wir säen" und Thomas Godoj mit "Flüchtig". Die finde ich einfach spitzenmäßig und richtig gut gelungen.
Ja, Bu nicht unbedingt, aber nen Beitrag aus dem 3P-Lager wäre superfett gewesen, auch von anderen Rappern/Crews - die Fantas waren zwar HipPop, da muss ich zustimmen, aber auch schon sehr HipHop, Raplastig hätte ich besser gefunden. Hätte man Savas oder Sido gefragt, die hätten doch sicher auch was beigesteuert.
ich finde, es geschieht thomas d. recht, dass die interpretenliste so grauselig ist. das hat er verdient, nachdem, was er mit mir gemacht hat 

Was für ein Gezeter! Ist doch ganz witzig, das Ganze. Grade der Genre-Mix macht den Spaß aus. Lauter 1:1-Cover wären doch langweilig; außerdem kann man die Fantas auf ihrem eigenen Gebiet kaum schlagen... Dass der Rezensent von einem "fragwürdigen Link" zu Thomas Godoj schreibt, find ich recht fies: Der Junge kann was; die Version von "Flüchtig" gehört echt zu den besseren Stücken auf der Scheibe. Macht Euch locker, Leute: Ist doch für jeden was drauf, was er gut findet, und für jeden was, das er hassen kann. Und ansonsten lässt man die Finger von der CD. Die Fantas finden's bestimmt witzig. ;-)
Also "Der Picknicker" finde ich ganz gut eigentlich, aber der Rest...naja!
Und ich hab früher viel Fanta 4 gehört, so von "Jetzt geht's ab" bis "Lauschgift".
so eine scheiße, das nennen die tribut? als band würde ich gegen sowas klagen.
wo hier pro und contra schon so schön versammelt sind: nächste woche steht uns bär zu seinem opus magnum rede und antwort. wenn ihr fragen an ihn habt, stellt sie doch am besten gleich hier. danke.

-nach welchen kriterien wurden diese leute ausgewählt?
-was denkt bär, welche leute er mit diesem album ansprechen will. die fans bestimmt kaum. ich bin riesen F4 fan und ich halte gaar nix von diesem ding.
-warum bei weitem mehr rock pop acts als rapper drauf sind. mindestens 5 rapper hätten doch gereicht.
-ob er wirklich überzeugt von dem endprodukt ist
-und wie es zu diesem schlimmen cover kam
ja, allerdings.
ja, allerdings.
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