- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Der Element Of Crime-Chef bleibt dabei: Downloader überschreiten die Grenze zum Asozialen und treffen damit nicht Labels oder GEMA, sondern Musiker.
Berlin (aba) - Vor ziemlich genau einem Jahr gab Element Of Crime-Sänger Sven Regener dem Zündfunk ein Interview, das als 'Wutrede' riesige Wellen schlug. Der Wahl-Berliner ließ seinem Frust über die öffentliche Verteufelung der Verwertungsgesellschaft GEMA freien Lauf und kritisierte im gleichen Atemzug die Geschäftsmodelle der angeblich coolen Großkonzerne Google und Youtube.
"Es gibt eine Grenze zum Asozialen"
"Ich habe keine Probleme mit dem Internet oder damit, dass man sich mal Sachen umsonst besorgt", bilanziert der Sänger mit einigem Abstand den medialen Wirbel um seine Aussagen im Gespräch mit laut.de.
"Es gibt aber eine Grenze zum Asozialen, eine unsichtbare Linie. Die wird meiner Ansicht nach zu oft überschritten, ist ja auch nicht so schlimm. Aber dann soll man nicht auch noch so tun, als ob das irgendwie toll wäre. Das hat mich genervt, vor allem die Leute, die diese asoziale Haltung propagiert haben, oder auch Urheberrecht für alle", so Regener.
"Es war an der Zeit, das auszusprechen"
Diese Menschen müssten verstehen, dass ihre Anti-Haltung bezüglich Plattenfirmen letztlich auch alle Künstler treffe: "Denn damit werden wir zu Idioten erklärt. Und wir sind ja keine Idioten, wir machen die Verträge mit den Firmen ja nicht, weil wir doof sind, sondern weil das eine große Möglichkeit ist, die Sache auszuwerten (...) Es war an der Zeit, das einmal auszusprechen, weil es ja auch etwas damit zu tun hat, wie die Gesellschaft insgesamt mit Künstlern und mit Kunst umgeht.
Und inwieweit sie bereit ist, dafür zu zahlen oder der Meinung ist, das müssten andere für sie tun. Der Steuerzahler oder sonstwer. Oder die, die sich das noch richtig legal runterladen oder kaufen. Ich glaube, dass diese ganzen Entschuldigungen nur vorgeschoben sind, aber das ist ein ganz banaler Standpunkt. Ich habe viele Musiker gesprochen, die gesagt haben: Ja, gut, dass das mal einer gesagt hat. Aber Bock hat da keiner groß drauf, ich auch nicht."
"Bei der Debatte geht es darum, wie man sich selber verhält"
Es gehe bei der Diskussion auch nicht um den ständig geäußerten Vorwurf der Internetsferne, wie Regener noch einmal klarstellt: "Es geht darum, wie man sich selber verhält. Und da sollte sich einfach jeder genau überlegen, ob das, was er macht, richtig ist oder bis wohin es vertretbar ist und wo nicht mehr. So seh ich das."
Das vollständige Interview, in dem Sven Regener und Leander Haußmann über ihren gemeinsamen Film "Hai-Alarm am Müggelsee" sprechen, zu dem Regener auch die Filmmusik beisteuerte, lest ihr in Kürze auf laut.de.
puni
würde ich so pauschal nicht sagen.. mal das ganze Interview abwarten. Dann wird diskutiert.
Wenn illegales Downloaden tatsächlich talentlosen Volltrotteln wie Sven Regener schadet, dann fang ich am besten gleich mal damit an. Wobei ich meine geschätzte Festplatte dann mit "Element of Crime" beschmutzt hätte. Ne, dann lieber doch nicht.
Naja, wie wir nun die Kunst von Herrn Regener beurteilen tut ja nichts zur Gesamtthematik. Ich halte Element of Crime auch für sehr egal.
Die Künstler, die unter den sinkenden Absatzzahlen leiden, haben allen Grund sich aufzuregen. Als Hauptschuldige (nicht Alleinige!)sehe ich aber dennoch die Plattenfirmen an, und nicht die Kunden. CD's sind einfach arg teuer, gerade im Vergleich zu DVDs oder auch nicht mehr brandneuen Videospielen (PC), die alle auf CD und/oder DVD und mit ähnlichen Vertriebswegen verkauft werden. Wenn dann noch in der 15? teuren CD nur ein mickriges Titelblättchen beigelegt ist, verstehe ich den Unmut vieler Verbraucher. Dazu dann noch die unzähligen Castingsternchen etc., bei denen die Hälfte des Albums unhörbar ist und/oder aus Füllmaterial besteht und die vorverurteilende Anti-Raubkopiererwerbung und fertig ist der Salat. Klar, es gibt genug, die erst gar nicht mit dem Gedanken spielen, für Musik zu zahlen. Aber es gibt bestimmt einen recht großen Teil, der es tun würde, bei entsprechendem Gegenwert. Die Ärzte (zugegeben ein kommerzieller Top-Act) machen es doch vor. Bei kleineren Künstlern wäre hier die Plattenfirma gefragt.
...
Die Gema bleibt im Übrigen in vielerlei Hinsicht ein Saftladen, über den man sich aus genug guten Gründen aufregen kann.
Naja, mittlerweile gibts Spotify und Co. Also völlig legale Wege fast nichts für Musik zu zahlen und trotzdem immer alles hören zu können. Die Plattenfirmen haben da so die Hosen runter gelassen, dass ich es jetzt sinnfrei finde noch über illegale Donwloads zu wettern. Mein Vorschlag: Album für 5 Euro und Singles nur noch als Download für 50 Cent den Song. Und keine Streamingdienste mehr, an denen die Künstler so ca. nix verdienen. Dann läufts auch. Aber wenn man die Wahl hat zwischen kostenlos (legal) streamen oder 15 Euro für ne CD - wo heutzutage wie hier schon erwähnt meist fast nur 2, 3 Lieder brauchbar sind - ists klar wofür die Leute sich entscheiden.
Edit: Das generell viel zu viel Kackmucke promotet wird, tut auch seinen Teil daran, dass keiner mehr bezahlen will.

Dasselbe wie bei jeder Selbstgerechtheit auch: Man schwafelt gehaltlosen Unsinn, den man sich daheim am Kaffeetisch zusammengereimt hat, halluziniert irgendeine Gruppe herbei, welche angeblich ganz schlimme Dinge tut und sich dabei auch noch gefalle, und gefällt sich dabei selbst.
Ja, diese rebellischen Datenpiraten, wahrhaftige Freiheitskämpfer, durch sie wird die Welt soviel besser. Da an dem ganzen Kunstdiebstahl am ehesten kleine und mittlere Labels kaputt gehen und die Majorlabels schon wissen, wie man die Schäfchen ins Trockene bringt, können wir uns auf flächendeckende künstlerische Bereicherung freuen.
Und die ganzen blöden Bands, die was werden wollen, können sich doch einfach auf 100 verschiedenen Plattformen anmelden, um ihre Musik anzupreisen und zu verkaufen und vorher gefälligst Wirtschaft und Management studieren um ihre Band nach oben pushen zu können. Immer diese unselbstständigen Künstler, die sich auf ihre Kunst konzentrieren wollen, anstatt sich mit allem möglichen Mist rumzuplagen. Die werden alle zurecht untergehen. Capitalism rules!

ich bin gewillt ragism recht zu geben
ich mein regener, der mehr als gut leben kann von dem elend, das er so verbricht, beschwert darüber, dass andere den hals nich vollkriegen...
@ beast666
rly? früher, in den guten alten Zeiten gab es genau eine handvoll punkbands, ein paar jahre später gab es genau eine handvoll BM/DM-bands, dann gab es genau eine handvoll grunge-bands ehe es eine handvoll alternativ metal bands gab. Heut zu tage wird man mit musik ZUGESCHISSEN. Jeder spasst, der ne gitarre/ein mic halten kann gründet ne band. die einzelnen genres haben zig unter-genres. Jedes genre hat zigtausende Bands. Wo is da dass aussterben? Das wird doch immer nur noch mehr. und mehr und mehr.
ich mein regener, der mehr als gut leben kann von dem elend, das er so verbricht, beschwert darüber, dass andere den hals nich vollkriegen... weisst du, ich für meinen teil kastriere gerne Enten und kleinere Nagetiere. Manchmal auch größere. Ich würde nichts lieber tun als das. den ganzen tag lang. leider will mich niemand dafür bezahlen, dass ich das mache
Man sollte natürlich generell nicht mehr nehmen/verlangen als man grad so braucht, um seinen tagesbedarf an alk, drogen und nutten/vergewaltigungspornographie zu decken.
auf der anderen Seite sollte man/frau auch nicht verlangen automatisch geld dafür zu kriegen wenn man etwas gern macht. das wäre zu einfach. Der Witz ist, dass namenhafte künstler es wirklich nicht nötig haben, sich zu beschweren. Und für Nobodies sollten ganz andere Punkte wichtig sein. Sonst siehe Beispiel mit den Enten. Ich meine, ich muss das in meiner freizeit machen, während die kohle vom amt kommt...
Ich kann den Regener schon verstehen. Es wird mittlerweile als selbstverständlich angesehen, alles umsonst zu bekommen. Ob die Festplatte mit 20000 mp3s oder massenweise aktuelle Kinofilme. Bei manchen Menschen ist es mittlerweile zum Grundrecht geworden, sich absolut alles umsonst im Internet zu besorgen.
ich mein regener, der mehr als gut leben kann von dem elend, das er so verbricht, beschwert darüber, dass andere den hals nich vollkriegen... Ich gebe ihm so Recht! Immer diese File-Sharer, die einfach keinen Bock haben für ihre Musik zu zahlen und dann so tun als wärn sie jetzt Teil einer ganz tollen Bewegung, obwohl sie einfach nur nix zahlen wollen.
Ein Musikfan sollte verdammt noch mal das, was er gerne hört, auch kaufen! Die Interpreten müssen unterstützt werden!
Herr Regener soll doch bitte etwas konkreter werden, wenn er sich schon so künstlich aufregen will. Er behauptet einfach, es gebe eine riesige Masse, welche Musik ausschließlich illegal beziehe. Wer ist das denn jetzt bitteschön? Denn sieht man sich die Albenverkäufe in digitaler oder herkömmlicher Form an, so kann es diese enorme Masse überhaupt nicht geben. Betrachtet man dann die Verbreitung populärer Musik in illegalen Tauschbörsen an, so deckt sich die Häufigkeit der raubkopierten sehr auffällig mit den Verkaufslisten legal erworbener Werke. Und ist es nicht auch viel realistischer davon auszugehen, daß sich viele mal einen Song oder ein Album aus bloßem Interesse herunterladen? Ist es nicht gewagt zu behaupten, sie hätten es sich auf jeden Fall gekauft, wenn sie es nur nicht illegal heruntergeladen hätten?
Von dem behaupteten Stolz auf die eigene Raubkopiererei will ich gar nicht erst anfangen, denn dies über die ohnehin schon herbeihalluzinierte Masse an schlechten Menschen noch zusätzlich zu behaupten, ist absolut abwegig. Es mag ja sein, daß es den einen oder anderen Trottel gibt, der nicht aus Armut, sondern aus purem Spaß an der Kriminalität keine einzige Scheibe kauft und stolz herumposaunt, wie viele Terabytes an illegalen Kopien auf seiner Festplatte versammelt sind. Diese Pauschalisierung erinnert allerdings vielmehr an die Aufregung über Florida-Rolf, der in dem verlogenen Skandal plötzlich der Stellvertreter für alle erwerbslosen Hartz-4-Geplagten war.
Viel künstliche Aufregung, viel selbstgerechter Schall und Rauch und viele Unterstellungen. Meine zwei Cents.
Regener kritisiert aber überhaupt nicht Endverbraucher die ab und zu was runterladen, sondern eine Grundeinstellung, die sich z.B. in Aussagen wie diesen hier Manifestiert: "Man sollte natürlich generell nicht mehr nehmen/verlangen als man grad so braucht, um seinen tagesbedarf an alk, drogen und nutten/vergewaltigungspornographie zu decken.
auf der anderen Seite sollte man/frau auch nicht verlangen automatisch Geld dafür zu kriegen wenn man etwas gern macht. das wäre zu einfach. " und die Paradoxe Tatsache, dass sich Endverbraucher durch Großkonzerne dazu Instrumentalisieren lassen, sich gegen die Musiker zu stellen, deren Musik sie eigentlich hören wollen...
Und ganz nebenbei: Wo ist eigentlich die Logik darin, sich über die Mangelnde Qualität von Musik zu beschweren und dann aber genau diese Musik unbedingt illegal runterladen zu wollen?
@Ragism:
"Er behauptet einfach, es gebe eine riesige Masse, welche Musik ausschließlich illegal beziehe. Wer ist das denn jetzt bitteschön?"
Von "riesig" hat er meines Wissens nicht gesprochen. Hättest Du gelesen, wüßtest Du. Konkreter hat er in seiner "Wutrede" die "junge Generation" angesprochen, die nicht (mehr) bereit sei, für Musik zu bezahlen. Als Konsequenz bliebe - laut Regener - "Volksmusik, deutscher Schlager und Rockmusik für die Älteren" übrig.
"Denn sieht man sich die Albenverkäufe in digitaler oder herkömmlicher Form an, so kann es diese enorme Masse überhaupt nicht geben. Betrachtet man dann die Verbreitung populärer Musik in illegalen Tauschbörsen an, so deckt sich die Häufigkeit der raubkopierten sehr auffällig mit den Verkaufslisten legal erworbener Werke."
Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie die Alben von den Amigos, Helene Fischer, Matthias Reim, Andrea Berg, Santiano und Philipp Poisel im Netz via Filesharing probegehört und dann wie blöd gekauft werden, damit die auch bloß auf Platz 1 landen.
Sach mal, wenn Du solche Namen an der Chartsspitze liest und dann noch sehen mußt, wie z. B. Lindenberg, Ärzte und Hosen, die ja auch mittlerweile nicht mehr die frischesten sind, nebst der kompletten Garde der Rockabteilung des Altenheims mit Namen Rolling Stones, Mark Knopfler, Bruce Springsteen und Led Zeppelin angesagte Acts überholen, wenn neben einigen der genannten Namen solche Leute wie Max Raabe, Michael Buble mit seinem Weihnachtsalbum oder David Garrett unter den erfolgreichsten Alben der letzten Wochen in den deutschen Charts auftauchen, wenn der Nachwuchs oder jüngere Interpreten wie Cro, Amy Macdonald, Kraftklub, Lana Del Rey, Kollegah Farid Bang, meinetwegen auch noch Unheilig, eindeutig in der Unterzahl sind an der Spitze der Charts - kommt Dir da nicht der Verdacht, daß bestimmte Konsumentengruppen bei der Mitbestimmung der Charts irgendwie außen vor blieben, will sagen: daß da vor allem Verkäufe registriert werden von Leuten, die mit der aktuellen Musikszene relativ wenig am Hut haben? Ich gestehe älteren Musikern gerne zu, daß sie noch einmal einen Überraschungserfolg landen, gerade dann, wenn sie die alten Fans noch einmal mobilisieren können; gab's immer schon. Aber das, was ich in den letzten Wochen an der Spitze der Charts gesehen habe, gehört definitiv nicht zu dem, was ich zu meiner Zeit auf dem Schulhof getauscht hätte. Allein schon aus Selbstschutz. Wenn ich damals mit den Amigos, Fischer, Berg oder Reim angekommen wäre, hätte ich mich am Ende der Pause kopfunter in der Toilette wiedergefunden.
"Und ist es nicht auch viel realistischer davon auszugehen, daß sich viele mal einen Song oder ein Album aus bloßem Interesse herunterladen?"
Du wirst lachen - das hat Herr Regener nie bestritten und praktiziert das augenscheinlich ebenso. Hättest Du gelesen, wüßtest Du.
"Ist es nicht gewagt zu behaupten, sie hätten es sich auf jeden Fall gekauft, wenn sie es nur nicht illegal heruntergeladen hätten?"
Das hat Herr Regener nie behauptet. Hättest Du gelesen, wüßtest Du.
"Von dem behaupteten Stolz auf die eigene Raubkopiererei will ich gar nicht erst anfangen, denn dies über die ohnehin schon herbeihalluzinierte Masse an schlechten Menschen noch zusätzlich zu behaupten, ist absolut abwegig."
Nun ja, das Gegenteil beweisen kannst Du aber auch nicht. Bitte, bitte versuch's erst gar nicht. Wird ja doch nix.
"Es mag ja sein, daß es den einen oder anderen Trottel gibt, der nicht aus Armut, sondern aus purem Spaß an der Kriminalität keine einzige Scheibe kauft und stolz herumposaunt, wie viele Terabytes an illegalen Kopien auf seiner Festplatte versammelt sind. Diese Pauschalisierung erinnert allerdings vielmehr an die Aufregung über Florida-Rolf, der in dem verlogenen Skandal plötzlich der Stellvertreter für alle erwerbslosen Hartz-4-Geplagten war."
Keine Ahnung, worauf Du Dich beziehst, aber diese Vorstellung kommt ebenfalls nicht von Herrn Regener. Hättest Du gelesen, wüßtest Du. Er unterstellt den Leuten weder einen "Spaß", noch ist er grundsätzlich dagegen, sich über das Internet schlau zu machen. Er wendet sich explizit gegen die Kostenlos-Mentalität. Das *kann* bewußte Zuwiderhandlung sein, *muß* aber nicht. Im großen und ganzen kann man es wohl zusammenfassen als "mangelndes Unrechtsbewußtsein".
Gruß
Skywise
jetzt gelte ich stellvertrendend für die falsche einstellung beim konsumenten. mach einer sachen
jetzt gelte ich stellvertrendend für die falsche einstellung beim konsumenten. mach einer sachen
du bist vom fach, hm? (ich erinnere mich vage, dass du musiker oder ähnliches bist. kann mich aber auch irren) ich glaub dir im fall deine kompetenz schon. Und vermutlich lebe ich in meiner eigenen kleinen welt. Aber die rosarote brille tragen die "filesharerfeinde" auch. Es wird immer so getan, als ob für Künstler (schriftsteller/musiker) es paradisische zustände waren in denen milch und honig flossen. und dann kam das inet und napster und alles ging in den arsch. Aber ehrlich, dem war doch nciht so... die situation für musiker und ähnlichem war immer scheisse. gibt halt ne begrenzte plätze in orchestren und als sessionmusiker usw. für toningenieure u.a. is das sicher ähnlich. wobei, ich 2 toningenieure kenne die selber leechen wie blöde
aber immer noch gut arbeit finden.... Ich mein, ich find das auch doof. jemand der nen instrument klassisch oder auf jazz studiert is mir sympathischer als ein bwler und sollte nen guten job kriegen.
Es wird aber von seiten der contentlobbyisten immer argumentiert, dass ein gedownloadetes album = ein entgangener verkauf ist. Das stimmt aber NICHT! Ich habe mir vor 100 jahren die puddle of mudd cd gekauft. die waren dann irgendwann in den charts und 80% meiner klasse haben sich das dann von mir gebrannt. von denen hätte sich KEINER das album gekauft, weils eigentlich nicht deren musik war. Darüber hinaus lädt sich der durchschnittsleecher ein album runter, hört es sich an, wenns scheisse ist löscht ers wieder und wenns gut is wirds gekauft. klar gibts auch ausnahmen aber die sind eher in der minderheit... auch wenn das die contentlobbyisten anders sehen.
du neigst auch dazu, nur die seiten der medaille/wahrheit zu sehen die dir in den kram passen
Du kannst immer mal wieder auf gulli.com/news nachlesen, über weitesgehend gleich bleibende verkaufszahlen, über steigende legale downloads und auf b-stadt.com kannst du nachlesen welcher gangster-rapper gerade gechartet hat. Ich erinnere mich dunkel, dass gerade ein gewisser farid bang sehr lange in den charts ist. davor waren es so obskure gestalten wie "fler", "savas" oder "sido". al gear is natürlich (verdientermaßen) auch gechartet von den härteren rock/metal bands die jedes mal chart breaking betreiben mal ganz abgesehen (huhu, frei.wild wo seid ihr)
ich hab geschrieben, dass wenn den leuten ein album gefällt, dass sie geleeched haben, dann wird das meist auch gekauft. und das ist auch so. und daran halte ich fest.
Man soll ja nicht von sich selbst und seinem bekanntenkreis ausgehen also nehme ich mal Blokkmonsta von Hinrtot-records. der ist mit seinem album roboblokk im sommer gechartet. normalerweise bringt blokkmonsta seine albem meist via distributionz.com raus. alben von ihm im normalen markt findet man eher selten. das liegt daran, dass seine sachen meist indiziert oder verboten werden. Naja, roboblokk erschien im normalen handel und ist gechartet. Und das lag nicht daran, dass es ein sonderlich tolles album war. leider. Nein, das lag hauptsächlich daran (auch wenn es niemand zugeben wird), dass große teile der "Hirntot-soldaten" die musik ihrer helden auf dem rechner haben. und zu support zwecken dann das album erwarben, dass normal erschien. Darüber hinaus setzen hirntot-record eine Menge kohle an Merch-verkäufen um. Dieses "Insider-wissen" gab frauenarzt mal in einem inti preis.
Weil die Parole ist: leechen, hören, mögen, kaufen...
dabei darf nciht außer acht gelassen werden, dass die leute warten bis die cds etwas billiger oder gebraucht bei amazon angeboten werden. weil grad im eher subkulturellen bereich zahlst du meist noch 16-18? für nen album. ANders als bei pop, die sind meist erfreulich billig geworden und gibt es auch meist sehr schnell für 8-9? bei saturn zu kaufen. aber dann werden die verkaufszahlen halt nicht mehr gewertet 

Ich hab grad nich so viel Zeit. Ich denke, wenn studios, labels und läden dicht machen gibt es immer mehr als eine Begründung. Bzw, welche studios und labels machen denn zu?
Ich kann bei mehr Zeit gerne die gulli-news suchen nach denen es für die Musikbranche wieder bergauf geht. Hier in der schönsten Reichshauptstadt der Herzen gab es mal einen "WOM" Naja, genau genommen 2 "WOM"s. Dieser machte vor ein paar jahren dicht und in der Zeitung stand dann... "Mimimi, die pöhsen Leute kommen in unseren laden, hören die sachen und laden sie dann daheim runter..." Eine Möglichkeit. Ich weiss nicht, wie es in anderen WOMS im reich ist, aber in diesem einen WOM waren tonträger in der Regel um 3-4 oft auch 5? teurer als z.b. bei Müller oder Saturn. Und vom aufstieg amazons und ebay mal ganz aussen vor gelassen. Dessen ungeacht habe ich persönlich dort auch nie die tonträger gefunden, die ich gerade gesucht habe. Aber ich bin auch nicht an aserbaidschanischer unkulelen-musik interessiert.
Dessen ungeachtet habe ich auch nicht das gefühl, dass das sortiment bei saturn weniger wird. eher im gegenteil...
Ich weiss, es ist schwer zu glauben, wenn man davon ausgeht, dass alle Raubmordkopierer, seelen-, morallose, asoziale Schufte sind... aber es gibt tatsächlich sowas wie Moral und Ethik in der filesharer-szene. Das Beispiel hierbei sind (glaube ich) Hassan Anouri und leecher.to. Und andere Seiten. Das damalige Album von Anouri wurde geleaked und gelangte in die Tauschbörsen und sonstigen Portale. Hanouri meinte dann sowas wie "geile sache, stört mich nicht, solange die leute das hören und es ihnen gefällt..." irgendwie sowas in der art. Darauf hin haben die einzelnen Portale fortan haufenweise Werbung gemacht für das Album bei AMazon und so. Manche haben es sogar aufgehört zum DL anzubieten. Aber fürs letzte würde ich meine hand nicht ins feuer legen. War aber auch ne gulli-news.
Außerdem geht es nicht darum leute in die pleite zu treiben. vor allem nicht "kleine" leute. Es geht darum jedem alles zugänglich zu machen. Sodas ahmend in syrien genau so wie pablo in chile "Melodien für 6 millionen" hören kann. Das zerstört zwar jeglichen Kvlt und alles Elitäre und ist der finale Nagel im Sarg des Extremen Metals aber dennoch. Darum wird auch immer in der Szene darauf hingewiesen, dass die Leutz den scheiss kaufen sollen wenn er ihnen gefällt. und halt auf konzerten gehen und merch kaufen sollen. Und ich bleibe dabei, dass die meisten das auch tun....
@Torque:
Klar - Amazon und Ebay haben eine ganze Menge Publikum vom Straßengeschäft abgezogen, allerdings gibt es bei beiden Häusern auch (bzw. bei ebay größtenteils) die Möglichkeit, gebrauchte Ware zu erwerben, was soviel bedeutet wie: es kommt kein weiteres Geld beim Rechteinhaber/-verwerter an.
Ich gehe nicht davon aus, daß alle "Raubmordkopierer seelen-, morallose, asoziale Schufte sind", aber ich stütze meine These, daß es eben auch keine selbstlosen Gutmenschen mit moralisch begründetem Hang zum Geldausgeben sind, auf zwei ganz simple Theorien, die vielleicht auch beide nachzuvollziehen sind:
a) die Bedürfnisse des Menschen sind unbegrenzt.
b) die Mittel, diese Bedürfnisse zu befriedigen, sind es nicht.
Kombinieren wir die beiden, ergibt sich folgendes Bild: wenn ein Filesharer sich für ein Album interessiert, kostet ihn das Runterladen zwei Klicks, die schnell erledigt sind und nicht mal einen Atemzug kosten. Will er es sich kaufen, kostet ihn das Penunzen, die aber nun leider nicht ganz so schnell wieder ausgeglichen sind. Wenn jemand sich in der Musikszene ordentlich rumtreibt, bekommt er innerhalb weniger Stunden zahllose Hinweise darauf, was einem gefallen könnte, was interessant klingt etc., entsprechend wird er seinen Download-Bereich bestücken. Falls tatsächlich einige Alben davon interessant sein sollten, wird er vermutlich einen Teil davon kaufen und einen Teil davon auf der Einkaufsliste lassen, die allerdings auch weiterhin gut bestückt werden wird, da sie ja von keinen weiteren Faktoren außer dem Speicherplatz oder Online-Tarif (ich gehe davon aus, daß beides keine ernstzunehmenden Faktoren mehr sind, weil man beides recht günstig bekommt, sogar günstiger als manche Tonträger) eingeschränkt wird. Ich bin nicht so naiv zu glauben, daß jeder im Monat exakt so viel interessant findet wie das Geld reicht und danach für den Rest des Monats die Tauschbörse meidet, geschweige denn glaube ich, daß jemand seine Einkaufsliste Monat für Monat einem Prioritäts-Check unterzieht und die Alben, die aus welchem Grund auch immer plötzlich uninteressant wurden, davon runterlöscht. Soweit mein Ansatz. Wo mache ich einen Denkfehler?
Da niemand kontrolliert, kann man natürlich gerne nach außen hin den Moralischen raushängen lassen und behaupten "ich kauf' doch fleißig nach". Nur - wer will beurteilen, daß das auch tatsächlich so geschieht? Haben wir eine neutrale Instanz, die diesbezüglich Kontrollen oder Untersuchungen anstellt? Haben wir nicht, also muß ich zunächst von meinem schwarzen Menschenbild ausgehen, das schlicht sagt: vertraue nicht irgendeiner Masse, am wenigsten einer, der du nicht ins Gesicht schauen kannst.
Gruß
Skywise
ich würd ja noch was geistreiches schreiben aber irgendwie... zu viel
und zu viel
und zu viel 
aber ich hab nen link für dich
http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Studie-Online-Piraterie-schadet-dem-digitalen-Musikabsatz-nicht-1825271.html
jaja, schon klar. keine statistik glauben, die man nicht selbst gefälscht hat...
@Torque:
Hast Du Dir die Studie auch mal durchgelesen und nicht nur die Meldung von Heise? Ganz ehrlich - ich habe da sehr viel Nebelgestocher drin gefunden, oder mein Englisch reicht nicht aus, um die konkreten, belastbaren Zahlen darin zu finden. Da werden Klicks miteinander verglichen, diese Klicks aber nicht in qualitative Relation zueinander gesetzt. Ein Klick auf einen Musik-Shop muß nicht heißen, daß da auch was gekauft wurde, ein Klick auf einen Napster-Verschnitt sagt dagegen rein gar nichts über den Inhalt aus, der da geladen wurde oder über seine urheberrechtliche Relevanz. Im Extremfall hat da jemand mit einem Klick ein Archiv mit der kompletten Discographie von Tangerine Dream runtergeladen (was weiß ich wie viele Gigabyte) und sich anschließend einen Titel von Jean Michel Jarre in einem Musikshop angehört oder am Ende sogar noch gegen Entgelt runtergeladen. Wie belastbar kann eine solche Studie sein, bei der die Datenherkunft und -qualität derart im Dunkeln liegen?
Gruß
Skywise
Format
Homepage: