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Weil Nicolas Sarkozy die Single "Kids" ohne Erlaubnis für Wahlkampfzwecke benutzte, wird der französische Staatspräsident respektive seine Partei UMP von MGMT vor den Kadi gezerrt.
Paris/New York (thk) - Gleiches Recht für alle. Nicolas Sarkozy hat sich ohne Einwilligung von MGMT an deren Hitsingle "Kids" bedient. Da er den Song in zwei Online-Videos oder während diverser Wahlkampfveranstaltungen benutzt haben soll, wird er nun vom Label der Elektropop-Überflieger verklagt.
"Angebot ist eine Beleidigung"
Da die UMP (Union pour un mouvement populaire) lediglich die Gebühr für eine einmalige Verwendung des Songs entrichtete, wird die Partei von Monsieur le Président auf Entschädigungszahlung verklagt. Zuvor bot die PR-Firma von Sarkozys Partei den New Yorker Künstlern eine symbolische Entschädigung von 1,25 Euro an, was das Fass zum Überlaufen brachte.
MGMTs Anwältin zeigt angesichts der schnippischen Offerte wenig Humor. "Dieses Angebot behandelt die Künstler- und Urheberrechte respektlos. Es ist eine Beleidigung", erklärte sie gegenüber der AFP. "Wir haben es hier mit dem Missbrauch geistigen Eigentums zu tun."
Robin Hood-Image in Gefahr
Pikant: Die französische Regierung machte zuletzt mit Plänen für ein strengeres Vorgehen gegen illegale Downloads und Raubkopierer Schlagzeilen. Just in dieser Woche soll das französische Parlament zudem auf Drängen Sarkozys ein neues Gesetz verabschieden, mit dem das Internet-Piraterie und File-Sharing härter bestraft werden soll.
Die UMP ist dementsprechend brennend interessiert, die Wogen zu glätten. "Die ordnungsgemäße Abgabe von Tantiemen ist der UMP ein zentrales Anliegen. Insbesondere der Schutz künstlerischer Werke genießt höchste Priorität." Man sei darum bemüht, die Band angemessen zu entschädigen: "Wir haben allergrößten Respekt vor den Urheberrechten und hoffen daher, eine Einigung erzielen zu können", erklärte ein Sprecher.
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