laut.de-Biografie
Umse
"Labels erkennen kein Talent, nicht mal wenns ihnen ins Gesicht ejakuliert." Dieses Prezident-Bonmot scheint auch größtenteils auf das Musikfernsehen anwendbar zu sein, gäbe es da nicht das MTV Hip Hop Open. Und das wunderbare Format des MySpace-Most-Wanted, das Umse bei seiner Einführung 2007 für sich gewinnt und sich so einen Platz im Lineup zwischen Freundeskreis und dem Wu-Tang Clan ergattert.
Einen besseren Karrierepush als Europas größten eintägigen Rap-Event kann es für einen Untergrundkünstler natürlich kaum geben. Schon seit neun Jahren in der Rapszene aktiv brachte es der damals 23-jährige auf gerade mal eine EP ("Smart Und Weise") im Jahr 2005. Doch nun beflügelt der sprunghaft ansteigende Bekanntheitsgrad den Ratinger.
Ein Jahr nach dem Auftritt - Umse tourt inzwischen als einer der ganz wenigen deutschen Rapper mit einer vierköpfigen Livekapelle durch die Nation - lässt er Taten folgen. Das "Rheinische Blatt", Umses Erstling, kann sich als astreines Konzeptalbum gleich zu den besten Genrereleases des Jahres zählen.