Eine unbekannte Person trachtet Udo Jürgens nach dem Leben und droht ihn zu erschießen, berichtete die Bild-Zeitung. Bereits seit längerem wird der 72-Jährige von einer Stalkerin belästigt. Ob diese auch die Mord-Drohungen aussprach, ist bislang ungeklärt.
Zürich (mk) - Vor einigen Jahren lernte der Komponist und Sänger bei einem Interview eine Journalistin kennen, die ihn seither verfolgt: "Es begann ein unglaublicher Telefon-Terror. Ganz massiv. Ich habe mehrfach meine Nummern geändert, aber das hat alles nicht geholfen. Manchmal sind es bis zu 50 Anrufe in einer Stunde", sagte der Sänger zur Bild-Zeitung. Auch mitten in der Nacht belästigte ihn die Stalkerin. "Ich weiß, dass die Frau in psychiatrischer Behandlung ist. Sie drohte auch mit Selbstmord."
Vor einem Auftritt in Zürich erhielt Jürgens nun eine beängstigende SMS und schaltete die Schweizer Polizei ein. "Ich habe eine Waffe. Ich werde dein Leben vernichten", so der Wortlaut der Handy-Nachricht. Die Gesetzeshüter nahmen daraufhin die Stalkerin fest. "Als die Person die Halle betreten hat, haben wir sie nach möglichen Waffen untersucht. Es wurde aber nichts gefunden. Wir wissen auch nicht, ob es sich um die Person handelt, die die anonyme Nachricht geschrieben hat", so ein
Polizeisprecher.
Die 36-Jährige selbst fühlt sich zu Unrecht beschuldigt: Ich kenne Udo Jürgens seit fast 20 Jahren. Es enttäuscht mich sehr, dass ich verdächtigt wurde, ihn umbringen zu wollen." Eine Stalkerin sei sie nicht. "Udo hat mich gefördert und ich durfte etliche Interviews mit ihm machen. Wir haben aber mehr als nur Gespräche geführt. Wir hatten auch ein intimes Verhältnis", so die Journalistin. Jürgens und seine Management bestreiten die angebliche Affäre und wollen weiter rechtlich gegen die Frau vorgehen.