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Hm, wenn man sich den Kerl auf dem Type O-Cover anschaut, scheint der Titel "Dead Again" gleich doppelt zu passen. Nicht nur, dass der gute Rasputin anscheinend kaum kaltzumachen war, der sah meist auch aus wie mindestens schon einmal gestorben. Der Blick von dem Knaben hat aber schon was enorm Dämonisches.
Passt also perfekt zu der Band um den nicht weniger charismatischen Fronthünen Pete Steele, der sich mit der Veröffentlichung von neuem Material ausgesprochen viel Zeit gelassen hat. Die gestehe ich ihm aber gerne zu, in Anbetracht dessen, dass "Dead Again" einfach eine erstklassige Scheibe geworden ist. Wer will, kann gern bemängeln, dass die New Yorker dieses Mal darauf verzichtet haben, eine typische Single für Gothic-Girls und solche, die es gern werden würden, aufzunehmen. Ich persönlich kann daran nichts Negatives erkennen.
Auch an der Offenheit und Ehrlichkeit, mit der Mr. Steele auf dem Album zu Werke geht, gibt es nichts auszusetzen. So deutlich wie im Opener und Titelsong hat sich wohl nur selten jemand zu seiner Kokainsucht bekannt. Dass man darauf nicht mit Tralala- und Rüschenmusik aufmerksam macht, ist ja wohl klar. Statt dessen rocken Type O nach einem doomigen Intro recht flott vor sich hin, ohne dass dabei die griffigen Melodien von Kenney Hickey zu kurz kämen, der übrigens auch den einen oder anderen härteren Part einbrüllt.
Richtig auf's Gas drückt im Anschluss aber erst "Tripping A Blind Man". Alle Achtung, da scheint die Carnivore-Reunion doch ihre Spuren hinterlassen zu haben, denn bei Type O ging es schon seit langem nicht mehr so zur Sache. Nach der Hälfte kehrt sich das Ganze zwar in typische Black Sabbath-Doomriffs um und es darf auch wieder ein wenig gejammt werden. Den Godfathers of Doom huldigt das Quartett auch bei "Prophets Of Doom" eingangs recht deutlich, ehe nach drei Minuten zum ersten Mal Melodien den Ton angeben. Diese treiben aber sowohl im Gesang, als auch auf der Gitarre die tollsten Blüten.
Einen Hauch Romantik und Sentimentalität verströmt anschließend das weitgehend ruhige "September Sun". Interessant und provokativ wie immer, der Mittelteil mit russischen (?) Passagen, angedeutetem Propagandamaterial und ein paar Hörnern! Ein paar schräge Ideen müssen eben auch sein. Der Song, der noch am ehesten über Singlepotential verfügt, ist mit Sicherheit das zügige "Halloween In Heaven", bei dem die Lycia-Sängerin Tara VanFlower einen tollen Gastbeitrag hinlegt.
Die Königsdisziplin folgt nun mit der Viertelstunde "These Three Things". Was soll man anderes sagen, als dass hier alle Stärken und Spielwiesen der Jungs aus Brooklyn vereint sind? Reicht eigentlich vollkommen aus, um das Ding auf Repeat laufen zu lassen. Dabei könnte einem allerdings das einschmeichelnde "She Burned Me Down" entgehen, das nicht nur wieder mit grandiosen Melodien glänzt, sondern auch mit einer Art russischem Männerchor. Strange but beautiful.
Eine räudige Hardcore-Nummer steht kurz darauf mit "Some Stupid Tomorrow" an, die aber beinahe nahtlos in das stonige "An Ode To Locksmiths" übergeht. Der absolute Kiffersong des Albums, sehr sixtieslastig und quasi direkt aus der Wüste. Mit dem abschließenden "Hail And Farewell To Britain" schließt sich der Kreis zum letzten Album "Life Is Killing Me", denn genau da hätte die Nummer auch drauf stehen können.
Zwar nehmen die Zeiträume zwischen den Alben inzwischen Metallica-Dimensionen ab, aber im Gegensatz zu denen legen Type O Negative letztendlich auch ein richtig geiles Album vor. Die Scheibe funktioniert nicht nur im Herbst, sondern zu jeder Jahreszeit.
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um es mit dittsches worten zu sagen
"das is doch mal n richtiger brecher is das".
schon 2 absolut saubere scheiben dieses jahr (machine head und type o)bleibt mir nur zu hoffen,dass andere bands,wie metallica und velvet revolver ähnlich gute scheiben rausbringen....wobei ich bei metallica keine großen erwartungen habe...egal....dead again is geil!!!!!!!!!!!
aber hallo!
genau meine meinung. type o und mh sind die überraschungen des jahres. beide bands waren bei mir schon abgemeldet und sind jetzt aber sowas von in in meiner heavy rotation.
rawk!!
Das ist wieder so eine Situation, in der ich eine Band seit Jahren registriert habe, ohne sie je zu hören. Das Album ist in der Tat seeehhr dufte.....
Damn, kann das sein, das die Band "musikhistorisch" keine Rolle mehr spielt?!
Verstehen kann ich das jedenfalls nicht, hier läuft grad "Hail And Farewell To Britain",
ein Reisser vor dem Herren, das Album ganz grosses Kino, oder fehlt die kontroverse Komponente, die Type o Negative früher ausgezeichnet haben?!
Das Album ist in der Tat geiler geworden als ich angenommen hätte. Ich hätte nach Life is Killing Me nicht gedacht, dass so ein Hammer nachkommen kann.
Das erinnert mich irgend wie, von der Qualität her, an Bloody Kisses Zeiten.
Ich fand es stand ihnen sehr gut an, diese Punk-Elemente, die wenigstens für mich bei Life is Killing Me zu hören waren, zurück zu schrauben und vielleicht sogar weg zu lassen.
Daumen hoch.
Tja, jetzt muss ich den Thread mal hochholen um zu sagen: 1,5 Jahre ist das Teil jetzt alt und ich hab's immer noch nicht totgehört.
sag mal bitte, ob du das album für ähnlich stark hälts wie bloody kisses oder teile von octobre rust.
Damit stehe ich jetzt bestimmt ziemlich alleine da, aber Bloody Kisses hatte bei mir kein besonders lange Halbwertszeit - das langweilte mich schnell, auch wenn ich "Christian Woman" heute immer noch mag. October Rust ist irgendwie eine ganz andere Baustelle. Finde ich zwar angenehm zu Hören, funktioniert bei mir aber eher wie die Disintegration von The Cure - vermittelt eine bestimmte Stimmung, aber finde ich besser zum Nebenbei-Hören als zum genau hinhören. Die Dead again krame ich jedoch immer wieder zum HINhören raus, da gibt's einfach viele Facetten, Abwechslung und sie ist dennoch in sich stimmig. Naja, ich mag aber auch die "World Coming Down" im Gegensatz zu einigen anderen.
Das ist jetzt alles recht holprig und ungeschickt formuliert, aber ich bin auch ziemlich im Eimer.
Ich weiß jetzt zwar nicht genau, womit ich das "Danke" verdient hab' - aber gern geschehen. 
na, wenn man sich mühe gibt, zu antworten, obwohl man sich etwas im eimer fühlt, ist das eine wertschätzung, welche zu erfahren man auch goutieren und nicht als selbstverständlich hinnehmen sollte.
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