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Tyler, The Creator. Kein anderer Name sorgte in den letzten Wochen für mehr Wirbel in Musikkreisen. Die Diskussionen sind endlos, Meinungen gehen auseinander und es wird gezankt wie bei der Frage, ob erst das Huhn oder das Ei da war. Eines steht aber fest: Der Hype um den Teenager aus L.A. und dessen Crew Odd Future Wolf Gang Kill Them All ist riesengroß und stößt vor allem bei Jugendlichen auf große Begeisterung. Warum? Wahrscheinlich weil sie verstörend, provokativ und rebellisch sind - auf ihre Art!
Los geht es mit einem Dialog zwischen einem Therapeut und dem Patienten Tyler. Das Material ist zäh, mehr Intro als Song, und schleppt sich dunkel und langsam fast sieben Minuten dahin. "I'm not a fucking rapist, or a serial killer, I lied / I tried too hard, huh?!" stellt der Jungspund richtig. Die tiefe und dunkle Stimme überzeugt auch in "Yonkers", das mit einem nervig-düsteren Synthie-Beat unterlegt ist. Im Video zum Song verspeist der Hawaii-Hemd mit hochgezogenen Tennis-Socken kombinierende Schulabbrecher eine Kakerlake und erbricht anschließend. Nun, jedem das Seine.
Textlich faselt er vordergründig, was ihn alles ankotzt und größtenteils unzusammenhängenden Stumpfsinn: "Fuck everything man, that's what my conscience said / Then it bunny hopped off my shoulder, now my conscience dead". Doch sehet, ein Lichtblick: "I just want to know if my father would ever like me / But I don't give a fuck so he's probably just like me: a motherfucking Goblin".
Dieser Sound und die Art des Rappens ist neuartig, hebt den Sprechgesang aber nicht auf eine neue Ebene. Im Gegenteil, Flow, Beats und der Rap an sich sind eher mittelmäßig, die Songs kaum eingängig. In Erinnerung bleiben lediglich die mit Flüchen unterlegten fucking kranken Onanie-, Selbstmord- und Mordphantasien eines Pubertierenden, die wahrscheinlich der gesamten amerikanischen Jugend aus dem Herzen sprechen.
Manchmal beschleicht einen das Gefühl, dieser kleine Giftzwerg sei irgendwie im falschen Genre gelandet. Provokativ und aufstoßend wie er ist, wäre er im Punk sicherlich besser aufgehoben: "Kill people, burn shit, fuck school! schreit die Hook von "Radicals".
Kritiker werden schwer schlucken müssen, wenn der Kalifornier sie im Vorbeigehen in der Pfeife raucht: "Rebel and defiance makes my motherfucking cock hard / Fuck pigs, fuck God, God's a fucking retard". Das überlange Outro hätte allerdings nicht sein müssen.
Eigentlich ist erst "She", der vierte Track, ein richtiger Song mit Versen, Bridge und Hook, letztere von Frank Ocean gesungen, dem Nate Dogg von Odd Future. Das wirkt fast schon erleichternd nach den sperrigen, ersten Nummern. Mit "Transylvania" leert der Goblin Öl ins Feuer: "It's because, I'm Dracula bitch / Don't got a problem smacking a bitch / Kidnapping, attacking, with axes and shit / 'til she decides to take Dracula's dick". Sind das wirklich nur die schrägen Gedanken eines Bekloppten mit mittelschwerem Dachschaden, der vor kurzem seine Schamhaare entdeckt hat oder eher ein Fall für den Psychiater?
In "Nightmare" erklärt er wütend und mit einer Unmenge an 'Fucks', dass die Wolf Gang seine Familie ersetzt. Ziemlich persönliches Ding. Im letzten Track "Golden" beleuchtet Tyler wieder im Dialog mit seinem Therapeuten, wie alles begann und die Probleme vom Anfang.
Die Qualität des Creators kommt immer dann zum Tragen, wenn es um Vater oder Familie geht, wenn es persönlich wird. In diesem Punkt könnte der Hobby-Skater ruhig noch eine Schippe draufpacken. Ansonsten ist Rap 2011 finster as fuck, gemein und brutal. "And we don't fucking make horrorcore, you fucking idiots! / Listen deeper than the music before you put it in a box"!
So gerät der Albumtitel noch passender als der des Vorgängers "Bastard": Ein Goblin ist ein groteskes und teuflisches Fabelwesen, dass sich darauf spezialisiert hat, den Menschen in seiner Umgebung auf den Sack zu gehen. Und genau das tut Tyler, The Creator.
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"Fuck everything man, that's what my conscience said / Then it bunny hopped off my shoulder, now my conscience dead" ... ist also unzusammenhängender Schwachsinn? Tyler wäre besser im "Punk" aufgehoben? Da hat - egal wie prätentiös es sich anhört - jemand weder die Texte, noch den Hype wirklich verstanden. Erbärmliches Review, unabhängig davon, dass es die Musik an sich nicht abfeiert, denn die wurde eigentlich recht treffend analysiert. Aber, wie so oft, ist das eben bei weitem nicht alles.
Anstrengend, schwer,nervig =/= schlecht. Ich finds grad wegen der derbheit und der unzugänglichkeit cool. Der Typ, der die Review geschrieben hat hat echt nicht gerafft, um was es eig. geht. Gähn hat dazu schon alles gesagt was es zu sagen gibt.
Was ne grauenhaft schlechte Review, schade, das Engelen nicht mehr bei laut ist, der hätte Goblin sicherlich um einiges würdiger rezensieren können...Nun, ich weiß gar nicht, wieso es so viele nervig/sperrig, nur weil es nicht mainstream-eingängig ist..anscheinend sind zuviele schon Black Eyed Peas-verseucht, dass sie nicht mehr klar kommen, wenn sie ein unkonventionelles Album hören...Wie auch immer, gutes Album, mit einigen Brettern (Yonkers natürlich (wie kann man den Beat nur mit nervig beschreiben??), Tron Cat, She, Analog, Sandwitches), Bastard und vor allem EARL gefallen mir aber doch ein bisschen besser...
Dieser Skateboardscheiss ist so nervig und wie er rumlaeuft auch. Ich haette aber gerne ein ganzes Album voll mit rape lines, das finde ich ausgezeichnet.
Real gangstas move in silence.
Dieser miese, knarzige Bass - nur 2 Töne, der leicht Schabenzirpen-immitierende Synthie im Hintergrund und dazu Tylers imposanter Bariton-Rap und die morbide Ästhetik des Yonkers-Video...
Also ich weiß nicht, ob diese Odd Future-Jungs nun tatsächlich die Heilsbringer des Rap sind, aber das ist für mich als "Genrefremder" das Überzeugendste, was Amerika in dieser Hinsicht seit langem gebracht hat. Werd das Album allein aufgrund von Yonkers mal checken.
ich hör das album echt gern, jedoch bin ich auch der meinung, dass sich teilweise schlecht gemachte produktionen nicht hinter dem alibi "underground" verstecken dürfen. manch synthie klingt wie das low end produkt ausm wall mart. schon klar, dass es auch teil des konzepts ist, aber ist für meinen geschmack etwas zu rough was die produktion anbelangt.
außerdem rappt er mir zu viel darüber, dass ja niemand seine musik richtig versteht. insgesamt gefällt mir bastard besser! 3/5
Tyler scheint echt witzig zu sein.
"(Dreht sich zum Rolling Stone-Kollegen
Du magst also keine Schwänze?
Rolling Stone: Hab ich noch nie probiert. Vielleicht schmeckt es mir ja. Aber, wie gesagt, noch nie versucht.
Ah, es ist immer wieder verdammt lustig, spontan irgendwelche Leute zu fragen, ob sie Schwänze mögen. "
LOL
verstehe den hype überhaupt nicht. der typ kommt aus den gang gebieten von south l.a und rappt trotzdem über uninteressanten quatsch. da hat die westcoast wesentlich besseres zu bieten. denke dieses album wird hauptsächlich genrefremden gefallen
Sodhahn: Die kommen alle aus wohlbehueteten Haeusern, mit der Gangkultur der Westkueste haben sie nichts zu tun, auch wenn sie in entsprechenden Gegenden wohnen. Du musst dir ja nur mal anschauen, wie sie aussehen. Aber sieh' Tyler doch einfach als einen Epigonen von Brotha Lynch Hung, ohne des Bruders Faehigkeiten zum storytelling und natuerlich wesentlich geringeren sonstigen skills. Ich finde, dann kann man Tyler eigentlich ganz okay finden.
Das ist ein Album, das man mehrmals hören muss, damit es seine ganze Pracht entfaltet.
Und zwar als komplett überbewerteter, stumpfer, langweiliger Rap-Rotz unterster Kategorie.
Wow, das klingt für mich als DÄLEK-Liebhaber schon ziemlich gut! Schlägt auch in eine ähnliche Kerbe, wenn auch nicht ganz, was natürlich nicht sein muss.
Ich kann mich meiner ersten Eindrücke nicht erwehren: Das ist schön FETT, und wie!
Es stimmt - der HipHop/Rap von Heute hat so etwas mehr als nötig!
Eigentlich schlaegt das in keine aehnliche Kerbe, weder textlich noch musikalisch.
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