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Die glorreiche Rückkehr der "Magnificent Six" vor zwei Jahren hat zweifelsohne und völlig berechtigt Begeisterungsstürme weltweit ausgelöst. Allerdings spaltete "Scandinavian Leather" die Jugenden in zwei Lager: die Traditionalisten, die "Apocalypse Dudes" für unübertrefflich und "Scandinavian Leather" für zu sehr Rock und zu wenig Deathpunk befanden, und diejenigen, die eben jenes letzte Album für die Krönung Turbonegrischen Schaffens hielten.
"Party Animals" setzt sich gemütlich ächzend zwischen diese beiden Stühle. Besser kann man seine Fans nicht zufrieden stellen. Das Album, das lange Zeit als "Babylon Forever" angekündigt war, vereint den Pomp und die Verspieltheit von "Leather" und die krachende Frische von "Dudes". Und ein paar ganz große Hits sind auch dabei. Zuerst greifen die verkleidungswütigen Norweger allerdings wieder in die bewährte Trickkiste.
Auf ein Intro wird auch dieses Jahr nicht verzichtet, diesmal allerdings nicht in Form von ein wenig Gitarrengegniedel und Ankündigungen à la "The Denim Recruits came to be known as The Apocalypse Dudes". Nein, die Turboneger fahren groß auf, ein Hubschrauber kreist über der "Party Zone", in der offensichtlich schon einige der mittlerweile fast eintausend Turbojugend-Chapters ihre Verbindungen mit Gerstensaft und Koks zelebrieren. Der erste Superhit folgt auf dem Fuß: "All My Friends Are Dead" legt gradezu opernhaft los, das große Rockmusical bekommt gleich zu Anfang den richtigen Tritt in den Arsch.
Auch mit den gewohnten sexuellen Anspielungen geizen Turbonegro nicht, "Blow Me (Like The Wind)", Euroboys Gitarrenspiel ergänzt sich hier großartig mit Hanks Forderungen nach Oralverkehr. Eigentlich hasse ich ja Stampfer, aber "City Of Satan" zitiert so dreist "I Love Rock'n'Roll", dass man es lieben muss. Außerdem zelebrieren sie hier ihre Monstrosität mit der Unterstützung des Norwegischen Radioorchesters, das dem Titel den passenden Rahmen gibt. Im Folgenden ergehen sich die Denim Demons (von denen eigentlich nur noch Chris Summers diesen Titel wirklich verdient) in einigen Nummern, die sehr Turbo-typisch klingen, wobei "Wasted Again" und "If You See Kaye (Tell Her I L-O-V-E Her)" in der Tradition der "Dudes" steht, während "Death From Above" und "High On The Crime" sich eher an "Leather" anlehnen.
In "Wasted Again" läuft Hank zu Hochform auf, wenn er erst droht, mit dem Schneepflug durch die Disko zu brettern, um dann zu erklären, dass sein Körper ein Tempel sei, den es einzureißen gelte. Und ich will verdammt sein, wenn Hank "If you see Kaye" nicht absichtlich so singt, dass es nach F-U-C-K klingt. Dass Turbonegro eine Band ist, um deren Bedeutung und Intention viel gestritten wird, verarbeitet der augenberänderte Frontmann in "Stay Free", in dem er sich Fragen von fiktiven Fans oder Journalisten stellt wie "Are you really insane or is it just a game".
Der verhinderte Titeltrack "Babylon Forever" rockt zwar recht behäbig vor sich hin, setzt sich aber, wie fast alle Nummern auf dem Album, unweigerlich sofort in den Gehörgängen fest und überrascht mit scheinbar unpassenden, aber doch irgendwie gut eingebauten Percussions. Für "Hot Stuff/Hot Shit" greift Euroboy sogar in die Tasten und spielt ein klassisches Southern-Rock-Klavier. Der Schluss kündigt sich noch einmal ganz groß an, das bereits erwähnte Radioorchester leistet noch einmal Schwerstarbeit und lässt Turbonegro wie eine Punkrockversion von Dimmu Borgir klingen. Mit Nick Oliveri gastiert zum Grand Finale genau der Richtige; wenn er und Hank drohen, ohne Gnade alle umzubringen, möchte man sich am liebsten in den langen Haaren des Kollegen Edele verstecken (sic, Anm. d. Red.).
Das Artwork der Platte ist wieder mal State of the Art (vor allem die Einzelfotos der Bandmitglieder gelingen großartig), die schwarze Serie setzt sich fort. So ist Turbonegro 2005 wie Bayern München 2005: sie sind souverän Meister ihrer Klasse geworden, man hat nichts anderes von ihnen erwartet. Statt roten-weiß-blauen Fahnen wehen dunkle Denim-Jacken im erneut bestätigten Gefühl des Triumphs.
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und sehr eingängige Melodien, die auch nach dem 43sten Hören nicht nerven :P





) und darauf folgte "Prince of the Rodeo", arschgeil.
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