In Kooperation mit Tonspion scannen wir euch jede Woche die spannendsten Mp3-Downloads. Alles für lau, alles ziemlich super.
Konstanz (mma) - Die steilsten Gratistracks aus Pop, Rock, Elektro, Hip Hop. Diese Woche unter anderem mit der brandneuen Phoenix-Single aus dem Album "Wolfgang Amadeus Phoenix".
"Kiss/Kick" ist der vierte kreative Ausflug Petersens und gleichsam die zweite Veröffentlichung des frischfirmierten Faint'schen Label blank.wav. Ein Ausflug, bei dem Mensch und Maschine kollidieren und der Faint-Basser für sich und ganz behände die Range zwischen Elektronica, Pop, Rock und Singer/Songwritertum auslotet.
Dafür lässt er sich gern sechs Minuten Zeit, wie beim Opener "I've Never Been So Afraid" oder setzt dem Ganzen bereits vor der Zweiminutenmarke ein Ende. Alles ist erlaubt, alles wird gemacht. No Wave nennt er dieses bunte Treiben, das zwischen Extremen pendelt, aber dennoch nicht verwirrt, sondern in sich ruht und erstaunlich ausgeglichen klingt.
Petersen baut ein musikalisches wie auch atmosphärisches Gleichgewicht zwischen den Elementen auf, die mal synthetisch, infantil und steril, dann wieder analog, offen und rauschend klingen. Hörbeispiele für beide Seiten gibt es kostenlos im Vorfeld des Releases: "Introvert" und "We All Want To Fit In".
Tonspion-Tracks rotieren auch auf laut.fm/eins, der ersten Adresse für das beste von heute und den Hype von morgen.
Man mag es kaum glauben, dass Phoenix schon weit über zehn Jahre Musik machen. Das sind drei Studioalben und nicht nur zwei wirklich große Hits: "Too Young" entfachte seine volle Wirkung auch, weil er auf dem Soundtrack zu "Lost in Translation" (2003) gefeatured wurde und "Everything Is Everything" (2004) ist die Antwort auf die Frage, wie eigentlich Pop in Perfektion klingt.
Das hier verlinkte Stück aus dem im Mai erscheinenden Album "Wolfgang Amadeus Phoenix" lässt hoffentlich ebenso Großes erwarten wie es der augenzwinkernde Titel andeutet. Jedenfalls liefern die Franzosen erneut den Beweis, dass sie im weitesten Sinne verspielt zwischen cheesy Pop und komplexem Rock gratwandern können. Und bis es soweit ist, mag es draußen regnen und stürmen: Phoenix lassen trotzdem schon mal ein bisschen die Sonne scheinen.
Jay-Z ist nicht der einzige, der sich bei den US-Boys mit dem französischen Einschlag bedient hat. Wu-Tang Clan (für "Wu-Tang Clan Ain't Nothin' To Fuck Wit), De La Soul ("Oddles Of O's"), Gravediggaz ("2 Cups Of Blood") oder Public Enemy ("Can't Truss it") konnten einfach nicht die Finger von großartigen Funkbrettern wie "Time Will Tell" lassen. Die Lafayette Afro-Rock Band ist derart tight, dass man nicht glauben kann, dass die Aufnahmen zu diesen Songs schon 30 Jahre zurückliegen.