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In Kooperation mit Tonspion scannen wir für euch jede Woche die spannendsten Mp3-Downloads. Alles für lau, alles ziemlich super.
Berlin (mma) - Die steilsten Gratistracks aus Pop, Rock, Hip Hop und Elektro. Diese Woche unter anderem mit Charlotte Gainsbourgs Beck-Kooperation.
Birdy Nam Nam - The Parachute Ending (Kap Bambino Remix) (aus "Manual for Successful Rioting", Columbia Berlin)
Birdy Nam Nam haben sich in den letzten Jahren durch konstantes Touren auch außerhalb Frankreichs einen Namen gemacht. In der Heimat steht das Quartett schon länger in der ersten Reihe und hat folgerichtig bereits ein Livealbum herausgebracht. Dass zwischen dem Releases ihres zweiten Albums in Frankreich und hierzulande fast ein Jahr liegt, ist trotzdem ungewöhnlich. Zumal elektronischer Sound aus Frankreich nach wie vor boomt.
Es liegt wahrscheinlich daran, dass Birdy Nam Nams Zugang zu Musik tiefer geht als die momentan beliebte Formel "Lass uns mal Electro mit der Attitüde von Rock kombinieren". Ihr "Trans Boulogne Express" ist eine tiefe Verbeugung vor Kraftwerk und Daft Punk. Afrika Bambaataas "Planet Rock" ist ebenso eine wichtige Referenz für Crazy B, Lil' Mike, Need und Pone wie Herbie Hancocks "Rockit" und die Turntable-Kunststücke der X-Ecutioners.
Mit Respekt behandeln Birdy Nam Nam das Ausgangsmaterial ihrer Songs, auch wenn es bis zur Unkenntlichkeit verändert und bearbeitet wird. Die tiefe Musikalität, die ihren offensichtlichsten Clubbanger "The Parachute Ending" antreibt, können selbst die Effektspezialisten von Justice und der brachiale Kap Bambino-Remix nicht übertünchen.
Tonspion-Tracks rotieren auch auf laut.fm/eins, der ersten Adresse für das beste von heute und das erste von morgen.
Charlotte Gainsbourg - IRM (aus "IRM", Warner Music)
Bei französischen Schauspielern scheint es wie selbstverständlich dazuzugehören, dass man auch im Chanson-Fach bestehen kann. Die hoch talentierte Charlotte Gainsbourg, Tochter des französischen Chansonniers Serge Gainsbourg und der englischen Schauspielerin Jane Birkin, die ihre Liebe durch Musik unsterblich machten ("Je T'aime"), geht jedoch über das Singen von Standards hinaus. Ihr letztes Album hatten ihr Air auf den Leib geschrieben.
Mit hauchzarter, gefühlvoller Stimme zeigt sie, dass Schauspieler durchaus auch mit Leib und Seele Sänger sein können und nicht nur Sänger-Darsteller, wie es häufig der Fall ist. Nun war sie mit Beck im Studio und das erste, überraschend experimentelle Ergebnis dieser Zusammenarbeit veröffentlicht sie auf ihrer Homepage als kostenlosen Download. Das Album "IRM" erscheint am 11. Dezember 2009.
Crookers - Put Your Hands On Me (Mohawke Remix) (aus "Tons Of Friends", Ministry Of Sound)
Crookers sind Andrea "DJ Bot" Fratangelo und Francesco "DJ Phra" Barbaglia aus Mailand. Seitdem sich die beiden 2003 zusammengetan haben, geht es für das Duo stetig aufwärts. Zuletzt räumten sie mit ihrem Remix für Kid Cudis "Day 'N' Nite" im UK und in den USA in den Top3 der Charts ab. Angefangen haben Crookers mit einer Maxi auf Man Recordings, dem Label des Berliner Baile Funk-Experten Daniel Haaksman. Inzwischen sind sie auf Norman "Fatboy Slim" Cooks Label "Southern Fried Records" gesignt, in Deutschland wird ihr Debütalbum auf Ministry Of Sound erscheinen.
"Tons Of Friends" hält, was der Name verspricht. Die Gästeliste umfasst Namen von Kelis bis Roisin Murphy, von Soulwax bis Major Lazer und von The Very Best bis Miike Snow. Der erste offizielle Vorgeschmack, ein Hudson Mohawke-Mix von "Put Your Hands On Me", lässt allerdings wenig Rückschlüsse auf die musikalische Qualität des Debütalbums zu - was das R&B-Wunderkind aus Glasgow momentan anfasst, wird eh zu Gold.
Syntaks - Twentytwohundred (aus "Ylajali", Ghostly International)
War da beim letzten Durchlauf nicht eine Stimme? Woher kommen auf einmal diese mächtigen, neben der Spur wabernden Gitarrenwände her? "Ylajali" ist ein Album voller Überraschungen, vieles wird hier angedeutet, bleibt aber offen im Raum stehen und macht Platz für eine neue Volte des Duos Jakob Skott und Anna Cecilia.
Was die beiden aus Kopenhagen an Fährten auslegen, will sich nicht zu einem kongruenten Bild verknüpfen lassen. Der Bezug im Titel zu einer Figur aus den Träumen des norwegischen Schriftstellers Knut Hamsun; ein Track, der den Titel eines Horrorfilms von Joe D'Amato zitiert, der im deutschen den wunderbaren Titel "Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf" trägt; das Spiel mit Zahlen und Farben, die doch alle völlig aus der Musik von Syntaks ausgewaschen sind.
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