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In Kooperation mit Tonspion scannen wir für euch jede Woche die spannendsten Mp3-Downloads. Alles für lau, alles ziemlich super.
Konstanz (mma) - Die steilsten Gratistracks aus Pop, Rock, Hip Hop und Elektro. Diese Woche unter anderem mit Lebenszeichen von Massive Attack.
Massive Attack - Pray For Rain (feat. Tunde Adebimpe) (aus der "Splitting The Atom" EP, Virgin)
Robert "3D" Del Naja und Grant "Daddy G" Marshall sind mittlerweile über zwei Dekaden dabei. Und sie sind nicht ganz unschuldig daran, dass Hip Hop, Dub, Soul, Minimal, Electronica, Soundtrack-Atmo, Sample-Kult und Post-Punk einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Ohne Massive Attack würde Trip Hop heute anders klingen. Aber wen interessiert das Geschwätz über stilprägende Musik von gestern, wenn es im Hier und Jetzt doch bereits weitergeht.
Mit "Splitting The Atom" melden sich Massive Attack zurück. Auf dieser EP sind vier Stücke zu hören, unter anderem auch der Song "Pray For Rain" mit einem Gastauftritt von TV-On-The-Radio-Frontmann Tunde Adebimpe am Gesangsmikro. Der Song wird im Unterschied zum Titeltrack dieser EP auf dem für Anfang 2010 angekündigten neuen Studioalbum erscheinen.
Tonspion-Tracks rotieren auch auf laut.fm/eins, der ersten Adresse für das beste von heute und das erste von morgen.
Digikid84 - BBoy Underground (aus der Compilation "Edges, A New French Electronic Generation")
So unterschiedlich die Beiträge von Donovan, Mondkopf, Discodeine, Digikid84, Anoraak und den anderen auch sind, eine sexy Funkyness verbindet sie ebenso wie ihre geographische Herkunft. Statt auf die rohe Gewalt des Breaks setzt die "New French Electronic Generation" auf die feine Klinge der Fläche. Mehr Disco, weniger knarzige Filter scheint momentan in Frankreich besser zu gehen als der Versuch, der tausendunderste Justice-Klon zu werden.
Themselves vs. Why? - Canada (Anticon)
Yoni Wolf, der schnauzbärtige Why?-Typ mit der unverkennbaren Stimme, hatte mit Doseone, dem bebrillten Themselves-Typen mit dem nicht weniger besonderen Timbre, unter dem Namen cLOUDDEAD bereits zusammengearbeit. Das ist im Anticon-Kosmos natürlich keine großartige Information, fummelt und schraubt da doch eh jeder mal mit jedem an irgendetwas rum.
Nun hatten beide in den letzten Wochen und Monaten genug mit ihren "Hauptbeschäftigungen" zu tun. Yoni war mit Why? auf Ochsentour und hat deren neues Studioalbum "Eskimo Snow" fertiggestellt, und auch Doseone meldet sich an der Seite von seinem Kollegen Jel mit einem neuen Themselves-Album zurück. "CrownsDown" heißt es und wird in Deutschland in diesem Jahr noch live zu erleben sein. Als Appetizer auf diese beiden mit Spannung erwarteten Longplayer gibt es nun einen feinen Gemeinschaftstrack, der ursprünglich mal für eine Compilation produziert wurde, die dann nie erschien.
Marybell Katastrophy - Whiteboard (aus "The More", Pony Rec)
Marybell Katastrophy sind ein Duo, dass sich live gerne um einige Musiker erweitert. Das ist zwangsläufiig nötig, ist ihr Sound doch ungemein komplex. Effekte in jeder Ecke, Überraschungen auf jeder Spur. Noise trifft Beats, bestens konterkariert durch Maries entzückend-entrückte Vocals.
In Dänemark längst kein Geheimtip mehr, erinnert die kunterbunte Versponnenheit ihres Debüts an Björk oder Mika - die Synapsen bis an die Grenzen enervierend, gleichzeitig aber eben auch die Sinne stimulierend. Selbst wenn man sich nicht unbedingt in der Welt von "The More" zurecht finden mag, ihren Soundtrack sollte man kennen. Ein bombastisches Klang-Szenario, das die Grenzen des Pop kokett überschreitet.
The Poem Is You - The Profile (aus "TPIY", KF Records)
Die ersten EPs der Band und ihr Debütalbum "The Promised Youth" standen noch unter starken Country-Einflüssen. Mittlerweile präsentieren sich The Poem Is You sphärischer, im Sinne von vielseitiger: Psychedelica trifft auf Folk, aber niemals so versponnen, als dass sie nicht jederzeit eine Melodie in den Fokus des Songs rücken.
Wichtig war Band und Produzent Christian Ramisch, dass dieses Album auch solches funktioniert - und eben nicht nur als Aneinanderkettung von Tracks. Das ist in jedem Fall gelungen, sogar ein bisschen mehr als das: Selbst einzeln für sich haben diese Songs eine Magie, die sie vom allgegenwärtigen Indie-Allerlei absetzen.
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