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In Kooperation mit Tonspion scannen wir euch jede Woche die spannendsten Mp3-Downloads. Alles für lau, alles ziemlich super.
Konstanz (mma) - Die steilsten Gratistracks aus Pop, Rock, Elektro, Hip Hop. Diese Woche unter anderem mit dem The Knife-Soloprojekt und Flat Eric in der Dancehall.
Fever Ray - If I Head A Heart (aus "Fever Ray", Cooperative Music)
"Silent Shout", das letzte Album von The Knife, hat ein ziemliches Erdbeben ausgelöst. In ihrer schwedischen Heimat sind Karin Dreijer-Andersson und ihr Partner Olof mit Preisen überschüttet worden und genießen mittlerweile Superstar-Status. Also sind The Knife auf Tauchstation gegangen und haben sich angeblich in die Arbeit an einer Oper über Charles Darwins Leben gestürzt. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Evolutionstheoretikers.
Wesentlich handfester sind da die Informationen zu Fever Ray, dem Soloprojekt von Karin Dreijer-Andersson. "If I Had a Heart" ist die erste Single des selbstbetitelten Albums, das digital bereits erschienen ist und im März auf CD erscheinen soll. Das bedrohliche Dunkel, dass The Knife ausstrahlen, setzt sich auch in der Musik von Fever Ray fort. Kein Lichtstreif am Horizont, stattdessen Düsternis, die abstößt und zugleich absolut anziehend ist.
Tonspion-Tracks rotieren auch auf laut.fm/eins, der ersten Adresse für das beste von heute und den Hype von morgen.
South Central - Higher State Of Consciousness (Josh Wink Cover) (aus "Owl Of Minerva", Hollywood Records)
"Higher State Of Consciousness" von Josh Wink ist ein knapp 13-jähriges Acidmonster, dem das britische Duo South Central tatsächlich noch mehr Wahnsinn eintrichtert. 2009 kann Josh Wink zurückschlagen, dann erscheint sein neues Album. Bis dahin gilt: Volle Deckung, es wird laut!
Mr. Oizo vs. Capleton - Flat Beat Tour (webexclusive)
Ab und zu tauchen Mash-Ups auf, die funktionieren. "Flat Beat" von Mr. Oizo wird durch Capletons atemlose Lyrics vom Werbejingle zum Dancehallbrecher. Sorgt für offene Münder in jedem Club, garantiert auch bei der Ed Banger-Jugend.
Zion-I - DJ DJ (aus "The Takeover", Gold Dust Media)
Mehr Electro, mehr Afrobeat, mehr Dub! "The Search & The Seizure", das vorab kostenlos veröffentlichtes Mixtape, war mehr als eine Andeutung, wohin sich Zion-I mit "The Takeover" entwickeln würden. So stellt sich die Frage, wer hier wen übernommen hat? "The Takeover" ist wie ein Schwamm, der all das in sich aufgesogen hat, was im letzten Jahr an den Grenzbereichen des HipHop operiert hat. Und dem in seiner Gangster-Ausprägung völlig fade gewordenen Genre neues Leben eingehaucht hat.
Was Santogold, Yo Majesty, CLP oder The Cool Kids begonnen haben, wird von Zion-I dankend übernommen und weitergedacht. "The Takeover" führt das Duo an die Grenzen der HipHop-Galaxie, ohne dabei an Integrität zu verlieren. Selbst wenn die beiden aus California mal wie ein Rip-Off klingen, kommt den beiden ihr Humor und ihre Cleverness zu Hilfe und rettet den beiden Kosmonauten ihren Arsch. Gut so!
Hot Chip - Transmission (Joy Division Cover) (aus "War Child Heroes", EMI)
Auch wenn das Original von Joy Division eine ziemlich rauhe, geradezu wütende Schlagseite hatte, ist es Hot Chip gelungen, das Biest zu zähmen. Mit ihrem typischen Touch in der Produktion haben sie dem Stück von Ian Curtis eine spacig-exotische Note verliehen. Erscheinen wird ihre Interpretation auf der traditionellen War Child Compilation, für die namhafte Künstler sich regelmäßig an diversen Cover-Versionen versuchen.
Neben Hot Chip sind auf dem Release - das offiziell am 20. Februar veröffentlicht wird - u.a. Lily Allen, Elbow, TV On The Radio, Beck und Peaches vertreten. Die Einnahmen kommen der gleichnamigen Hilforganisation zu Gute. Also in diesem Sinne: "Dance to the radio" und kauft das Album.
Ólafur Arnalds - 3055 (aus "Erased Tapes Collection I", Erased Tapes)
Ob nun als verspätetes Weihnachtsgeschenk oder sich selbst gemachte Geburtstagsaufmerksamkeit: der britische Indie haut zu seinem einjährigen Bestehen eine kostenlose Zusammenstellung von elf Songs seiner bei ihm beheimateten Acts heraus. Neben bekannten Schätzen aus der schwelgerischen Feder von Ólafur Arnalds und Kyte wird man auf dieser ersten Ausgabe der "Erased Tapes Collection" weitere großartige Songs und rappelnde Remixe von Ghostworker, Canon Blue, Aparatec, Rival Consoles, Codes In The Clouds und The British Expeditionary Force finden.
Der kleine, aber umso feinere Jahresrückblick dieses blutjungen Labels aus UK zeigt einmal mehr, dass Qualität sich hören lassen und zudem auch noch Bestand haben kann. Man gratuliere also zu einem formidablen ersten Labeljahr und freue sich auf die entsprechende Fortsetzung in 2009.
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