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In Kooperation mit Tonspion scannen wir für euch jede Woche die spannendsten Mp3-Downloads. Alles für lau, alles ziemlich super.
Konstanz (mma) - Die steilsten Gratistracks aus Pop, Rock, Hip Hop und Elektro. Diese Woche unter anderem mit geilen Covertracks vom Jubiläums-Label Warp.
Windmill - Big Boom (aus "Epcot Starfields", Grönland)
Ist das Debüt ein echter Knaller, hat es das Zweitwerk mächtig schwer. "Puddle City Racing Lights" ist ein vielschichtiges, opulentes Werk, das mit der Grenzenlosigkeit des Nerdtums spielte und als eine Art Homerecording-Oper imponierte. Als begeisterter Hörer dieses Albums sollte man die Erwartungen beim ersten Hören von "Epcot Starfields" fein beiseite legen. Denn das neue Werk aus der Feder von Matthew Thomas Dillon kommt etwas langsamer aus den Puschen.
"Epcot Starfields" fehlt der sofort umhauende Gongschlag des ersten Moments. Dafür kommt es aber dicke, wenn man sich diesem Longplayer in Gänze hingibt. Etwas minimalistischer und zurückgenommener spielt Dillon mit Piano und Streichern, arrangiert etwas Band oder Elektronik dazu und erschafft eine Atmosphäre mit maximaler Wirkung. Natürlich ist seine Art, ähnlich wie Clap Your Hands Say Yeah oder Why? zu intonieren, geblieben. Geblieben ist aber auch die Unerschöpflich- und Grenzenlosigkeit der Windmill'schen Ideenwelt, die sich sukzessive entfaltet. Ein Album wie ein Vergnügungspark.
Tonspion-Tracks rotieren auch auf laut.fm/eins, der ersten Adresse für das beste von heute und das erste von morgen.
Pivot - Colorado (Grizzly Bear Cover) / Bibio - Kaini Industries (Boards Of Canada) (aus der Compilation "Warp 20: Recreated", Warp)
Seit zwanzig Jahren reklamiert Warp für sich den Anspruch, musikalisch da zu sein, wo vorne ist. Dazu gehört beim ehemals in Sheffield, jetzt in London angesiedelten Label stets auch die entsprechende Verpackung.
In den letzten Jahren hat Warp Records eine Neuausrichtung eingeleitet. Weg vom Techno-Glitch der frühen Jahre, für den bis heute Acts wie Autechre, LFO oder Aphex Twin zuständig sind, hin zu Ausflügen in Indie-Pop (Maximo Park, Grizzly Bear, Gravenhurst), Hip Hop (Prefuse 73, Flying Lotus), Instrumentalrock (Battles, Pivot) oder Folk (Savath & Savalas).
In dieser neugewonnenen Vielschichtigkeit hat wahrscheinlich auch die Idee zu "Warp Recreated" ihren Anfang genommen - Warp-Künstler covern ihre Warp-Lieblingskünstler. Maximo Park knöpfen sich Vincent Gallo (Ja, auch der hat auf Warp ein denkwürdiges Album veröffentlicht) vor, Tim Exile covert Jamie Lidell und Leila und die Born Ruffians versuchen sich an Aphex Twin. Teilweise sind die Ergebnisse überraschend gut, teilweise werden sie keine großen Spuren über das Jubiläum von Warp hinaus hinterlassen - was zählt, ist die Idee.
Del Tha Funkee Homosapien & Tame One - Special (aus "Parallel Uni-Verses", Gold Dust Media)
Der alte Antagonismus Eastcoast versus Westcoast und seine brutalen Auswüchse gehören der Vergangenheit an. In Sachen Chartplatzierungen hat der Süden der USA eh aufgeholt. Wie ähnlich East und West ticken, zeigen Del Tha Funkee Homosapien und Tame One auf "Parallel Universes", indem sie in "We Take Over" noch einmal auf die Helden jener Zeit verweisen, als es noch keine Trennung zwischen East und West gab.
Die beiden alten Haudegen ergänzen sich dabei erstklassig, spielen sich gegenseitig die Punchlines zu und scheinen sich verdammt wohl in ihrer Haut zu fühlen. Obwohl die von Parallel Thought produzierten Tracks auf der Höhe der Zeit bouncen, lebt "Parallel Uni-Verses" von der Geschichte der beiden MCs. Und führt so unweigerlich auf oldschooliges Terrain, was definitiv nicht das Schlechteste ist. Im Gegenteil, die beiden alten Säcke Del Tha Funkee Homosapien & Tame One haben nach wie vor die Nase weit vorn.
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