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In Kooperation mit Tonspion scannen wir für euch jede Woche die spannendsten Mp3-Downloads. Alles für lau, alles ziemlich super.
Konstanz (mma) - Basement Jaxx - Scars (feat. Kelis, Meleka & Chipmunk) (aus "Scars", XL)
"Scars" ist das erste transatlantische Album der Basement Jaxx. Mit Yo Majesty, Santigold, Kelis, Sam Sparro und Yoko Ono haben sie in den USA prominente Gastsänger gefunden. Ein Hauch von Brooklyn wabert durch das Album, trotzdem tauschen die Basement Jaxx Sequenzer und Synthesizer nicht gegen Gitarren und Räucherstäbchen ein.
"Scars" bietet uplifting Clubmusic mit viel britischem Warehouse-Ravepathos und genauso viel Mut zum Experiment. Yoko Ono bringt auf "Day Of The Sunflower" sicher einen ihrer denkwürdigsten musikalischen Beiträge zur Popgeschichte zu Wege. Mit Kelis, Santigold und Yo Majesty sorgen die Frauen gemeinsam mit dem britischen Nachwuchs für die experimentellen Höhepunkte, während Sam Sparro eine echte Single liefert.
Trotz persönlicher Probleme (Trennung, Krankheit) während der Produktionsphase ist den Basement Jaxx mit "Scars" ein Album gelungen, dass durchaus das Zeug zum weltweiten Konsens hat. Das ist Felix Burton und Simon Ratcliffe schließlich schon einmal gelungen.
Tonspion-Tracks rotieren auch auf laut.fm/eins, der ersten Adresse für das beste von heute und das erste von morgen.
Alberta Cross - Leave Us And Forgive Us (aus "Broken Side Of Time", PIAS)
Alles kreist hier um Gitarrist und Sänger Petter Ericson Stakee. Ein Schwede, der früh in London musikalisch sozialisiert wurde und den es schließlich gemeinsam mit dem in England kennengelernten Kollegen Terry Wolfers nach Brooklyn verschlug. Mit einer selbstgeschusterten Akustikfolk-EP im Rücken wollte das Duo dann aber mehr - und fand drei weitere Mitstreiter und einen härteren, verstärkten Sound.
Und dieser ist außerordentlich hörenswert: Singer/Songwritertum trifft auf unaufdringliche Rockmomente, die sich dem Psychedelischen wie dem Folkigem zu keiner Zeit verschließen. Eine Band mit Herzblut, die an The Shins, Kings Of Leon, Band Of Horses, Neil Young und in einigen Momenten auch an Oasis oder The Verve erinnert.
Shafiq - Nirvana (aus "En' A Free Ka", Rapster Records)
Aus Afrobeat, Future Soul, Neo Funk und Raps imaginiert sich Shafiq Husayn sein eigenes "A Free Ka". Shafiq, Mitglied des Sa-Ra Production Creative, die unter anderem für Erykah Badu schreiben und produzieren, stürzt sich köpfüber ins Thema "Alienation". Aus den Versatzstücken afro-amerikanischer Popmusik mixt er sich den Treibstoff für eine Rakete nach Hause - wo immer das auch liegen mag, irgendwo weit draußen jedenfalls.
"En' A Free Ka" enthält 17 nicht irdische Tracks, die ebenso tief in der afrikanischen und insbesondere ägyptischen Mythologie verankert sind wie im fett schmatzenden Groove. Um Shafiq Husayn und beispielsweise Kanye West - auf dessen Label GOOD Music Shafiq und seine Kollegen von Sa-Ra mal gesigned waren - musikalisch unter einen Hut zu bringen, müsste man West gleich mehrere Jahrhunderte in die Zukunft und die Vergangenheit schicken. Und der Mann mit dem Riesenego hätte immer noch nichts kapiert. Meisterwerk.
Los Campesinos! - The Sea Is A Good Place To Think Of The Future (web exclusive, Wichita)
Nach ihrem Debüt "Hold On Now, Youngster ..." folgten unzählige Konzerte und auch gleich das zweite Album "We Are Beautiful, We Are Doomed" - das siebenköpfige Kollektiv aus Cardiff war stets einen Schritt weiter. So auch im dritten Jahr ihres Bestehens: Zwischen Liveterminen haben sie in diesem Sommer ihr drittes Studioalbum fertiggestellt und geben gleich einen ersten Höreindruck in Form des philosophisch betitelten Tracks "The Sea Is A Good Place To Think Of The Future" nach draußen.
Wie das neue Werk heißen wird, verrät die Band bisher noch nicht. Auch ist unklar, ob der neue Song, den die Band in ihrem Blog zum kostenlosen Download zur Verfügung stellt, auf dem kommenden Werk vertreten sein wird. Wäre schade wenn nicht. Denn das, was der Titel verspricht, halten auch die Musik und Atmosphäre: Tiefgründig wie der Ozean, weitläufig wie der Strand und dynamisch wie die Gezeiten.
Wallis Bird - Lalaland (aus "New Boots", Columbia Berlin)
Böse Zungen sprechen von einer Melange aus den 4 Non Blondes und Skunk Anansie, die eine leichte Anmutung von Alanis Morrisette auf einem Hippietrip hinterlässt. Wallis ist keine Alleinunterhalterin, die mit Musikschulakkorden ihre hauchdünne Stimme begleitet. Nein, Wallis Bird ist ein irisches Energiebündel, das den Pop lautstark und stimmgewaltig zelebriert.
Und damit hat sie im Vereinigten Königreich bereits viele Anhänger gefunden und alle Festivals gespielt, die dort Rang und Namen haben. Schenkt man Wallis Bird und ihrer Band einmal Gehör, wird man vieles entdecken: Vielschichtige und bunte Songs, die kurzweilig und knackig auf den Punkt kommen, der letztlich doch eher zwischen den großen Momenten einer Fiona Apple oder Janis Joplin liegt.
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