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Was kommt dabei raus, wenn sich Indie-Knödel an Hip Hop-Tracks versuchen? Hier sind sie, die 'besten' Weißbrot-Cover von Rap-Klassikern.
Konstanz (laut) - Sich an anderer Leute Liedgut zu vergreifen, kommt noch nicht zwingend einer Glanzleistung gleich. Viele Coverversionen sind fürn Arsch wie Klopapier, insbesondere dann, wenn dem covernden Interpreten nichts Schlaueres einfällt, als die Vorlage nachzuspielen. Laaangweilig!
Interessant wird es hingegen, wenn sich jemand traut, genreübergreifend in andere Schubladen zu greifen. Im Hip Hop-Kontext besitzt das beste Tradition, hier bedient man sich von jeher da, wo einem gerade brauchbare Brocken unterkommen.
Inzwischen allerdings grabschen die Indie-Hupen, Punks, Garagenrocker, Folk-Fritzen und Country-Cowboys zurück, krallen sich Rap-Klassiker und drehen sie durch den Gitarrenwolf. Dürfen die das? Sie fragen uns einfach nicht!
Immerhin bescheren sie uns damit den einen oder anderen spannenden, amüsanten oder verstörenden Moment, und hin und wieder ein fassungsloses DAFUQ?!-Gesicht. Wir haben sie für euch gesammelt, die ... ähem ... besten ...
Wenn dieser Track nicht den Groove gepachtet hat ... Zwar waren Blackstreet davor und danach nie besser, aber sie hatten eben diesen Überhit. Geil.
Den Groove kriegen auch die Klaxons nicht kaputt. "Wir wollen, dass die Leute vor Glück weinen", so das erklärte Motto der Briten. Damit auch die Kopfnicker etwas zum Heulen bekommen, greift man auch einmal in die eigentlich genrefremde Schublade. Recht so.
Der Titel, unter dem dieser Track vom Album "Curtis" erstmals unkontrolliert ins Netz entfleuchte, brachte noch unmissverständlicher auf den Punkt, worum es 50 Cent, Justin Timberlake und Timbaland ging: "Ayo Pornography" hieß die Nummer damals.
Man kann Milow eigentlich gar nicht genug danken. Mit seiner fluffigen Coverversion zur Gitarre brachte der glatzköpfige Belgier dreckige Porno-Rap-Lyrics in die saubere Welt biederer Frisörinnen und Büroangestellten. Ayo, das ist doch schön!
Klassiker-Alarm! Dr. Dres "The Chronic" wäre eigentlich auch längst ein Kandidat für die Meilenstein-Kategorie. Zusammen mit Daz Dillinger, Kurupt und dem unvergleichlichen Snoop Dogg sinniert Dre seinem N.W.A.-Kumpel Eazy E hinterher und konstatiert: "Bitches Ain't Shit". Darf man bei dieser Nummer überhaupt Hand anlegen?
Warum nicht, findet Ben Folds - und zitiert im Video gleich noch einen ganz anderen Klassiker. Heulsusen brauchen eben auch ihre Dosis Street Knowledge.
1995 kam Tupac Shakur aus dem Gefängnis frei und veröffentlichte zusammen mit Dr. Dre als Comeback-Track diesen G-Funk-Evergreen.
Unzählige Male drehten Kollegen die Nummer seitdem duch den Wolf, unter anderem existiert eine Dubstep-Version. Die schrägste und zugleich zauberhafteste Fassung allerdings werfen Dana & Lauren in den Heuschober. Sieh an: Country-fornia knows how to party!
"Steige aus dem Bett, dreh den Swag auf, schaue kurz in den Spiegel, sag': What Up!" Nee, über das Phänomen MoneyBoy muss man wirklich keine Worte mehr verlieren.
Offenbar hat der Österreicher nicht nur Kopfnickern gezeigt, wo sich der Swag-Regler befindet: Untertagen drehen daran, auch in der Indie-Rock-Garage. Ist denen doch wurscht!
"Jeder Englisch sprechende Mensch kann wenigstens ein paar Zeilen daraus rappen", schreibt Rob Sheffield in seinem überaus amüsanten Buch "Mit Mädchen über Duran Duran reden" über Sir Mix-A-Lots grandiose Hymne an das ausladende Gesäß.
Man kanns aber auch singen. Wenn Jonathan Coulton das tut, klingt "Baby Got Back" zwar ein bisschen wie Peter, Paul & Mary, wenn sie John Denvers "Leaving On A Jet Plane" interpretieren. Trotzdem: "I like big butts and I cannot lie ..."
"Straight Outta Compton" katapultierten N.W.A. dereinst die Westcoast auf den Plan. Der Straßenkreuzer G-Funk rollt, unaufhaltsam ...
... und er rollt auch fernab seiner angestammten Hood: "You're about to witness the strength of street knowledge" - und einen der zweifellos skurrilsten WTF-Momente der Musikgeschichte, wenn Nina Gordon von Veruca Salt losflötet: "Straight outta Compton, a crazy motherfucker named Ice Cube from a gang called Niggaz With Attitude ..."
"Tausendmal duuuuuuuu", meint man, die Münchener Freiheit im Hintergrund jaulen zu hören. Dabei ist es nur André 3000, der durchs Video turnt - und das auch nur achtmal. Die erste Single aus "Speakerboxxx/The Love Below" bescherte Outkast einen Riesenhit und dröhnte mehr als einen Sommer lang aus jedem zweiten Autofenster. Wissen die jungen Leute heute überhaupt noch, wovon der Mann da redet? Egal, "shake it like a Polaroid picture."
Tja, "nothing is forever". Deswegen darf Obadiah Parker auch ungestraft eine Lagerfeuer-taugliche, Akustikgitarren-dominierte Heulsusenversion aus dieser Granatennummer machen. Savas hatte recht! "Lieber toter Rapper als lebender Singer/Songwriter!"
Wenn Leckerchen Usher zu einem Neptunes-Beat tanzt, schwitzt sich Nelly fast das Pflaster von der Backe. Ganz schön heiß hier drin, nicht wahr? Also: Runter mit den Klamotten, ruiniert die Textilindustrie!
In Jenny Owen Youngs Iglu grooven unterdessen die Polarbewohner. Dem kühlen Ambiente zum Trotz bringen Bären an der Bar, kopfnickende Elchtrophäen und ein breakender Pinguin auch das eisigste Herz zum Schmelzen. Cool!
"Look, if you had one shot, one opportunity to seize everything you ever wanted, one moment ... would you capture or just let it slip?" Eminem alias Jimmy (nicht etwa Roger!) Rabbit beantwortete diese Frage in "8 Mile" für sich.
Taylor Swift muss es gesehen haben - und ihr johlendes Publikum auch. "Do not miss your chance to blow", Mädchen!
Manchmal verselbständigen sich Songs. Die Beastie Boys lieferten 1986 mit "Fight For Your Right" den Soundtrack zu exzessiver Feierei, die enthaltene Ironie indes kam unter die Räder. Mike D nahms sportlich und amüsiert sich: "Horden von Typen grölen 'Fight For Your Right' mit und raffen gar nicht, dass er genau ihre Sorte auf die Schippe nimmt."
Coldplay dagegen nehmen niemanden auf die Schippe, sie zollen Tribut. Sie spielten ihre Akustik-Piano-Version 2009 beim All Points West-Festival. Die Beastie Boys hatten ihren Auftritt dort abgesagt, nachdem bei Adam Yauch Krebs diagnostiziert wurde. In der Hollywood Bowl spielten Coldplay die Nummer wieder, am 4. Mai 2012, dem Tag, an dem MCA den Kampf gegen seine Krankheit verloren hatte.
"Harder, better, faster, stronger" setzte sich Kanye West mit diesem verdammten Hit in Szene. "Now that that don't kill me can only make me stronger." Da dürfte es ihn kaum erschüttern, wenn sich Jared Leto an seinem Material vergeht ...
"Meine Vergangenheit ist deine Gegenwart", ließ der sympathisch bescheidene 30 Seconds To Mars-Frontmann unsere Kollegin Anne Nussbaum einst wissen. Sein "Stronger" allerdings: bestenfalls Kanyes Vorgestern.
Zwanzig Jahre lang ließen Run DMC mit diesem Track die rockende Hölle losbrechen. Dann fiel den Kollegen von The Knack der unautorisierte Gebrauch ihrer Nummer "My Sharona" auch schon auf - und sie zogen vor Gericht. Ach, Sampling ... "it's tricky"!
Äh. Ja. Einmal so cool sein wie Run DMC, davon träumen Jungs offenbar noch Jahrzehnte später, übersehen dabei allerdings den Umstand, dass nix uncooler ist als Coolseinwollen. Mit einem bekloppten Namen wie Itchy Poopzkid hilft auch die oldschooligste Adidas-Kluft nichts mehr.
Reizendes Szenario, das Eminem hier entwirft: Zusammen mit dem sicher kaum traumatisierten Töchterchen unterwegs, um den Leichnam der hingemetzelten Frau Mama zu entsorgen. Sie war aber auch selbst schuld: "Mama was real real bad / She was bein mean to dad and made him real real mad." Die Schlampe!
Doch jede Geschichte hat, wie jede Pladde, zwei Seiten wie die Wurst Enden: Auf ihrem Konzeptalbum "Strange Little Girls" nimmt sich Tori Amos Slim Shadys Nummer dergestalt zur Brust, dass man meint, das Gespenst der Mutter flüstere aus dem Kofferraum. Gruselig!
"We can pop bottles all night" - und alles andere auch. Was immer du willst, Mädchen, T.I. besorgts dir.
Ob er das allerdings auch noch hinbekommt, wenn Anya Marina zurück-schmachtet? Das wäre wirklich eine beachtliche Leistung ...
Großartiger Track, dem Spike Jonze ein noch großartigeres Video verpasste. Nominiert in den Kategorien Video des Jahres, bestes Video einer Gruppe, Breakthrough-Video, beste Regie in einem Video und Viewer's Choice gewannen die Beastie Boys 1994 keinen einzigen schäbigen MTV Video Music Award damit. Ein einziger Skandal.
Wer an das Original-Video herankommen will, braucht die Beastie Boys, das kapiert man sogar in kanadischen Hardcore-Punk-Zirkeln. Die Cancer Bats machen sich mal eben auf die Suche.
Schon in ältesten Oldschool-Tagen existierte Rap mit einer Botschaft. Grandmaster Melle Mel warnte in "White Lines" bereits 1983 vor den Gefahren derselben, deswegen: "Don't do it!"
Bei diesem unsäglichen Cover von Duran Duran aus dem Jahre 1995 darf man sich getrost fragen, welchen Teil von "Don't do it" sie nicht verstanden haben. Wahrscheinlich das Don't. In jeglicher Hinsicht. Schnüff.
Spätestens Public Enemy verliehen Rap endgültig eine politische Dimension. Nach dem nicht minder kompromisslosen "Fight The Power" markierte "911 Is A Joke" ihren zweiten Nummer-eins-Hit in den Rap-Charts. Ein Witz allerdings auch, was andere mit dieser Nummer angestellt haben ...
... Noch einmal Duran Duran, nämlich! So schlecht, sie mussten einfach zweimal dabei sein. Wer nach dieser Version von "911 Is A Joke" noch fragt, warum ihr Cover-Album "Thank You" zu einer der schlechtesten Platten auf diesem Erdenball zählt, wird mit einer Portion "Perfect Day" (Lou Reed), "Crystal Ship" (The Doors) oder "I Wanna Take You Higher" (Sly & The Family Stone) aus selbiger bestraft.
"So addictive", was Timbaland Missy Elliott für einen Punjab-Killer-Beat auf den Prachtleib zimmert. Einmal im Ohr, die verdammten sechs Noten verfolgen einen über Tage hinweg.
KT Tunstall genügt dafür eine Gitarre. Glaubt sie. Na, wenn sie meint ...
"Everyday I'm hustlin'." Scheiß drauf, dass es der falsche Rick Ross ist, der hier von den Geschäftemachereien des echten Rick Ross erzählt.
Richtig absurd wirds, wenn der falsche falsche Rick Ross in Gestalt von Blondchen Lykke Li von den Geschäftemachereien des echten Rick Ross erzählt. Does anybody still love hip hop in here? Hoffentlich. Hip Hop kann nix dafür.
Ach, Snoop Dogg ... beneidenswert. Er kann einfach alles tragen - und jede Frisur, so lange ihn Homie Dr. Dre den passenden G-Funk-Sound drunterlegt.
G-was? The Gourds, unüberhörbar aus Texas, setzen auf ... ähem ... handgestricktere Klänge. Hat aber auch was, findet die Zielgruppe und beförderte diese Coverversion via Napster ins Rampenlicht.
Zurück nach Compton. Nigger with Attitude Eazy E gab mit "Boys-N-The-Hood" sein Solo-Debüt.
Wie es klingt, wenn Boys von außerhalb der Hood das gleiche versuchen, zeigen Dynamite Hack.
"Boys N The Hood" ging eigentlich auf Ice Cubes Konto - genau wie diese Nummer, in der er seiner zahlreichen "Dead Homies" gedenkt - zu denen längst auch Eazy E zählt. "I remember we painted our names on the walls for fun. Now it's 'Rest In Peace' after every one." Seufz.
Dürfen die das? Dürfen Garagen-Country-Punk-Whatever-Rocker über die Hood reden? The Supersuckers machen es einfach, und siehe: Ihre Version von "Dead Homies" versprüht sogar gewissen Spearhead-Charme.
Den Service hätten sie bei Framing Hanley auch gerne. Sie haben aber einfach die Haare nicht so schön wie uns' Weezy, und, mit Verlaub: Gitarren sind auch ein eher untauglicher Ersatz für Eier.
'Ne Rap-Liste ohne Biggie? Soweit kommts noch! Schlimm genug, dass er die Radieschen bereits von unten betrachtete, als "Hypnotize" verdient an der Spitze der Hitparaden stand.
Andererseits vielleicht auch ganz gut. Ob ihm gefallen hätte, was Dan Black damit angestellt hat - wir werden es nie erfahren.
Die Itchy-Version von "It's Tricky" rockt ziemlich. Und dass sie das mit der "Coolness" nicht so ganz ernst meinen, sollte man bei dem Video eigentlich sehen. 
Und bei "Get ur freak on" fehlt ja wohl die Version von Eels ...
Haha, witzige Liste! 
Paar coole Cover dabei, wobei ich mir das Straight outta Compton-Gesäusel am liebsten mit nem Löffel aus dem Hirn schaben möchte.
Framing Hanley sehen auch aus wie die absoluten Hipster-Prototypen...
Wer vllt noch erwähnenswert wäre, ist Richard Cheese...der covert querbeet im Jazz/Swing/Sinatra-Style (Gin Juice, Like a G6 etc.), superwitzig! 
http://www.youtube.com/watch?v=V_2gGt39TdM
http://www.youtube.com/watch?v=rivNIOfjrbo
nicht zu vergessen die version von soad von wu-tangs "shame on a nigga" (http://www.youtube.com/watch?v=Wf3jzDb4H7o):
http://www.dailymotion.com/video/x21vt1_wu-tang-clan-system-of-a-down-shame_music
nicht zu vergessen die version von SOAD von wu-tangs "shame on a nigga" (http://www.youtube.com/watch?v=Wf3jzDb4H7o):
http://www.dailymotion.com/video/x21vt1_wu-tang-clan-system-of-a-down-shame_music
Ich vermiss da irgendwie auch n paar Sachen... mal wieder
.
z.B. Ice Cube´s Wicked von Korn feat Chino von den Deftones. Und bei Run DMCs It´s Tricky rockt die version von Folder feat Stuck Mojo deutlich heftiger: http://www.youtube.com/watch?v=Ml-c-J0Zwps.
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