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"Timbo and friends in the house tonight", verspricht DJ Felli Fell im Intro. So weit, so gut: Die Gästeliste knausert zumindest nicht mit bekannten Namen. Des Hype-Mans anschließende Aufforderung "Gimme some that I like!" bleibt jedoch ein frommer Wunsch.
Oh, Timbaland - was machst Du da bloß? "Shock Value II" liefert eine erschreckende Demonstration dessen, was dabei heraus kommt, wenn einem eigentlich mit Gespür für Rhythmen, Melodien und Details überreich gesegneten Produzenten die Ideen ausgehen. Uninspirierter klangen Timbaland-Beats selten, überholt tönt es zum ersten Mal. Den einzigen Eindruck, den immer neue Zusammenstellungen von Retortenclaps, Synthiegedudel und im Hintergrund-Chor "Hey! Hey!" skandierenden Homeboys hinterlassen: der des tausendfach Gehörten.
Nach der Hälfte der Spielzeit beschleicht mich der Eindruck, in einer Dauerschleife mit einem einzigen Song gefangen zu sein. Der Umstand, dass Gäste wie Nickelbacks Chad Kroeger ("Tomorrow In A Bottle") oder Teenie-Sternchen Miley Cyrus ("We Belong To The Music") aus durchaus unterschiedlichen musikalischen Ecken gekrochen kamen, ändert daran wenig.
Die Vocals setzen dem Ärgernis die Krone auf: So gut wie keinen Gesangspart lässt Timbaland ungeschoren. Überall muss er einen unsäglich ausgelutschten, anstrengenden, überflüssigen Stimmverzerrer-Effekt darüber legen. Es ist ein Graus.
Das Aufgebot der Gastkünstler verkommt so vollends zum Namedropping. Glücklicherweise hält sich der Verlust bei gesanglich ohnehin überschätzten Kollegen wie Katy Perry in Grenzen. Miley Cyrus könnte vielleicht mal jemand stecken, dass sich ein Mangel an Eigenständigkeit selten mit greller Überspanntheit wettmachen lässt. Bis zur Erkenntnis bitte zurück nach Disneyland.
Bewährte Mitstreiter wie Justin Timberlake ("Carry Out") oder Nelly Furtado ("Morning After Dark") setzen keinerlei frische Akzente. Besonders der seelenlose Auftritt letztgenannter verkommt zum faden Wieder-Aufguss von "Give It To Me" aus der ersten "Shock Value"-Runde.
Einzelne Perlen, wie sie damals noch aufgefahren wurden, sucht man auf "Shock Value II" ebenso vergebens wie einen roten Faden. Klingt bis zur Mitte noch alles ermüdend ähnlich, bricht das Konzept - sollte es überhaupt eins gegeben haben - anschließend komplett auseinander.
Die willkommene Abwechslung, die die Akustikgitarre zu Beginn von "If We Ever Meet Again" mitbringt, bewährt sich nicht: Der anfangs angerissene Singer/Songwriter-Touch verliert sich in einer stampfenden Produktion, der das Abrutschen in billigste Eurodance-Schlumpftechno-Beats den Gnadenschuss verpasst.
"Can You Feel It" hört sich an, als habe man die allgegenwärtigen Claps zusammen mit einer Melodie aus einem Italowestern in mehrere Lagen Frischhaltefolie gewickelt. Die pianolastige Kollaboration mit The Fray - überflüssig extra zu betonen, dass auch hier ein nutzloser Effekt den Gesang verhunzt - endet in profaner Sülze.
Wundervoll klickert und klackert "Long Way Down", ehe eine E-Gitarre die Stimmung zerfetzt und das erstklassige Rhythmusgerüst einer schnöden Rock-Nummer zum Fraß vorgeworfen wird. Daughtry und Band leisten Beihilfe zum Beat-Mord.
"The One I Love" mit Keri Hilson bedient sich ungeniert - ältere Semester werden sich erinnern - bei "Popcorn". Das Sample aus "Maniac" ruft unschöne Gedanken auf den Plan: zum einen an Nelly Furtados zufälligerweise ebenfalls von Timbaland gestricktes "Maneater", zum anderen an einen panisch hampelnden Alexander Klaws.
Für letzteres kann Mr. Mosley ausnahmsweise nichts. Er muss sich jedoch den vergeblichen Versuch ankreiden lassen, den "Apologize"-Erfolg mit One Republic wiederbeleben zu wollen. Mit "Marching On" ging dieses Vorhaben gründlich in die Hosen. Reißt schon der Ansatz nicht vom Stuhl, raubt der Chorus der Nummer vollends jeden Charme.
Auf der Haben-Seite bleiben "Shock Value II" der dunkle Rap-Part in "Meet In The Middle", die unerbittliche Grundstimmung von "Tomorrow In The Bottle" sowie die abschließende "Symphony" mit Attitude, Bran' Nu und D.O.E.: viel zu wenig für einen Produzenten vom Schlage eines Timbaland. "Put your lighters up"? Nö. Dafür nicht.
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hätte man was anderes erwartet nach dieser UNGLAUBLICH nervigen vorab singel mit nelly furtado...
Die Single gefällt mir, aber das Album scheint im Vergleich zum Vorgänger wirklich stark zu floppen.
Hoffentlich hat sich dieser Hype endlich mal totgeritten. Ich meine der Kerl ist auf seinem Gebiet sicher gut, aber diese entsnervigen Autotune/Clap Geschichten gehen einfach auf die Nüsse. Wo ist der ehrliche, seichte Radiopop geblieben? 
Jetzt wo ich mir mal die Review durchgelesen habe (ja, ich kann lesen
), wurden mir wieder ein paar grundlegende Dinge bewusst.
Zum einen: Warum sollte Katy Perry gesanglich überschatzt sein? Zum anderen: Es weiß doch wirklich keine Sau mehr, wie der Original-Interpret von "Maniac" heißt, seit dieser "Superstar" es zunichte gemacht hat. Und letzteres: Die Reviews von Dani sind klasse.
Zur Platte selbst: Das ist glaub' ich so ein unglücklicher Versuch, spektakulär zu klingen. Es ist wirklich sehr kopiert, nicht nur vom Sound her. Furtado, Timberlake und Tedder. Was für ein Zufall, dass die wieder mit dabei sind.
Was ich bei der Single nicht verstehe, ist warum Timbaland seine Stimme so verzerrt. Ich finde, der Mann hat 'ne ungewöhnliche und interessante Singstimme.
Aber was ich gut finde ist, dass Timbo auch ein paar Künstler fördert. SoShy ist ähnlich wie damals Keri Hilson in erster Linie Songschreiberin und hat u. a. "Strike The Match" von Monrose (zusammen mit Ryan Tedder) geschrieben. So schließt sich der Kreis.
Bei Timbo kann Ich auf Albumlänge einfach nur noch kotzen... alle 5 Jahre erfindet er sich selbst neu, wird 2 Jahre zu Tode gefeiert und verschwindet dann wieder für 3 Jahre.
Ich hoffe letzteres is endlich mal wieder der Fall!
Ich will mehr Output von den Neptunes und endlich Detox :P
Alter Verwalter, ich habe die meisten Tracks mal in Youtube angespielt - echt zum Würgen. Autotune bis zum Abwinken, und Gott sei Dank kein Lied dabei, bei dem Gefahr läuft, dass es einem als "Hit" im Radio bis zum Abwinken um die Ohren gehauen wird.
es ist nahezu blaphemie, den songtitel "the one i love" zu missbrauchen und dann noch für so einen belanglosen pseudo-rnb-electrogeklicker-kack
timbaland, dafür werd ich dich ewig verfluchen
... denn es gibt nur einen würdigen song für diesen namen, und das ist dieser:
http://www.youtube.com/watch?v=mNBKM5so8tQ

Wenn ich nicht ohnehin schon den Großteil der aktuelleren Timbaland-Produktionen fürchterlich fände, würde mich alleine die Auflistung der Gastsänger davon abhalten, mich weiter mit diesem Album zu beschäftigen. Ausgelutschter, technisch übersteuerter Einheitsbrei ist das.
P.S.: Bin ich die einzige, die sich fragt, welche Drogen Timbaland beim Dreh des Videos zur Single konsumiert hat?
timbaland ist in meinen augen ein negativbeispiel dafür, was zu viel erfolg und geld aus einem machen kann... seine ersten alben zählen heute noch mit zu meinen lieblingsalben, aber wenn ich mir von seinem aktuellen werk nur die features anschaue a la miley cyrus & co... kann ich mir nur an den kopf fassen..
der vorgänger hatte den ein oder anderen richtig guten song zu vermelden. da jedoch aktuell, bei den so genannten großen, wackness in mode ist erwarte ich nicht so viel hier. werd mal drüberhören, aber miley c und so gequake ist nicht wirklich meine welt
Ich muss sagen, von Shock Value II war ich auch nicht unbedingt positiv überrascht.
Aber 1/5 find ich schon ein bisschen hart.
Es ist vergleichsweise sicherlich lasch, aber man kann es sich noch anhören, finde ich. Wenn ich so bedenke, welche anderen Platten da auch 1/5 bekommen haben, die meine Ohren malträtiert und strapaziert haben, finde ich die Bewertung hier einfach nicht zu 100% gerechtfertigt.
Vielleicht hätte sich der Schreiber nicht so sehr von seiner Enttäuschung beeinflussen lassen sollen, aber hier auf laut.de lernt man immer wieder, dass Objektivität in Reviews schwer zu finden ist.
Auch wenn 1/5 ganz schön hart ist, spricht mir die Review aus der Seele.
Die erste LP war meiner Meinung schon nach überschätzt. Der Kerl kann meiner Meinung nach nur denselben Scheiss immer wieder neu verzapfen.
Gibt es bessere die nicht so bekannt sind. Vielleicht ist das in Bezug auf das erste Album auch nur meine Meinung....


ja, das mit dem cher effekt ist sone sache, ich find ihn an der richtigen stelle dezent eingesetzt oder als wohlüberlegtes stilmittel immer noch sehr cool, allerdings ist es schade wie timbaland & friends ihn in den dreck ziehen… (oder t-pain, bei dem könnt ich mir nen album auch nicht ganz geben…)

wird sich aber leider trotzdem gut verkaufen. gibt zu viele die gerne 2 mal für denselben scheiß bezahlen ;-)
katy perry is überhaupt nicht zu identifizieren.
chris brown höre ich in "the one i love" auch nicht.
im justin timberlake feature is der refrain das einzige, was nen bissel einprägsam und eingängig is.
"undertow" mit the fray mag zwar klischeehaft daherkommen, is aber im vocoder billig beat dschungel der einzige halbwegs authentisch anmutende lichtblick.
generell is alles so techno mäßig schranzig.
alles nich so meins.
mh nach dem 1. durchhören gibt es ganz tolle und wiederum sehr mittelmäßige momente, tendiere zu 3/5.
Ganz klar klingt das 1. Shock Value deutlich frischer, eben so als ob er seit 9 Jahren kein Soloalbum mehr gemacht hat (hier war die Pause gerade mal 2 Jahre groß)
Auch die ein oder andere Magoo-Platte kann locker mit dem 2. Shock Value mithalten.
Dennoch kann man das Album nicht einfach so abschreiben, dafür klingt das meiste dann doch zu gut.
Später mehr...

Das Review trifft es genau: es ist ein langweiliges Album, ohne Hohepunkte und im Vergleich zu SV1 ist das Album einfach nur schlecht.
Ich erinnere mich wie mich Shock Value 1 beim ersten Hören umgehauen hat, selten so geile Beats auf einer Platte gehört, wirklich ein potentieller Hit nach dem Anderen.
Bei Shock Value 2 blieb dieser Effekt aus. Die ersten Tracks (Carry Out, Lose Control, Meet in the Middle und Tommorow in a Bottle) sind zwar ganz nett, aber leider nicht mehr als das.
Danach kommen Miley Cyrus und Katy Perry. Kein gutes Feature, da hätte sich Timbo bessere aussuchen können. Die Songs konnte ich nicht mal zu Ende hören. Mit Timothy where have you been und Symphony folgen noch 2 Tracks, die ganz in Ordnung sind, aber den Vergleich mit Shock value 1 können sie nicht überstehen.
Fazit: Die Songs sind zum teil ganz nett, aber einen WOW-Effekt sucht man vergeblich.
Beim übertrieben häufigen Einsatz von Autotune sträuben sich meine Haare! Das geht gar nicht! Das gilt für fast das ganze Album. Manche Lieder werden dadurch zerstört.
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