laut.de-Kritik

Die Gütersloher melden sich mit brachialem Crossover zurück.

Review von

Vier lange Jahre dauerte es, bis Thumb ihr drittes Werk "3" heraus brachten. Zwischendurch fast zerbrochen, haben die Crossover-Veteranen zwölf neue Nummern in alter Klasse aufgenommen. Der neue Gitarrist Axel heißt so wie der alte und sorgt für brachiale Riffs, die Rhytmusabteilung pumpt, DJ Lupe kratzt die Platten und Shouter Claus Grabke spuckt hervorragende Hooks aus: "Cause it's all not worth dying for, and it's all not worth me!", der Refrain von "Stupid" brennt sich in die Gehörgänge und meine schon fast verfaulten Crossover-Sensoren regen sich wieder.

Thumb lassen es krachen und zeigen Bands wie Limp Bizkit und Konsorten, wie man es macht. Außer Groove und straighten Drive haben die Jungs aus Gütersloh auch Lyrics, die mehr als "blabla..." sagen. Claus Grabke lässt tief blicken und rechnet mit dir und sich selbst ab: "You shouldn’t believe a word of what I say...(Lie To You)".

Zwischendrin hängt die Platte dann doch noch etwas durch, was an Thumbs beständigem, aber durchweg gleichbleibendem Songwriting liegt. Der eine oder andere Song geht einfach in der Dauerattacke unter. Ein bisschen Abwechslung täte gut. Die letzte Nummer "Confidence" lässt aber noch einmal aufhören. Mit etwas gedrosseltem Tempo und einer starken Gesangslinie klingt die Platte stark aus.

Trotz leichter Schwächen zeigen Thumb einmal mehr, dass auch in unseren Gefilden guter Crossover der härteren Schiene gedeiht. Thumb scheitern mit "3" nur knapp an der Fünf auf der Richterskala.

Trackliste

  1. 1. Uside And Down
  2. 2. Down Like Me
  3. 3. Stupid
  4. 4. Lie To You
  5. 5. Youth
  6. 6. Thumbtune
  7. 7. Break My Back
  8. 8. Fade Away
  9. 9. Migraine
  10. 10. Suck Me Dry
  11. 11. Shorty
  12. 12. More
  13. 13. Confidence

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"Smart" wollen Thumb ihre Message rüber bringen. Die fünfköpfige Hardcore Crossover Band besteht zum großen Teil aus Vegetariern und Anti-Alkoholikern.

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