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Get On Board! Schließlich sorgte der fantastische Frisör, trotz des nachhaltigen Grusels, den er mit seinem Reflektorfalke-Projekt bescherte, bereits das eine oder andere Mal für ordentliche Unterhaltung. Trotzdem überrascht, mit welcher Mühelosigkeit sich auf "Kennzeichen D" Vergnügen und Tiefgang die Hände reichen.
Die Furcht vor weiteren "Lektionen In Demut" erweist sich als vollkommen unbegründet. Thomas Ds dritter Alleingang macht Spaß und berührt, bringt Köpfe zum Nicken und Herzen zum Schmelzen. Sollen selbsternannte Hip Hop-Puristen ruhig wieder die unüberhörbare Poppigkeit begreinen. Sie beweisen damit doch nur, dass sie nicht verstanden haben, dass sich nur Zwerge in Schubladen sperren lassen.
Ein alter Hase wie Thomas D muss darüber vermutlich noch nicht einmal mehr lachen. Er hat die Mechanismen flüchtigen Ruhms ebenso durchschaut wie die überaus berechenbare Vorgehensweise der Medien. Während andere nach ihren "15 Min. Of Fame" gieren, schlendert er zu Gitarren- und Banjo-Klängen gemütlich in den Sonnenuntergang.
Eigentlich wirklich ein ganz umgänglicher Typ, der zu hüpfender Melodie den Grund seines Hierseins referiert, mit funky Bläsern zu sich an Bord zitiert, um von dort aus seinen Wohnmobil-Trip von einst in unendliche Weiten auszudehnen. Mit dem Rückenwind von Synthiestreichern per Anhalter durch die Galaxis: Solange das Handtuch fest im Griff bleibt, gilt: "Keine Panik!" Die Zeit, es zu werfen, scheint nicht in Sicht.
In Zusammenarbeit mit Edo Zanki wird in "Wir Brauchen Dich" satt der Funk ausgepackt. Von diesem Kaliber bräuchten wir in der Tat deutlich mehr. Aus "Rennen" grüßt neben den synthetischen 80ern eine Beatbox: "Alles wird klar, wenn der Beat los geht." Thomas D verfügt über die Bassline, um die Madonna in "Give It To Me" so vergebens fleht. "Thank U For The Music"!
Abgesehen von der triefäugigen Kitsch-Nummer "Die Stadt Schläft" beschert der Hausmeister in den Grenzgebieten von Hip Hop, Funk und Pop exzellent groovenden Zeitvertreib. Darüber hinaus legt er aber ganz andere, nachdenkliche Seiten offen, ohne - wie einst bei den "Lektionen" - den Bogen zu überspannen.
Ein Song an die Tochter - im Grunde ekelt mich bereits die Vorstellung davon. So gut wie immer resultiert solches in rührseligem Anschmachten des eigenen Erbmaterials. Thomas D präsentiert mit "Neophyta" die gepriesene Ausnahme: Statt privater Winseleien, die außerhalb des engsten Familienkreises wirklich niemand hören will, gelingt ihm eine bewundernswert kluge Ansprache. Erziehung zur Eigenständigkeit tut nicht nur Kindern, sondern besonders deren Eltern gut. Hut ab.
Mit "An Alle Hinterbliebenen" legt Thomas D schließlich noch einen dieser seltenen, aus erlebtem Schmerz gegossenen Songs obendrauf, die im richtigen Moment gleichzeitig töten und Leben retten können. Vergebung? Für alles, das ich an "Lektionen In Demut" fürchterlich fand? Hier ist sie!
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Thomas D - Kennzeichen D | Infos (Lieferzeit/Service) | €10,17 | €3,90 | €14,07 |
Starkes Album, da kann sich die gesamte deutsche Hip Hop Szene mal eine große Scheibe von abschneiden.
Ist insgesamt eine Mischung aus den Vorgängeralben geworden, wobei ich sagen muss, dass ein bisschen mehr Lektionen in Demut nicht geschadet hätte, denn mMn war das sein bisher stärkstes Album.
Thomad D hat einige sehr geile Stücke gehabt, z.b Uns trennt das Leben, hab selten n Song wo mir ne Gänsehaut kam , die Thematik und die Art wie es gesungen/vorgetragen wird , tragen dazu bei, und DAS hat er drauf, also Thomas, mehr Tiefgang das geht wie verrückt!
und eines habe ich an herrn d immer geschätzt.
er kann - im gegensatz zu den meisten kollegen im kommerziell erfolgreichen pop, hiphop, etc - wirklich mit worten umgehen und vermag diese auch fehlerfrei auszusprechen.
er beherrscht als lyriker die sprache, in der er sich künstlerisch ausdrückt. er vergewaltigt sie nicht und simplifiziert sie nicht zum kleinsten gemeinsamen sms-nenner.
dafür danke; auch wenn ich selbst die produktion - für meinen geschmack - als eher konventionell, langweilig und mutlos empfinde. aber das ist ja mein problem.
ich hab da nur kurz drüber gehört, aber ich konnte kaum einen track länger als ein einhalb minuten ertragen.
Von der Produktion bis zu den Texten ist alles nicht meins. Und diese Refrains, das hätte doch wirklcih niht sein müssen.
Als Pop Album mag es funktionieren, mit HipHop hat das mMn wirklich nicht mehr viel zu tun.
Mir grauselt es einfach noch viel zu sehr nach "Lektionen in Demut". Das lässt sich leider nicht mehr einfach abschütteln.
Das wird noch Jahre dauern.
Hm, ich kann dieser Musik nichts abgewinnen, hab da mal gerade reingehört. Aber wem sowas gefällt, der soll damit glücklich werden.
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Also es sind wirklich einige starke Stücke dabei, auf Herrn D's ersten Alben fand ich nur einige Stücke wirklich erträglich. Bei den Fantastischen Viern gehören seine nachdenklichen Songs sicher zu den Highlights, aber Solo konnte er das bisher nicht umsetzen, das scheint auch er gemerkt zu haben.
Ich bewundere bei Kennzeichen D aber besonders die Texte, "15 min. of fame" und "charly brown" finde ich rein textlich ganz originell. mir persönlich gefallen auch rythmus etc, dber das ist sicher geschmackssache.
das stück der stücke ist für mich aber "Neophyta", könnte das den ganzen tag hören. der text ist allererste sahne, da könnte man ewige interpretationen zu schreiben
und es regt wirklich zum nachdenken an. aber die melodie passt einfach einmalig dazu, ein "perfektes" stück.
Finde das Album über große Strecken ungewollt peinlich. Was soll das sein? seit die da keine Weiterentwicklung? Herr D soll sich mal die aktuelle Rapszene ein bisschen anschaun und dann nochma überlegen ob er da mitmischen will, und wen ja obs um den Preis der Lächerlichkeit sein muss. KiKa Rapmusik für Hippe Grundschüler. Darbietungen die nicht negative auffallen sind die langsamen eher schon gesprochenen Songs. Genieß die Raprente den Scheiß wird zurecht keiner kaufen, ja ja schuld sind dann wieder die Downloader...
Na ja - Ham the Astrochimp, die aktuelle Rapszene in Deutschland sieht wohl so aus, das jeder Möchtegernrapper mit Ausdrücken und Dummsprüchen um sich wirft, bis sich die Balken biegen, wobei ich mich manchmal frage, was dessen Eltern wohl falsch gemacht haben. Wir sind hier nunmal nicht in Amerika. Außerdem bin ich davon überzeugt, daß sich 99% der Möchtegern-Hip-Hoper in solch einem Slum so die Hose machen würden, daß jede Hilfe zu spät ist. Ich bin mittlererweile 33 Jahre alt, höre Hip-Hop seit ich 12 bin. Damals wars noch der Ami-Rap, welcher zu dieser Zeit auch noch einigermaßen Sinn hatte. Und es gab leider noch nichts in deutscher Sprache.
Wenn jetzt aber jemand wie Thomas D etwas tiefsinnigere Texte schreibt, und dies mit dazu passendem Sound untermalt, verstehen unsere Teens, welche diese Musikrichtung nunmal hauptsächlich hören, leider den Sinn dahinter nicht so ganz.
Genau aus diesem Grund sind nach Ansicht für Außenstehende Hip-Hop Fans nur minderbemittelte, faule Vollidioten, welche ein schlechtes Elternhaus genossen haben.
Leider haben diese außenstehenden nicht mal immer so unrecht. Die meisten von diesen selbsternannten Hardcore-Rap-Gangstern wissen noch nicht mal, wie diese Musikrichtung entstanden ist.
Wenn ich mir die Kommentare zum Thema Optik-Records durchlese, wundere ich mich über diese Tatsache übrigens überhaupt nicht mehr. Mit hohem IQ haben die meisten Kommentare sehr, sehr wenig zu tun.
Zum Thema Weiterentwicklung: Genau das macht Thomas D. Und da ist er einer von sehr wenigen. Genau Grundschüler hören heutzutage eher diesen Aggro-Schmarrn usw. - Da muß man nicht viel nachdenken, und kommt sich dann ganz hart vor. Jeder bewundert einen schließlich, da man so harte Musik hört. So was brauchen unsere Kids für ihren Ego, da sie anscheinend anders keine Anerkennung bekommen.
Fazit: Hier mal ein paar Beispiele, welcher Hip-Hop für mich echt(für euch übersetzt "real") ist, und welcher nicht:
Echt:
Thomas D, Curse, Azad, Die Firma ...
Geldmacherei:
Bushido, Sido, King Orgasmus, Fettes Brot, gesamte 3P-Produktion ...
Man sollte sich vielleicht mal die Texte anhören, drüber nachdenken und dann ein Urteil abgeben (oder einfach die Musikrichtung wechseln)!
Hör Dir einfach mal das letzte Azad-Album an (und hör auch auf den Text bis auf wenige Ausnahmen), und vergleiche das dann mit der Musik dieses Maskenball-Kindes.
Zu Zahlfürnix dir ist aber schon klar das die ersten beiden Azad Alben bei 3P erschienen sind, ich mein ich mag 3P auch nich aber ohne die wär er heute wohl nich wo er ist. Und zu Thomas D ich halte ihn für einen der genialsten Lyriker aber mir gefallen dann doch mehr seine Lieder die in Richtung Lektionen in Demut gehen was bei seinem neuen Album eher weniger der fall ist was sehr schade ist. Zu Bushido und Sido muss man wohl kaum was sagen jedem das seine, den jungen harten Gangstern gefällts.
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