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Gerne würden sich The Used in die Riege der Bands einreihen, denen das Böse-Sein einfach im Blut liegt. Lassen ihre Plattenfirma von der schlimmen Drogenvergangenheit erzählen und wie schwer diese Jugend im Mormonenstaat Utah doch war. Machen ein düsteres Plattencover und das passende Video zur ersten Single gleich dazu. Gut, Sänger Bert McCracken verkehrte mal mit dem Fürst der Finsternis und dessen Satansausbrut. Der böse Bub hat auch schon mal Bühnen vollgekotzt. Richtig fies. Geradezu teuflisch.
Andererseits: Mit 15 habe ich auch ab und zu meinen Mageninhalt entleert. Und genau diese Altersklasse könnte es sein, die das Album von Anfang an lieben wird. Vollgepackt mit Teeniethemen wie "Einsamkeit und dem Wissen, dass es irgendwo ein Licht gibt" (Gitarrist Quinn Allman), fällt es der traurigen Emo-Jugend von heute sicher leicht, dieses Licht in The Used zu finden.
Aber auch für alle jenseits der 20 gilt: Es ist kein schlechtes Album, das die Vier da aufgenommen haben. Nur eben massentauglicher. Poppiger und düsterer zugleich. Wer sich davon nicht abhalten lässt, findet einige spannende Momente auf der Platte.
Die Single "Blood On My Hands" enthält alle Zutaten eines guten Screamo-Emo-Post-Hardcore-Pop-Songs der heutigen Zeit. Er beginnt aggressiv, mit starkem Schlagzeugeinsatz und harten Gitarrenriffs. Berts Stimme wechselt von Geschrei hin zu melodiösen Parts bis zu Flüstereinlagen. Ob man diesen Klischeesong nun mag oder nicht, er geht ins Ohr. Und bleibt auch dort. Mit "Kissing You Goodbye" ist auch die obligatorische Ballade dabei. Extrem traurig. Extrem leidend. Aber auch extrem schön. Klavier und Streicher ummanteln die weinerliche Stimme, die (klar!) von Verzweiflung und dem letzten Atemzug singt. Wem das zu schmalzig scheint, hört besser "On The Cross", "Come Undone" oder "Men Are All The Same", die schon eher dem gewohnten The Used-Sound entsprechen.
"Meant To Die" will dagegen hart wirken und endet als geträllertes Popliedlein. Trotz Massentauglichkeit wirkt es ein bisschen überproduziert und zu chartsorientiert. Obwohl die bösen Jungs doch so gar nicht sein wollen. Sagen sie. Wollen doch ihr eigenes Ding durchziehen und ihre Musik nicht machen, um den Leuten zu gefallen.
Also nur Zufall, dass ihr Geschmack dem Massengeschmack entspricht? Oder könnte es an der Tatsache liegen, dass sie sich für ihr viertes Album vom alten Produzenten John Feldman verabschiedeten und Matt Squire ins Boot zogen? Der nämlich hat ein Händchen für guten Mainstreamsound, was er mit Panic at the Disco oder Taking Back Sunday bereits deutlich bewiesen hat.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin keine 15 mehr, kotze nicht mehr in Ecken und habe trotzdem noch Spaß an dem Album. Die Mischung stimmt. Screamo meets Pop meets Melodic Hardcore. Von mir aus auch Gross Pop (hässlicher, grausamer Pop), wie die Band selbst es formuliert.
Ob sich die Band damit aber letztendlich nicht ins eigene Fleisch schneidet? Stop, so negative Gedanken will ich gar nicht äußern. Bin einfach nicht so used wie die Jungs von The Used am liebsten wären.
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oh ich hatte das album ja fast vergessen. find die band ganz gut und werd wohl mal reinhören. wenns jetzt mehr in richtung panic at the disco geht hab ich absolut kein problem damit.
Unabhängig von der Qualität des Albums oder der Band:
diese Review klingt, als wäre sie von einem sechzehnjährigen geschrieben worden.
Als ich 14-16 war fand ich die total geil, aber jetzt habe ich nicht mal Lust in das Album reinzuhören.
Erstes Album war genial der Rest sehr schwach und viel zu poppig.
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