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DVD vergessen, Akku vom Handy leer, Tee mit Mum geplatzt, Kohle futsch. Pillengeschmack im Mund, Bier oder Brandy, Wette verzockt, die Freundin will ihren Wohnungsschlüssel zurück. Erst mal noch einen rollen. Willkommen in der Welt des Mike Skinner Teil 2.
Gut zwei Jahre nach dem Debüt "Original Pirate Material" nun also "A Grand Don't Come For Free". Und wieder lässt uns Skinner an seiner Süd-Londoner Realität teil haben, vielleicht ist er nicht mehr ganz so aufgewühlt wie bei seinem Erstwerk, ehrlich und real ist er allemal.
Die Geschichten, die er erzählt, passieren so oder so ähnlich schätzungsweise Millionen britischer Großstadtjungs, nur hat Skinner das Talent, sie in Reimform auf den Punkt zu droppen. Manchmal irgendwie strange und eigentlich doch stinknormal. Keine hohlen Selbstbeweihräucherungs-Ergüsse, kein stereotypes Gefasel von Gangs, Chicks und Crime wie es viele seiner Sprechgesangs-Kollegen in 2Step, Grime und Hip Hop zu tun pflegen. Anstatt mit dem dicksten Bimma um den Block zu cruisen, glotzt Skinner bei seiner Freundin Fußball, sein eigener Fernseher ist nämlich kaputt.
Und anstatt darüber zu fabulieren, in welcher In-Disse es den besten Champagner gibt, lässt er uns an seinem Unmut über überlaufende Klos, fehlenden Handyempfang und der Entscheidung zwischen Brandy und Bier teilhaben. Häufig schlackern die Beats irgendwo zwischen Hip Hop und Garage, vor allem macht Skinner auf "A Grand Don't Come For Free" einen deutlichen Schritt in Richtung Harmonien und Songwriting. Die Vorabsingle "Fit But You Know It" führt in seiner rockigen Ausrichtung jedoch etwas auf die falsche Fährte. Analog zu den nachdenklichen Ausführungen in seinen Lyrics schlägt er nun durchaus auch ruhigere, melodische Töne an, das brit-soulige "Dry Your Eyes" spricht für sich.
Aber trotz der musikalischen Entwicklung, die der Londoner durchlaufen hat, klackern und schieben oftmals Beats unter den Lyrics, die man als "typisch The Streets" bezeichnen kann: Leicht irre musikalische Achterbahn-Fahrten, die sich durch ihre Sounds und Richtungswechsel jenseits ausgetretener Pfade bewegen. Wie schon bei seinem Erstling kann man sich auch bei "A Grand Don't Come For free" nicht des Eindrucks erwehren, dass Mike Skinner einfach nur das macht, worauf er Bock hat, und Schubladendenken in Sachen Musik sein Ding nicht ist.
Aber gerade das macht The Streets unverkennbar, die Slang-geschwängerten Vocals tun ihr übriges - so tönt nur einer. Ob er allerdings mit Album Nummer Zwo sein Erstwerk zu toppen vermag, sei dahin gestellt. Mit Sicherheit ein wichtiges, interessantes Album, das man sich auf alle Fälle zu Gemüte führen sollte. Es jedoch vorab zu einem der zehn wichtigsten Alben des Jahres hochzujubeln, ginge dann doch zu weit.
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Ab heute ist die neue Streets draußen. Da ich sie seit Samstag habe, kann ich hier meine absolute Kaufempfehlung abgeben. Käme nicht diesen Monat noch die neue Morrissey, wäre dies mein Album des Monats... großartig!
Mike Skinner würde man auf den ersten Blick eher für einen englischen Durchschnittsproleten halten als für ein musikalisches und lyrisches Genie - das witzigste ist aber, dass er beides in sich vereint. Skinner erzählt uns fabelhafte Geschichten aus seinem kaputten Alltag, ein Poet des Proletariats sozusagen. Und dabei ist er so unverwechselbar britisch, was nicht nur an seinem Akzent liegt. Musikalisch hat er sich seit "Original Pirate Material" von 2Step/Garage etwas entfernt und sein Spektrum erweitert. Ab und zu gibts sogar mal ne Gitarre (bitte trotzdem keinen melodischen Pop erwarten). "Fit but you know it" (auf Dauerrotation im Musikfernsehen) ist ganz klar der Kracher des Albums, ein wahnsinnig abgehender Song. Der Rest ist um einiges langsamer, was schade ist, ein oder zwei mehr solcher Kracher hätte das Album gut vertragen können, muss aber nicht. Ist auch so ganz toll. Bei 2,3 Songs hätte ein bisschen weniger rumgesungen werden können, Mikes Sprechgesang (nein, kein Rap, er spricht halt nur irgendwie) ist da schon toller. Kleine Minuspunkte dafür, kratzen aber nur am Lack.
Diesen Monat also mit Morrissey und Mike das große britische Duell Gentleman gegen Assi. Aber wer ist schon nur eines davon? Also... beides kaufen!
Was denn? Die Qualität des Albums oder der letzte Absatz (ist natürlich sehr überspitzt, war ja auch schon spät gestern)?
Die Qualität des Albums meinte ich. Habs gehört und fand es so was von langweilig. Zudem nervt sein Gefasel spätestens nach dem dritten Track. "Fit But You Know It" ist zwar der beste Track und auch ganz nett, aber er ist trotzdem geklaut. Danach kommt aber gaaaaanz lange nix. *gähn* Kann den Hype darum nicht so ganz nachvollziehen.
Naja ok, ist halt schon gewöhnungsbedürftig, kann ich verstehen, wenn mans nicht mag. Aber der Hype war viel stärker bei der ersten, und jetzt hat er meiner Meinung nach sehr gut nachgelegt.
Wovon soll "Fit" denn geklaut sein?
Hab ich getan, sonst würde ich auch nicht sagen, dass ich es weit hergeholt finde.
ist schon doch wohl ein grower. zumindest wächst es mir immer mehr ins ohr. hab zwar schon deutlich einen drin, da ich mir ne ganze flasche "strongbow" cídre gegeben habe...aber. sehr nett...so muss es sein. FOAKING COCKNEY
textlich ist es einfach klasse! hab zuletzt von einem kollegen ein von wegen trainspotting 2004 in worten gelesen. trifft teilweise
Schon ists langsamer. hat mich auch etwas muße gekostet, sich reinzuhören, weil ich das erste album nur geil finde, aber das neue schockt schon.
n bissi zuhören (soll bekanntlich ja ganz gut sein) und rumhängen. das kickt nicht so ass, wies erste, schon klar, aber wo kämen wir hin, wenn wir schema f auf jedes album erwarten würden?
n bissi mehr hätte er natürlich gas geben können, aber wenn ich action will, kann ich ja immernoch was anderes anmachen.
das 2. lied, zB, ist doch n hammer text. ich seh mich auch schon den gedanken hegen, "she had her fingers in her hair playing, i saw on telly it was a good indication..."
vollkommen unpassendend
ich hab das album schon geschätzte 4 jahre,trotzdem hab ichs mir heute erst zum ersten mal richtig durchgehört
"could well be in" fickt jeden hip hop track den ich bisher gehört hab,der lakonisch und gleichzeitig melancholisch klingen will.
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