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Die Disko rockt. Das weiß die Musikwelt spätestens seit "Echoes", dem fulminanten Debüt aus dem Jahr 2003. Vier Elektro-Punk-Weirdheads, die - DFA sei Dank - der angestaubten Glitzerkugel den längst überfälligen Tritt in den Hintern verpassten und dieser Tage mit "In The Grace Of Our Love" zum dritten Full-Length-Schlag ausholen.
Fast schon weinerlich hisst die Stimme von Sänger Luke Jenner auf dem Opener "Sail Away" die Segel. Die Hi-Hats klatschen wild im Studio 54-Takt, während sich epische Synthieflächen ausbreiten. Weit weniger opulent kommt "Miss You" daher. Simple Hand-Claps bilden das Fundament, auf dem sich akzentuierte Spielereien auf einem Toys'R'Us-Keyboard sowie ein schmissiger Refrain austoben - ein nachhaltig wirkendes Stück.
Funktioniert aber nicht durchgehend, und so begibt man sich bei "Blue Bird" auf verzweifelte Rhythmussuche. Eine chaotische Ansammlung von sperrigen Abschnitten, die in seiner Ganzheit zwar ein hohes Maß an Punkattitüde versprüht, letztlich aufgrund der nicht enden wollenden musikalischen Anarchie aber schnell an Reiz verliert und eher Fragen aufwirft, als Antworten liefert.
Seis drum. Nimmt man den etwas lieblos platzierten Rausschmeißer "It Takes Time To Be A Man" noch in die Liste der Ausfälle mit auf, bleiben am Ende immer noch reichlich innovativ wirkende Perlen zwischen Acid-House, Pop und Punk übrig.
Untermalt mit Akkordeon pumpt sich etwaa das wummernde "Come Back To Me" seinen Weg durch knapp sechs Minuten, während Jenners Organ auf dem Titeltrack sein weinerliches Jauchzen fortführt. Fast schon eingängig und etwas funkig setzt sich "Never Gonna Die Again" vom Rest des Materials ab. Der Song wirkt wie ein kurzweiliger Waffenstillstand im Kampf der musikalischen Elemente.
Schunkelnd und verschmitzt setzt die Band ihren reißerischen Pop-Art-Feldzug mit "Roller Coaster" fort. "Children" gibt fast schon radiotauglich die krönende Speerspitze des Albums. Auch die verbliebenen Songs "Can You Find A Way?" und das von einem harmonischen Klavierlauf begleitete "How Deep Is Your Love?" reihen sich perfekt in das kontrollierte Durcheinander der Scheibe ein.
"In The Grace Of Your Love" zuckt und zappelt an allen Ecken und Enden und auch wenn oberflächlich wenig zu passen scheint, steht das Gesamtbild am Ende wie der berühmte Fels in der Brandung.
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Musikalisch auf jeden Fall wieder reichhaltiger, opulenter und in jeder Sekunde mitreißender und leidenschaftlischer als der ekelhaft sterile und blutleere Vorgänger beim Major. Und doch will sie einfach nicht so radikal in die Hüften rein, wie es das Debut tat...
Tiefpunkt definitiv überwunden und auch soundtechnisch auf der Höhe der Zeit, fehlen mir bislang noch so ein bissl die Clubkracher wie "house of jealous lovers" oder eben das Titelstück der "Echoes".
Aber ich denke, die Platte ist ein Grower und wird die nächsten Durchläufe noch hin zur soliden, gerechtfertigten 4-Punkte-Wertung des Rezensenten wachsen, der ebenfalls an einigen Stellen so wirkt, als sei er durch die wieder aktuelle Sound- und Arrangementvielfalt von The Rapture noch etwas orientierungslos auf der Platte, was der Rezi jedoch keine Qualität absprechen soll...
ein extrem seltsames album. tracks wie "blue bird" klingen für mich wie ein schlechter electro-beach boys hybrid. allgemein muss ich sagen, dass ich nach dem kauf erstmal geschockt war - jaja, blind kaufen sollte man nicht bei jeder band, aber ich mochte den vorgänger auch wenn er nicht echoes II war. also, tracks 1, 3, 7 und 8 finde ich absolut beschissen. irgendwie rufen sie auch teilweise yeasayers "odd blood" in erinnerung, nur nichtmals annähernd so facettenreich.
das komische ist jedoch, dass der rest des albums fantastisch ist. naja, ich werde die genannten tracks aus meiner playlist löschen und habe dann ca +30 mins verdammt guter musik. 
/
@soulburn:
komm, gib wenigstens zu, dass "get myself into it" 'ne hammer single war... das saxophon!!!!!!!! 


haha. das debut gefällt mir auch am besten, aber ich konnte mit dem disco lastigem sound auf dem zweitling gut leben. viele tracks groovten wie sau.
mich wundert nur, dass die lautis "echoes" so zweifelhaft gegenüber stehen.
also "odd blood" is einfach odd im vergleich zum debut. recht unterschiedlicher sound, aber die hit-dichte war für mich persönlich größer auf odd blood. auch fand ich die jazz ausflüge zum ende der platte hin genial. der erstling ist auch verdammt gut. die songs, die du nennst, gehören auch zu meinen favoriten. nur ist die platte in ihrer gesamtheit nicht wirklich bei mir hängen geblieben.
jetzt wollte ich eben schreiben dass das Album mich stark an Yeasayer erinnert....Album an sich ist sehr geil, einzig Rollercoaster und Children sind zum wegskippen.... Der rest der Songs sind für mich allesamt Übersongs, ein absoluter Favorit ist unmöglich auszumachen. Interessant finde ich auch das ich jeden Song mit einer Discoepoche verbinde. In the Grace of your Love klingt total nach 70ern... und bin ich der einzigste der bei Come Back to Me sofort an Kalkbrenners "Self" album denken muss?
jetzt wollte ich eben schreiben dass das Album mich stark an Yeasayer erinnert....Album an sich ist sehr geil, einzig Rollercoaster und Children sind zum wegskippen.... Der rest der Songs sind für mich allesamt Übersongs, ein absoluter Favorit ist unmöglich auszumachen. Interessant finde ich auch das ich jeden Song mit einer Discoepoche verbinde. In the Grace of your Love klingt total nach 70ern... und bin ich der einzigste der bei Come Back to Me sofort an Kalkbrenners "Self" album denken muss?
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