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"Wir wollen mit jedem Album etwas Neues bieten", so The Offspring-Frontmann Dexter Holland. In dicken Lettern prangt des Sängers Zitat ganz oben auf dem Pressezettel zum neuen Album "Days Go By", fast schon, als wolle man der ewig im Raum stehenden Punk-oder-nicht-Punk-Diskussion bereits im Vorfeld jedweden Nährboden entziehen.
Vielleicht hätte man die Info schon weitaus früher entsenden sollen, denn in aktuellen Interviews werden die Kalifornier nahezu permanent mit dieser Frage konfrontiert. Das Quintett hat dazu keine rechte Antwort parat.
Das ist nur allzu verständlich. Lässt man die Einstellungsfrage einmal außen vor und kümmert sich stattdessen nur um den musikalischen Output, dann hat pubertäres Party-Hip Hop-Gehopse ("Cruising California") und dröges Mariachi-Gezupfe ("OC Guns") erst einmal wenig mit archaischer Genre-Basis zu tun.
Warum sich die Combo mit derart auf junge Hüpfer getrimmten Mumpitz einlässt, bleibt wohl auf ewig ein Rätsel. Um sich der Schubladendiskussion zu entziehen, braucht es nämlich keinerlei aufgesetzte Hohlhirnausflüge, sondern lediglich Songs wie "Days Go By", "All I Have Left Is You" oder dem Re-Release von "Dirty Magic": drei Songs, die belegen, dass sich The Offspring auch durchaus auf massenkompatibleren Terrains wohlfühlen. Ob mit Arena-Flair ("Days Go By"), halb balladeskem Schaffen ("All I Have Left Is You") oder treibender Nachdenklichkeit ("Dirty Magic"): Fernab von gewohntem High-Speed-Galoppiere im Stile von "The Future Is Now", "Secrets From The Underground" oder dem zackigen Ohrwurm "Dividing By Zero" überzeugen die Vier vor allem dann, wenn sie sich zwischen den Extremen bewegen.
Soundtechnisch verlässt sich die Band abermals auf die Fertigkeiten von Produzenten-Guru Bob Rock (Metallica, Bon Jovi). Wie bereits auf dem Vorgänger bleibt keine noch so schnell zischende Hi-Hat und kein Turbo-Lick im Verborgenen. Alle Instrumente stehen in einer Reihe, keiner kommt zu kurz. So spielt es letztlich keine Rolle, ob Turbo ("Turning Into You") oder zweiter Gang ("Slim Pickens Does The Right Thing and Ride The Bomb To Hell"): Der Baumeister hat alles im Griff.
Dass The Offspring pogotaugliche Fast Forward-Nummern schreiben können, haben sie in ihrer langen Karriere schon häufig genug unter Beweis gestellt. Dass sie sich aber mittlerweile genauso wenig vor etablierten Midtempo-Breitband-Rock-Kollegen verstecken müssen, hat dem Quartett wohl noch keiner so richtig geflüstert. Anders kann man sich die Zurückhaltung und Unsicherheit während eingangs erwähnter Diskussionsrunden wohl nicht erklären. Rockmusik, Leute! Ihr macht Rockmusik. Punkt, aus, Ende.
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wollte eigentlich - ohne die review zu lesen - los werden dass Cruising California ein verbrechen ist. ansonsten wirklich ordentlich!
schon gespannt was die platte hergibt! sah die typen vor ein paar jahren live - schwer zu empfehlen
Cruisin' California reiht sich doch lediglich in die lange Reihe von Witzsongs die sie in ihrer Karriere geschrieben ("When You're in Prison", Pretty Fly", "Feelings"). Ich vermiss zwar den OFfspringtpypischen Sarkamsus, aber ansonsten ist es nichts weiter als ne Parodie auf diese ganzen Autotune-California-Pop-Songs.
Das mal vorweg, ansonsten ein solides Album, geht an den meisten Stellen gut nach vorne und hat meine Skepsis nach beiden Vorabsingles größtenteils entschärft. Den Foo-Fighters-Titeltrack ist nur mittelmaß, OC Guns und die Ballade braucht man auch nicht wirklich, der Rest geht aber in Ordnung, er offenbart sogar ein paar Perlen ("Secrets from the Underground", "Hurting As One" erinnert an Smash-Zeiten und "The Future is Now" hat einen guten Rise-Agaisnt-Vibe).
The Offspring haben alles gesehen, niemand erwartet von Ihnen noch, dass sie nochmal irgendwas revolutionäres bringen. Von daher bin ich zufrieden wenn sie so solide Platten abliefern anstatt nur noch mit den alten Hits ab und an zu touren (wie es Lagwagon z.B. tun). 'n paar gute Songs kommen immer bei rum.
Unsterblich dank SMASH, die unzähligen geilen Parties in spätpubertärer Unvernunft erinnern. Ob die was neues rausbringen - egal. Ist da auch dieser unsägliche Scheißsong von ihrem Live-Auftritt im RiP drauf? Ansonsten Offspring live und in Rotation von SMASH einfach derbst gut.
/0 und Slim Pickens sind die wohl besten Album-Closer, die sie je hatten.
Irgendwie mag ich OC Guns plötzlich, nur die öden HipHop-Scratches müssen nicht sein.
Und dass Cruising California übel ist, braucht man ja nicht länger zu erwähnen.
Gute Review, stimme grösstenteils zu (hätte etwa 3.5 gegeben).
Hatte gar nicht mitbekommen dass The Offspring zurueck sind. Da sieht man mal das solche Bands tot sind. Ist genau wie be Green Day, Blink 182 und co. Zu einer gewissen Zeit cool - Heute nur noch peinlich.
Ohne Blink 182 im Vorfeld näher gekannt zu haben fand ich Ihren Auftritt auf dem Southside am Sonntag doch bemerkenswert cool! Insbesondere Drummer Travis Barker lief richtig heiß, auch visuell war die Show eine Augenweide.
Was mir grad auffält: Seit wann sind The Offspring ein Quintett? :P
Immer diese Foo Fighters Vergleiche ... die sind Meilenweit von Daves Kuschelcombo entfernt
Habe mir erst gestern zusammen mit der neuen Green Day Scheibe dieses Album zugelegt und bin echt begeistert! Den Vorgänger "Rise and Fall?" fand ich auch schon sehr gut aber dieses Album find ich noch ein Stück besser weil abwechslungsreicher. Ja, Cruising California ist eigentlich schlimm, doch beim Autofahren macht es Spaß ;-)
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