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Tom Morello ist ein Mann der Worte und der Taten. Wie ein neuzeitlicher Robin Hood kümmert sich der Ausnahme-Mariachi seit mehr als zwanzig Jahren um die Belange der Unterdrückten, Diskriminierten und Vergessenen. Neben seiner Überband Rage Against The Machine nimmt der gebürtige New Yorker seit 2003 als Singer/Songwriter unter dem Pseudonym "The Nightwatchman" das Thema soziale Gerechtigkeit ins Visier.
Während auf den beiden Vorgängern "One Man Revolution" und "Faibled City" eher ein bedächtig folkiges Musikgewand den Texten zur Seite stand, hält auf seinem neuen Album "World Wide Rebel Songs" die klassische Rock-Instrumentierung Einzug.
Mit dem Freedom Fighter Orchestra im Rücken, der Mundharmonika an den Lippen und der krachenden Fender-Strat im Anschlag geht der Gute mit "Black Spartacus Heart Attack Machine" auch gleich in die Vollen: "Me And My People Are Hungry, Me And My People Are Through, Me And My People Are Ready" lässt uns Tom Morello auf dem Opener wissen, dass er es auch nach über zwanzig Jahren noch ernst meint.
Im Stile von Iggy Pop spricht Morello mehr als dass er wirklich singt, was der politischen Botschaft mehr Nachdruck und seiner persönlichen Sichtweise der Dinge die nötige Authentizität verleiht. "The Dogs Of Tijuana" kommt nahezu durchgehend akustisch daher: Wie ein Protestsänger nimmt er sich der Sache der Unterdrückten an und paart den galoppierenden Groove seiner Gitarre mit markanter Stimme.
Während Morellos Gitarrenkünste unbestritten sind, hält sich sein Gesangstalent doch eher in Grenzen. Dennoch schafft er es, eine Balance zwischen Musik und Stimme zu finden.
Instrumentaler Höhepunkt auf dem Album bleibt der Song "It Begins Tonight", der auch auf einem RATM-Album oder Danko Jones-Werk eine gute Figur abgeben würde. Stimmlich sticht dagegen die erste Singleauskopplung "Save The Hammer For The Man" heraus. Das liegt aber weniger an Morellos Organ als vielmehr an Ben Harper. Schunkelnd wechseln sich die beiden am Mikro ab und gehen dabei als resolute Lagerfeuer-Demonstranten durch.
Während sich die Gesangmöglichkeiten des Protagonisten zunehmend als beschränkt erweisen, präsentiert sich der musikalische Background dafür umso vielfältiger. Zwischen Johnny Cash ("The Fifth Horseman Of The Apocalypse", "Branding Iron"), Frank Turner ("Speak And Make Lightning") und Bob Dylan ("The Whirlwind") pendeln Tom Morello und sein Freedom Fighter Orchestra mit permanent erhobenem Zeigefinger hin und her.
Insgesamt bietet der Nightwatchman mit "World Wide Rebel Songs" ein solides Protestwerk, das allerdings aufgrund von einer fast durchgehend monotonen und eher bescheidenen Gesangsdarbietung sowie einem musikalischen Griff ins Klo ("Facing Mount Kenya") leider etwas an Qualität einbüßt.
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@catweazel
Ein President, der sich nur mit Highways auskennt? Da könnte man ja gleich einen strohdoofen Cowboy aus einer reichen Familie ins weiße Haus setzen... Oh, wait.
Ich respektiere ja deine Liebe zu Audioslave. Deren Debüt ist eins meiner Lieblingsalben.
Aber die Aussage "Audioslave 4 President" anstelle von Tom Morello (als Nightwatchmen), der sich wenigstens mit Politik, Ungerechtigkeit usw. beschäftigt, ist dann doch ziemilch dämlich.
mein gott, das ist jetzt nicht euer ernst, oder? offensichtlicher wäre es ja nur gewesen, wenn ich sarkasmus auf einen amboss geschrieben hätte und er jedem besucher dieser review auf den kopf gefallen wäre. tom ist um klassen besser als cornell heutzutage. nur das neue soundgarden album könnte (!) das ändern... vielleicht... 
Erstmal sorry, dass ich wahrscheinlich ziemlich weit ins Off-Topic gerate.

Tom Morello kommt im Februar 2012 nach Berlin zum "Festival Musik und Politik" und gibt dort nicht nur ein Konzert, sondern steht auch als Gesprächspartner in einer Podiumsdiskussion zur Verfügung. Mehr Infos Festivalprogramm unter www.musikundpolitik.de
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