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Der Vollrausch "Bedlam In Goliath" protzt mächtig rum. Mit verbalakrobatischem Frohsinn, Konfetti-Gitarren und geflöteten SciFi-Effektbonbons direkt vom Umzugswagen bringen Omar, Cedric und "The Mars Volta Group" uns ihre Version einer anarchistischen Karnevalsplatte. Die Finger landen bei der gierigen Zuckerhatz überall, die Gedanken bleiben niemals im Fokus (der Alkohol! das Gras! die Pilze!?), alles verschwindet in Unschärfe. Ausnahmezustand.
"The Mars Volta's Descent into Bedlam" geht eine offizielle Webseiten-Überschrift. Treffer. "The Record that did not want to be born" eine andere. Treffer. "Dieses Album ist unser Gegengift auf den Fluch, der auf uns lastet, seitdem wir mit einem Hexenbrett experimentiert und schlafende Geister beschworen haben." Treffer versenkt.
Auf einem Jerusalemtrip, so geht die Legende, habe Omar besagtes Hexenbrett erworben. Er und Cedric spielen damit ein wenig herum, das Ding spricht zu ihnen, woraufhin das Unglück seinen Lauf nimmt: Diverse Drummer steigen ein und gleich wieder aus, ein Toningenieur dreht durch, Aufnahmen gehen verloren, das eigene Studio fällt einem Rohrbruch zum Opfer. Das Bandgefüge droht zu zerfallen.
Dessen Kopf vergräbt das Brett schließlich tief in der Erde. Trotzdem steigern sich die Voltaner weiter in ihre werbewirksame Paranoia hinein. Per dazugehörigem Grafikadventure und steten Beteuerungen, "Bedlam In Goliath" sei die Antwort auf die Stimmen aus der Ouija-Tafel. Naiver Geisterglaube, oder auch einfach okkulter Firlefanz und völlig übertriebener PR-Feldzug.
Tatsächlich scheint jener Überbau lediglich eine neuerliche Entschuldigung zu sein für ein trotziges Pärchen, das am großen Spiel des Poplebens einfach nicht länger teilnehmen mag. Warum auch, mögen Sie einwenden. "De-Loused In The Comatorium" und "Frances The Mute" gelten schließlich zurecht als 1A-Grenzsprenger. Einzigartige Post-Prog-Latino-Cinemascope-Thriller. Aber jetzt?
Wie eine ganze Schulklasse sonderbegabter ADHS-Zöglinge, denen man wohlwollend Bandsetup nebst Sequenzersoftware gestiftet hat, toben sich Mars Volta hier mal so richtig barrierefrei aus. Ihre kreativen Geister erklären den totalen Freigang, ohne Zapfenstreich und so, und inkarnieren schlussendlich Rockbanddekadenz im geradeausgedachten Sinne: prätentiös, plakativ, aufschneiderisch, sinnleer.
Klingt gewaltig nach Minderwertigkeitskomplex, wenn der Soundschwall nicht unter die Drei-Gitarren-Schichtgrenze fallen möchte. Cedrics aufgekratzter Gesang ist heuer Ausdauertraining für Stimmbänder und Nerven zugleich. Dein Papa hätte sich das in den Siebzigern wahrscheinlich allein deshalb ins Regal gestellt, um mit bloßer Lautstärke gegen die Schlagerhörigkeit der Eltern zu rebellieren.
Mehr Geste denn Klangkunst bewahrheiten 76 Minuten ästhetisch anspruchsloser Gassenhauerei alle bislang ungerechten Urteile, die die Band seit Jahren - in der Tat wie ein Fluch - verfolgen. Ja, "Bedlam" ist muckende Völlerei, mühsam ins Albumkorsett gezwungene Entropie.
Dabei aufgrund ewigen Vorwärtspreschens extrem berechenbar, selbstreferenziell und wahnsinnig langweilig. Diese Superpunks lassen sich schon lange nicht mehr von Produzenten reinreden. Doch spätestens am Aschermittwoch ist alles vorbei. Nur der Kater bleibt.
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Also nö
Das kann doch nicht euer Ernst sein. Sowas als Rezension zu verkaufen. Natürlich sind THe Mars Volta keine leichte Kost und nichts für Jeden, aber wenn ihr die Platte schon runter macht dann doch ein wenig konkreter. Einfach nur mit Phrasen durch die Gegend prügeln is nicht das was ich erwarte wenn ich etwas über eine Platte lese. Schon garnicht von euch.
Das bin ich echt anders gewöhnt von euch.
Und nur einen Punkt für dieses Werk zu vergeben ist ohnehin indiskutabel.
Ja... Mh... Okay. Steh jetzt etwas ratlos da, muss ich zugeben. Muss man sich wohl mal selbst anhören, so binsenweisheitstechnisch gesprochen.
Aber so interessant die ganze Schreibe auf der Meta-Ebene über Mars Volta und deren Musik auch ist, den Inhalt des vorliegenden Albums so richtig analysiert und auf den Punkt gebracht hat der Artikel leider nicht.
Oder übersehe ich da etwas?
Die Bewertung ist absolut nicht nachvollziehbar! Der Autor geht nicht einmal auf einzelne Songs ein, was das Verständiss winzig klein macht. Die 2-3 Songs die ich schon vom Album gehört habe sind grandios, halt prog. vom feinsten! Diverse Musikmagazine wie Metal Hammer oder Visions geben dem Album fast Bestnoten, im krassen Gegensatz zu eurer Bewertung. Wenn der Autor der Rezension nichts mit prog./psychiodelic anfangen kann, soll er es doch jemanden anderen tun lassen.
Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass man eine Mars Volta Platte nach so kurzer Zeit bewerten kann. Das Scheibchen braucht Zeit, um sich ganz entfesseln zu können.
Schon amüsant hier.
Der Autor hat übrigens dem Vorgänger drei Punkte gegeben, also scheint er mit Mars Volta durchaus was anfangen können. Wer mal durch seine Rezensionen stöbert wird auch feststellen können, dass er - ich zitiere -
wills dir einfach nicht in die rübe, dass geschmäcker verschieden sein können? der autor dieser rezi fand seinerzeit "frances the mute" gottgleich.
aber wie immer im prog-bereich der fall, gehen fans bei negativer kritik derart auf die barrikaden oder auf die palme, dass es schon nicht mehr schön ist. und immer immer immer taucht das gefasel auf "zu komplex für den schreiberling". mach dich doch nicht lächerlich! und überhaupt: nur weil rock hard, visions und Co. das über den grünen klee loben (was anscheinend nach dem gusto der meinungen hier totaaaaal ok ist), heißt das noch lange nicht, dass in der musikszene ein kanon existiert, der the mars volta auf ein unangreifbares level hieven.
Hätte Matthias Mante auch dem ersten Album eine solche Wertung gegeben frag ich mich. Scheint so als hätte er keine gefallen an den letzten beiden Alben gefunden. Hängt wohl stark vom Rezensionisten ab...da hat Alex wohl recht 
Das Album hat alleine wegen dewm Cover mindestens 2 Punkte verdient. Findet sich hinter dem Geschrammel wirklich nicht eine gute Melodie oder ein paar gute Parts, dass man wirklich 1p geben muss? Könnte Matthias das vielleicht nochmal beantworten.

Ich habe das Album auch bereits ein Mal hören dürfen und bin enttäuscht. Irgendwie dachte ich immer an "lustloses Rumgerocke", keine Spur von den herrlichen Melodien in Cedrics Gesang, die Gitarren und das Schlagzeug poltern so vor sich her. Keine Spur mehr von "Unvorhergesehenem" wie z.B. in Amputechture. (z.B. Day of the Baphomets)
Schade, vor allem, da ich wirklich großer Mars Volta Fan bin.
Ich glaube, im Artikel steckt eine Menge Enttäuschung...

quatsch doch keinen schrott. deloused steht nach wie vor stolz in meinem plattenschrank. aber muss ich deswegen alles nachfolgende genauso geil finden? ich denke nicht. und von wegen argumente bezüglich der review: wende dich bitte an den autor, der kann dir das ganz sicher dezidiert erklären, dann brauchst du hier auch nicht mehr so wild in der gegend herum spekulieren. matthias(at)laut.de
Hey Subversive. In deinem Profil steht ein Zitat und darunter Joseph Boys. Meintest du vielleicht Joseph Beuys?

"The wild boys are calling
On their way back from the fire
In august moon's surrender to
A dust cloud on the rise
Wild boys fallen far from glory
Reckless and so hungered
On the razors edge you trail
Because there's murder by the roadside
In a sore afraid new world"
Die einzigen Minderwertigkeitskomplexe die in der Review erwähnt werden kann ich nur beim Verfasser erahnen.Ich bin kein großer Fan von Mars Volta,aber allein die 3 songs die man bis jetzt online hören konnte rechtfertigen mehr als 1 Punkt.Keine Frage, ich will nicht überall die gleiche Kritik lesen,aber 1 Punkt ist einfach ein Witz.Die review bietet leider auch keine stichhaltigen Argumente und Verweise auf einzelne Songs um die Kritik dann nachvollziehen zu können.
Selbst Tokio Hotel und Bohlens Sippe wird auf laut besser bewertet.
Jeder hat natürlich einen eigenen Geschmack,aber deshalb muss man ein Album nicht so abstrafen,leider hab ich bei laut.de in letzter Zeit öfters den Eindruck das persönliche Geschmäcker der Verfasser von Kritiken zu stark gewichtet werden.

Alex, ich greife doch Dich persönlich nicht an. Wenn Du Dich angegriffen fühlst, ist vielleicht etwas Wahres dran. Du musst Dich ja auf keinen Fall für Deinen Kollegen rechtfertigen. Ich gebe Euch ja nur Hinweise! Eine EINSER-Wertung bei einer der musikalisch wertvollsten Bands unserer Zeit sieht irgendwie etwas daneben aus - um nicht zu sagen: kindisch. Und da in der Diskussion nach wie vor niemand etwas vorzubringen hatte, was diese Wertung auch nur im Entferntesten rechtfertigt, dürfte der Fehler schon irgendwie bei Euch liegen, oder?
Eigentlich ist es ja genug, aber ich muss auch sagen, dass ich von dieser Rezension ziemlich enttäuscht bin. Nichts gegen den Redakteur, vergangene Rezensionen waren ja durchaus Ok und legitim von der Bewertung her, aber in diesem Fall fehlt mir jegliches Verständnis. 1 Punkt für dieses Album ??? Also die Songs die ich bisher zu hören bekam gefielen mir exzellent, ein Level das man von The Mars Volta erwartet und das meinesachtens auch mit hoher Qualität erfüllt wird. (meine subjektive Meinung)
Die Rezension kommt einer Abstrafung der Band gleich, für mich absolut unverständlich. Auf die Songs und den Klang der Kompositionen wird überhaupt nicht eingegangen und darüber soll der Leser einer Rezension doch etwas erfahren, oder etwa nicht 
Wenn ich auf meine Lieblingsseite http://www.babyblaue-seiten.de/ schaue, dann bekomme ich stets ein GEFÜHL dafür, WIE die Platte klingt (Also stellvertretend für andere Alben, die neue Mars Volta wurde dort noch nicht rezensiert). Es ist mir an dieser Stelle noch völlig egal, ob die Scheibe dem Rezensenten gefällt oder nicht.
Ich möchte wissen, ob das Album beispielsweise soundtechnisch an frühere Werke anschließt, oder sich etwas (und wenn ja WAS?) verändert hat. Mich interessiert dezidiert NICHT ob dem Verfasser diese Änderungen nun gefallen. Und wenn er das Album schon so dermaßen verreißt, dann doch bitte mit nachvollziehbarer Begründung, denn was hätte diese "Warnung an die Leserschaft" sonst für einen Sinn?
Ist die CD vielleicht mixtechnisch schlecht? Jagt der Schlagzeuger etwa zu oft dem Klick hinterher?
Hat der Sänger Intonationsprobleme?
Wirkt die Platte oft disharmonisch, gehetzt, strukturlos?
Kann der Gitarrist nicht spielen, hat er einen zu aufdringlichen Zerrsound?
Oder ist es einfach nur "langweilig" weil es keine Weiterentwicklung zu frühreren Werken gibt?
Vielleicht zu viele (oder im Prog vllt. auch zu wenige?) Rhythmuswechsel, Breaks, ausufernde Gitarrensoli?
Was hätte die Band machen (oder lassen) müssen, damit eine höhere Wertung drin gewesen wäre? Hm?
Und in meinen Augen ist diese dauernd aufkommende Aussage "Musik kann nur subjektiv bewertet werden" einfach nur falsch.
Denn wenn z.Bsp. das Bandrauschen auf Damien Rice's Alben stellenweise fast lauter ist als Lisa Hannigans Stimme, ist das OBJEKTIV scheiße, egal wie gut der Song ist.
Und wenn bei Calexico ein Hacker auf der Feast Of Wire drauf ist (glaube bei "Guero Canelo"), ist das ebenfalls OBJEKTIV scheiße.
Wenn bei der 10.000 Days von Tool mixtechnisch gepfuscht wird (Stichwort white noise), bei Amy Winehouse der gefühlte RMS Wert bei ca. -5db liegt und bei Kate Nash der Engineer scheinbar nicht gewusst hat, was ein DeEsser ist und wo man den Plop-Schutz am Mikro anbringt, dann ist das Ergebnis auch OBJEKTIV scheiße.
Aber danke, dass ich so zumindest nicht die Veröffentlichung des Albums verpasst habe.
mann mann mann, können nicht einfach Mars Volta Fans morgen in den Laden gehen, sich die Scheibe kaufen und einfach anhören? Diejenigen, die die Platte dann kacke finden, lesen in Zukunft immer voller Vertrauen die Rezis des hier so unglaublich umstrittenen Rezensenten. Und diejenigen, die die Platte dann ganz toll finden, scheißen einfach in Zukunft auf die Rezis eben jenes Rezensenten.
Wobei ich anfügen muss, dass 1 Punkt für eine Band wie Mars Volta im Kontext anderer zeitgenössischer Veröffentlichungen bestimmt nicht angemessen ist. Vielleicht eher im Kontext ihres bisherigen Schaffens, aber das werden wir ja in den nächsten Tagen alle ganz SUBJEKTIV für uns entscheiden können. Peace
Was mich an den neuen Songs stört sind diese extrem Stimmverzerrer. Klingt teilweise wie so ein Schlumpf 
Soll das ein WItz sein? Der Rezensent redet von Alkohol, Pilzen und sonstigem und möchte selbst so einen Scheiß veröffentlichen?
Ein Fortschritt bei folgenden Rezensionen wäre es vielleicht, wenn man überhaupt mal richtig auf die Musik einginge, anstatt sich über Sachen um die Band herum lustig zu machen.
Ich kann froschhund nur zustimmen. Was ich mir von einer Rezension erwarte sind zunächst einmal Informationen über die Beschaffenheit der Musik, dazu beispielhaft ein paar Songs im Detail analysiert. Aber nicht so ein Text voll von "Ich bin so cool und schlau, weil ich mit allen möglichen, unverständlichen, sinnlosen Phrasen und Vergleichen um mich schmeiße". Das ist unsachlich und nicht informativ.
Und zu der Aussage das man die Musik nur subjektiv bewerten kann. Das ist wohl wahr, aber das ist wie alles andere auch und nicht das was ich mir vom Review erwarte. Bei dieser Polemik kann man das einen Kommentar, ein Essay, eine Streitschrift oder sonst was nennnen. Aber ganz sicher kein informatives und objektives Review. Ich hab absolut nichts dagegen wenn die Rezensenten am Schluss auch ihre Meinung äußern, aber eben nur am Schluss und nicht von vorne bis hinten.
Ich muss auch sagen das ich von Amputechture enttäuscht war und immer noch bin, und auch das neue Material ist mir noch nicht so ans Herz gewachsen wie Deloused und FTM, aber eine ein Punkt-Wertung erscheint mir ungerechtfertigt.
ich hoffe, der autor hat sich schon eine neue identität zugelegt, denn die verstörten fanboys werden ihn mit hilfe ihrer geisterbretter bis ans ende seiner tage jagen...
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