- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Kaum mehr als ein Jahr nach "Bedlam In Goliath", das sich auf das handwerkliche Geschick seiner Protagonisten verließ, gestehen Mars Volta selbst indirekt ein, zuletzt den Faden verloren zu haben. Sämtliche negativen Progrock-Klischees - Muckertum, prätentiöse Technikprahlerei, Überladenheit – schienen seinerzeit verwirklicht.
Für den Nachfolger unterwarf sich Produzent und Mastermind Omar deshalb der Herausforderung, "sich zusammenzureißen. Ich legte mir selbst Fesseln an, indem ich mir sagte: 'Nein, da kommen keine weiteren 97 Teile in diesen Song.'" Ziel gesetzt, Ziel erreicht: Mit "Octahedron" legen die Voltaner ihre mit Abstand straighteste Veröffentlichung vor.
Die endlosen Overdubs, vielen Stimmmodulatoren und unzähligen Gitarreneffekte hat Omar, der die Studioarbeit erneut in Eigenregie dirigierte, auf jenes Mindestmaß reduziert, das die hauseigenen Trademarks unbeschadet lässt. Bixler-Zavalas Organ bleibt auch ohne Dutzendwaren Verfremder charakteristisch für den Mars Volta-Sound, Rodriguez-Lopez' Saitenspiel ohne Fingerfertigkeits-Wettbewerbe unverkennbar identitätsgebend.
Nicht nur deswegen manifestiert sich hier eine neue Übersichtlichkeit. Bei lediglich 50 Minuten Spieldauer werden erstmals gar Mehrfach-Rotationen möglich. Nur ein einziges Mal reißt die Achtminuten-Mauer, während bei allen Songs Strophe-Refrain-Muster erkennbar sind. Auch bildet die Akustikgitarre, die bislang nur als Exot unter dem elektrisch verstärkten Soundgewand hervorblitzte, neuerdings einen festen Leitpfosten.
"Since We've Been Wrong", "With Twilight As My Guide" und "Copernicus" kehren den Amps den Rücken und den "Televators"-Sound nach vorne. Es wirkt fast, als sei mit der fünften Platte die Zeit gekommen, den gewachsenen Haufen gemäßigter bis ruhiger Singles kompakt auf einer CD zu verstauen. Weil auch die Hardrock-Ausbrüche zwischen den Halbballaden nicht aus dem Ruder laufen, gelingt so etwas wie eine Mars Volta-Blaupause für Neuhörer: alle Standards enthalten und konsumfreundlich aufbereitet.
Dass die Subtraktion der Überladenheit des Vorgängers allein für den Anschluss an alte Glanztaten nicht genügt ("De-Loused" und "Frances" bleiben überdauernde Großtaten), zeigt sich jedoch ebenso schnell wie die Zugänge offenliegen. Denn leider vergessen Omar, Cedric und Begleitband, dass besagtes "Televators" zum einen aufgrund sehr atmosphärischer Texturen, zum anderen dank seiner Funktion als Ruheinsel nach kakophonischer Sintflut so hervorragend funktionierte.
Dagegen verbucht das konzept- wie experimentfreie "Octahedron" sowohl Atmosphäre als auch Kontext auf der Sollseite. Die Abfolge von kontemplativeren und aufrührerischeren Tracks wirkt schlicht beliebig. Im ersten Moment vermag der Wegfall weitschweifiger, exzentrischer Gesten noch zu gefallen, wächst sich jedoch über die Gesamtlänge zum öden Kropf der Platte aus.
Viel zu früh ist jeder Winkel ausgelotet. Ohne den Wagemut, der Mars Volta bis dato den Stempel der Progressivität verlieh - selbst wenn er wie auf "Bedlam" ein Scheitern erst erlaubte -, geht ihrer Musik das Spannungsmoment ab. Kurz: Nie waren die Amerikaner eingängiger und langweiliger zugleich.
Über die Gründe für diesen uninspirierten Weg kann man nur spekulieren. Wollte Omar Rodriguez nun endlich all jenen Lästerern das Maul stopfen, die seit Jahren betonen, dass Mars Volta am besten waren, als sie mit Rick Rubin noch einen Produzenten im Rücken hatten?
Solch persönliche Eitelkeit mag immerhin dazu beigetragen haben, darauf lassen schon die Zitate schließen. "Octahedron" sei, betont Omar weiter, das erste Album, "das man mit Genuss hören kann". Hätte er statt "Genuss" "beim Bügeln im Hintergrund" gesagt ... grundlegend widersprechen müsste ihm wohl niemand.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
The Mars Volta - Octahedron | Infos (Lieferzeit/Service) | €7,97 | €3,90 | €11,87 |
![]() |
The Mars Volta - Octahedron | Infos (Lieferzeit/Service) | €8,97 | €3,95 | €12,92 |
![]() |
The Mars Volta - Octahedron | Infos (Lieferzeit/Service) | €10,99 | €3,95 | €14,94 |
![]() |
Mars Volta - Octahedron | Infos (Lieferzeit/Service) | €12,98 | €3,95 | €16,93 |
Unglaublich :-O wie kann man denn bitte so ein review schreiben?
Kann Alex nur zustimmen...
Ich finde die Platte eigentlich ziemlich gut.. auf jedenfall hörenswert auch für nicht tmv fans.
ok, ich glaub hier ist dann jetzt eigentlich alles gesagt, oder?
Ich will mir das live-spektakel auch mal ansehen. bin auch zufällig im holland-urlaub wenn sie in amsterdam spielen.. ist zwar ausverkauft aber das wird schon.. denk ich^^

Keine Frage, Octahedron ist sicher nicht Mars Voltas beste Scheibe, aber es ist absolut bescheuert, diese Platte mit 2 Punkten abzustrafen, wenn man mal in Betracht zieht, welcher Schund sogar noch mit 3 Punkten davonkommt.



ich fand "Bedlam in Goliath", welches meiner Meinung nach die beste Scheibe von The Mars Volta sind, bereits viel homogener als "Amputecture". "Frances the Mute" spaltet die Lager (ich find die Scheibe großartig) und der Erstling bleibt ein Meilenstein/Evergreen.
"Octahedron" ist im Vergleich zu den anderen das bei weitem popigste und uninspirierteste Album - beim ersten Durchgang habe ich mir nur gedacht: "omg da rockt ja garnichts bis auf Cotopaxi"...nichts für ungut, Mars Volta sind eine großartige Band, aber wo bleiben Songs wie Ouroborous, Viscera Eyes, Televators oder das wunderbare Multiple Spouse Wounds??
Octahedron ist meiner Meinung nach für Mars Volta Verhältnisse neben Amputecture das schwächste Album - zu homogen, zu berechenbar, zu wenig Power. 2/5 sind auf der Mars Volta Skala vertretbar.
Amputecture find ich großartig, abgesehn vom ersten Lied...
Was ich am meisten vermisse sind die Salsa Elemente die seit Bedlem verschwunden sind.
Find die Review jedenfalls gut geschrieben,besser als bei Bedlam, aber mal schauen was ich da vergeben würde, gekauft ist die Platte so oder so
Leute das ist nach Aussgae der Band ein acoustic album^^ Es soll ja gerade nicht so sein wie die vorgänger alben also kann mans auch schlecht vergleichen denke ich ;-)
...
Ich würde der Platte 7 von 10 Punkten geben wenn ich sie nicht mit den vorgängern vergleichen würde
Ey zuerst motzt ihr, dass das Album zu abgedreht ist (letztes) und jetzt ists zu normal. Entscheidet euch mal, ihr scheiss Laut-Deppen!!!!11111einzweifünf
ich hör mich erst mal warm, bevor ich hier über die Kritik herziehe! Alex wäre für mich wieso in Sachen Plattentest der bessere Mann gewesen...wat sachst du denn über das neue Werk?
Gut das die Geschmäcker verschieden sind - ich halte diese Scheibe neben der ersten für die bisher beste, weil die Musik endlich wieder nachvollziehbar ist und vor allem "entspannter" ... diese irren Salsa-Attacken konnte ich immer nur ganz schlecht ertragen. Ich geb der Scheibe 4 von 5 
Habe mich nach Frances... von TMV verabschiedet - zuviel Frickelei ... ich muss mir wohl selbst unterstellen, dass mir da der intellektuelle Zugang fehlt - (oder auch bewusstseinserweiterne Dinge).
Die Art von Musik, mit der ich früher tagein tagaus mein unverbrauchtes Hirn strapaziert habe, muss ich heute nach 'ner Minute ausschalten. Aber das interessiert Euch wahrscheinlich herzlich wenig ...
Ergo: Habe die neue TMV noch nicht gehört, freue mich aber jetzt schon drauf!
Davon abgesehen das jemand der Polarkreis die volle Punktzahl gibt ne Mars Volta platte bewerten darf :-D (sorry aber der musste sein )
Musik ist Geschmackssache und nur weil jemand die Möglichkeit besitzt seine Meinung auf einer größeren Plattform zu verkünden,ist er nich mehr oder weniger qualifiziert als jeder andere Musik ,zu bewerten.
Deshalb :Hört es euch selbst an und findet es gut oder nicht
Am besten aber nicht damit die elitären Fanboys unter sich bleiben können :-D
Man wird nunmal schnell als elitärer Musiksnob angesehen, wenn man The Mars Volta gut findet. Normalerweise sind sie absolut bahnbrechend und wegweisend. Bis auf Yes macht niemand meines Wissens so verschachtelte, verrückte, kakophonische und obskure Musik. Sie übersteigt den Horizont der meisten Menschen. Damit will ich pauschal nicht jedes Werk von ihnen als Meisterwerk hinstellen, es gibt sicherlich einiges zu kritisieren an den letzten Alben.
Nun nähert sich die Gruppe wieder der Eingängigkeit. Das macht sie auch auf gar keinen Fall so brilliant wie sonst. Wenn aber jede dahergelaufene Jazz/Pop-Flunz die absolut langweiligste Art der Eingängigkeit überhaupt produzieren lässt und dafür immerhin noch 3-5 Punkte absahnen kann, stimmt etwas nicht mit dieser Seite.
Und nun: Bombardiert mich mit Arroganz, meine lieben!
die platte ist sehr schön. ist mal was anderes. vielleicht wird das nächste album ja wieder verrückter. für mars volta in der tat etwas langweiliger als die vorgänger, aber zum nebenbei hören beim bügeln ist sie sicherlich nicht.
vielleicht ist mit bügeln ja auch was anderes gemeint. prima sex-mucke.
aber kjetz ma ehrlich kinners. polarkreis 5/5, jimi blue ochsenknecht 3/5, mars volta 2/5. da stimmt doch wat nicht, dat riecht doch eher nach bravo als nach laut.de. macht domma ordentliche punktzahlen hier. nä?
des album isch ja wohl für tmv wirklich richtig langweilig und scheiße...amputechture und frances warn die besten!!!1
auch auf die gefahr hin die linie abreißen zu lassen: für mich das beste mars volta album nach dem debüt. die alben nach de-loused in the comatorium haben mich vor allem gelangweilt, weil ich einfach keinen zugang gefunden habe. de-loused war auch kein radiofreundliches pop album und trotzdem eingängiger als die darauffolgenden album.
Ich bin auch dagegen Mars Volta unter zu bewerten, allein schon, weil man einfach nicht abstreiten kann, dass sie eine der einflussreichsten bands der neuzeit sind. Wer ein bisschen Ahnung von der Progressive Rock Geschichte hat, wird mir zustimmen, dass Mars Volta dass für den Nu-Prog sind, was King Crimson für den Progressive Rock, Marillion für den Neoprog, Spock's Beard für den Retroprog und Dream Theater für den Progmetal sind. Sie sind die Wegbereiter und Begründer eines neuen Genres. Ob sie die beste Band in diesem Genre sind, lässt sich gar nicht unbedingt sagen, aber eben die Einflussreichste und bekannteste.
Nun will ich zwei Sachen äußern. Zu einem redet Ragism mist, wenn er sagt, dass nur Yes ähnlich drauf sind, da musst du einfach noch eine ganze Menge kennen lernen, gerade im amerikanischen und japanischen Underground gibt es so abgefahren krasses Zeug, dagegen sind Mars Volta glatt noch Pop
.
Wesentlich wichtiger aber mein zweites Anliegen: Hier regen sich ja alle so über die 2 Punkte für die Mars Volta Scheibe auf und fangen an zu knatschen weil der keine Ochsenknecht mehr Punkte absahnt. Aber das darf man einfach gar nicht miteinander vergleichen. 2 Mars Volta Punkte sind 2 Mars Volta Punkte und 3 Ochsenknecht Punkte sind eben 3 Ochsenknecht Punkte.
Wenn ich mir n Handy zulege und sage, dass Handy bekommt 3 von 5 Punkten weiß jeder was gemeint ist. Wenn ich jetzt einen Master-Mega-Super-High-Tech-Computer habe und sage, der bekommt 2 von 5 Punkten, ist dann das Handy besser als der Computer? Hoffe ihr versteht was ich meine
.
Ich find die Scheibe übrigens mit jedem Durchgang besser, scheint ein grower zu sein.
Ich war zunächst auch ziemlich geschockt, ob der 2 Punkte Bewertung, aber ich muss auch sagen ähnlich Donkeyboy, wenn ein Album nicht mehr dem Anspruch seiner Vorgänger genügt (und dieser Eindruck ergibt sich leider auch mir), kann man einfach nicht trotz der unbestrittenen musikalischen Fertigkeiten der Band eine volle Punktzahl vergeben, auch wenn man als Fan evtl nicht nur die Band sondern auch sich angegriffen fühlen mag.
Wo bleibt denn der Vergleich zu den Vorgängern, wenn jedes Album die volle Punktzahl erhält? Nichts ist perfekt, so auch nicht The Mars Volta. Wenn sich eine Band "Fehler" erlauben darf dann wohl diese.
Wie schon gesagt, man kann nicht pauschal sagen, dass Tokio Hotel jetzt besser ist als TMV, das ist einfach lächerlich
. Der Autor der Rezension, scheint sich sehr wohl mit TMV beschäftigt zu haben und diese eben auch zu schätzen. Umso enttäuschter ist er natürlich über ein nicht befriedigendes Album. Das bedeutet keineswegs, dass der Autor, jede beliebige Teenie-Mainstream-Band besser findet.
Aus Fansicht kann ich sagen, dass die Bewertung nur fair ist, dass das Album immer noch besser als diejenigen der meisten anderen Bands ist, das steht wohl außer Frage. Aber das beste Mars Volta Album gibt es dieses Mal leider nicht.
Hättet ihr etwa wirklich lieber einen Pop-Schund-Autor als Rezensenten für eine TMV Platte als jemanden, der sich offensichtlich damit auskennt?
Einen objektiven Album Benchmark wie es für Rechner gibt, gibt es in der Musikwelt (zum Glück!) nicht, auch wenn damit TMV hier besser weggekommen wären.
Format
Homepage: