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Für Luke Pritchard kann es kaum noch persönlicher werden. Dem belockten Frontmann der Kooks lag in der Vergangenheit eine Menge Schrott auf dem Herzen, welchem er sich auf "Junk Of The Heart" mit Hilfe von reichlich Dur-Klängen entledigt.
Rhythmisch, clean und groovy kommt der Titeltrack des dritten Studioalbums daher und bildet einen befremdlichen Kontrast zur eher melancholischen Lyrik des Songs. Überhaupt präsentiert "Junk Of The Heart" in seiner Ganzheit eher musikalischen Frohsinn, als die vermeintlich passende Portion an Tiefgang, mit der Texte über vaterloses Großwerden ("Is It Me") oder übermäßigen Konsum von bewusstseinserweiternden Substanzen ("Mr. Nice Guy") in der Regel ummantelt werden.
Warum auch immer die Insulaner nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, diesem grundmusikalischen Klischee Folge zu leisten, spielt letztlich keine große Rolle, denn ihre individuelle Form der Frustbewältigung funktioniert prächtig.
Wie bereits der Vorgänger "Konk" bietet auch "Junk Of The Heart" den idealen Soundtrack, um einem verregneten Sommer etwas Gutes abgewinnen zu können. Dem bewährten Indie-Pop-Rock-Sound des Quartetts gesellen sich anno 2011 zudem noch Elemente aus Dub und Elektro hinzu und sorgen so für ein hohes Maß an Vitalität und Frische.
Mit eingängigen Melodiebögen, einem beschwingten Singalong-Refrain sowie aufkommender Karibik-Stimmung dürfte ein Song wie "How'd You Like That" beispielsweise keine Probleme haben, sich in vorderste Chartlisten zu katapultieren.
Ähnlich verhält es sich mit dem nicht minder gelungenen "Runaway". Selbst wenn es wie auf "Taking Pictures Of You", "Killing Me" oder auch "Petulia" balladesk wird, hört man in Pritchards klarem Gesang immer noch eine verschmitzte Positivität heraus. Das bringt aber keineswegs die Authentizität des Ganzen in Gefahr, ganz im Gegenteil. Wenn es inhaltlich dunkel wird, erhellt dieser Gegenpol die Stimmung und lässt vor allem eines nach außen tragen: Hoffnung.
The Kooks wandeln auf "Junk Of The Heart" treu entlang ihrem selbstgelegten musikalischen Fundament der Vergangenheit, ohne sich zu wiederholen. Hier und da schwappen akzentuiert neue Elemente ein, kurzweilige Effekt-Spielereien und Rhythmus-Experimente inbegriffen. Der Blick über den musikalischen Tellerrand hat der Band gutgetan und sorgt letztlich für beste Stimmung bei 25 Grad unterm Regenschirm.
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"Nachahmer"-Gejaule.. die Jungs haben einen völlig (!) eigenen Sound.
TanteAli ist raus, sorry. Album gestern gehört. Ging mir nicht auf Anhieb so übergut rein wie die beiden Vorgänger (und die jeweiligen Acoustic-Versionen), aber doch nett und ausbaufähig - weitere Meldung nach mehr Durchläufen.
@TanteAli...ich hätte es diplomatischer ausgedrückt, aber prinzipiell hast du recht....
Waren die ersten beiden Alben wenigstens noch poppig und eingängig....ist das neue Werk nur noch Geheule und Gejammer...nach dem zweiten mal hören des Albums hätte ich beinah in die anlage getreten!
@stummerzeuge: eigener Sound ist das auf der Platte nun wirklich nicht!
Ich find die Kooks haben durchaus ihren eigenen Sound. Wenn man einen ihrer Songs hört, erkennt man sie sofort. Ihr solltet da vorsichtiger sein, man kann nicht alle britischen Indie-Bands in einen Topf werfen.
Die neuen (Elektro-)Elemente sind dezent eingesetzt und klingen einfach gut. Der Kooks-Sound ist aber trotzdem erhalten geblieben. Das merkt man allerspätestens bei Eskimo Kiss, dessen Intro und Inhalt ehrlich gesagt ziemlich stark an das fast schon wieder vergessene She Moves In Her Own Way erinnert 
Der Wer: sehr richtig, mein Guter!
Die neue Platte geht mir auch nach mittlerweile 2 Durchläufen noch nicht so rein, diese "dezenten" Elektro-Anleihen verleiden es mir doch ein wenig..
Ich bin sowas von NICHT raus! So Indie-Zeug ist für mich immer das selbe: Dürre Typen in Retro-Klamotten, mit absichtlich ungepflegten Frisuren (weil sie A)ach so wild sind oder B)achso verträumt). Dann JAULEN die meistens auf irgendeine lahme Melodie ihren Scheiß drauf und alle kleinen Mädels flippen aus. The Kooks sind da auch nur eine von vielen Bands, die das selbe Image haben und die selben Klischees bedienen. Was für LUTSCHER!
Das album ist ganz nett aber leider auch nicht mehr.
Ich habs mir jetzt schon ein paar mal angehört und komm einfach nicht rein.
"Junk Of The Heart" ist eine richtige schöne verträumte nummer. Nur das ist leider der höhepunkt in dem album, der pep wie im ersten album fehlt.
Stimm ich @tanmate zu... nur gejammer.
Inside in/inside out bekommen sie nich einfach nicht mehr getopt.
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