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Es muss natürlich das ganz große Pathos sein, das The Killers, diese polarisierenden Entertainer des großen Post-Punk-Revivals der Nuller-Jahre auf ihrem vierten Studio-Album bemühen. Schon der betont großspurige Titel "Battle Born", die Inschrift der Flagge des Bundesstaats Nevada, verweist nicht allein auf Las Vegas. Er reicht auch zu einem der Gründungsmythen der USA zurück, dem amerikanischen Bürgerkrieg.
Und tatsächlich klingen die Killers, die sich Zeit ihrer Karriere ungeniert bei den britischen Synthie-Pop-Helden der 80er-Jahre bedient haben, auf "Battle Born" amerikanischer denn je. Es wirkt fast so, als wollten sie zur "Schicksalswahl" zwischen Romney und Obama kühl berechnend noch eine Parabel über die religiös verklärte Greatness der USA vorlegen. In Wahrheit ist es wohl eher ein Ausweis amerikanischer Selbstüberschätzung.
Denn in Zeiten, in denen R'n'B zum neuen Kraftzentrum betont minimalistischer, kühler Pop-Entwürfe zu werden scheint, kommt der Larger-Than-Life-Pop des Quartetts wahrlich fast so reaktionär daher wie die politischen Forderungen der Tea Party. Gewiss, The Killers stehen Coldplay oder auch Lady Gaga seit dem protzigen "Day & Age" in produktionstechnischer Hinsicht bei weitem näher als den Originalen, Joy Division oder Alphaville, deren Hits sie bei ihren Konzerten gerne für sich vereinnahmen, weil ihnen immer noch die Substanz für einen Stadion-Act fehlt.
Dennoch verwundert, dass die reizstarken Hooklines, die Edge-Gitarren und all das elektronische, orchestrale, chorale Dauer-Bling-Bling an der Oberfläche der zwölf neuen Songs ausgerechnet auf ein Amerika abzielen, das heute längst nicht mehr existiert. Denn das mal breitbeinige, mal balladierende Midtempo weichgewaschenen Hard-Rocks mag vielleicht in den 90er-Jahren der seriöse Sound des American Dream gewesen sein. Heute klingt er einfach nur bräsig und träge. Da helfen auch die aktuellsten Produktionstrends nichts.
In Brendan O'Brien, Steve Lillywhite, Damian Taylor, Stuart Price und Daniel Lanois hat die Band gleich fünf ausgewiesene Breitwand-Produzenten engagiert. Zumindest einige recht hübsche Songs sind dabei herausgekommen: Der hymnische Opener "Flesh And Bone", der nach rockigen Soft Cell klingt. Die Single "Runaways", ein frecher Verschnitt alter Killers-Hits. Die 90er-Ballade "The Way It Was", in der Brandon Flowers kurzerhand zu Meat Loaf mutiert, "Heart Of A Girl", das den pastoralen Ton von U2 trifft.
Und schließlich "Battle Born", das den Glam-Rock von Queen ins 21. Jahrhundert überführt. Dazwischen – wie schon traditionell bei Killers-Alben – viel Schwulst und Kraftmeierei, bei der Flowers auch noch hölzern amerikanische Tugenden verganger Tage beschwört. Diese Schlacht geht verloren – but the show must go on.
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So einen Verriss hättet ihr auch gerne schon auf DayAge schreiben können. Unglaublich schlecht das Album. Ein Gutes Beispiel ist 'Be Still'. Es geht ganz schön los, aber nach einer Minute kommt ein Sample dazu dass mich an mein altes Keyboard erinnert 
Hab ja von Anfang an gesagt, dass ich das Album kaum objektiv bewerten kann. Und in gewisser Weise hab ich, wegen der angegebenen Gründe, mit so einer Kritik gerechnet. Aber meiner Meinung nach funktioniert das Album schon deshalb, weil es ein Gegenentwurf zur restlichen Pop-Musik zur Zeit ist. Man hätte es sich auch viel einfacher machen können indem man einfach hot fuss kopiert wonach die meisten Leute ja seit dem debüt schreien. Aber das haben sie nicht bei sam's town gemacht und auch nicht bei day age. Alles geschmackssache, und ich bin sicher kein Verfechter der Theorie: "Verändern der Veränderung wegen" aber bisher hat es sich für mich immer ausgezahlt. Ich bin nicht Fan der ersten Stunde und hab diesen ganzen Hype garnicht mitgekriegt, aber ich bin durch ihre späteren Sachen auf sie aufmerksam gemacht worden und seitdem feier ich sie. Ich hab mir also nach Hot Fuss nicht nur alles schöngeredet. Ja vielleicht ist das Album zu pathetisch oder "konservativ". Aber ich bin mir sicher, dass das die Intention der Killers war. Sie wollen der aktuellen Musik nicht blind nachlaufen. Wenn es einem nicht gefällt, kann ich das verstehen.
Hab zwar die neue Platte noch nicht gehört, aber seit Day Age, Flowers solo, Weihnachtssongs und der permanente Grössenwahn dieser Band, sind die in meiner anfänglichen Gunst sowas tief gefallen, dass ich es kaum hören möchte. Hab nie verstehen können, wie man Day Age so loben konnte (nicht nur laut.de). Das waren alles derart schwache Songs, vielleicht mit 1-2 Ausnahmen. Horror!
Jetzt mal ganz ehrlich, die hatten auch auf Day and Age bereits begonnen, einen ganz ekelhaften american way of Schlager zu etablieren. Ein klebrig-süßer Pappsound-Überzug über ein instrumental schon immer wackliges Gerüst.
Selbst die Texte klangen schon immer wie kopierfrisch voneinander abgepinselt bei der ersten Gruppenarbeit der Englischklasse 5c/Realschule Wanne-Eickel.
Aber Brandon Flowers hat nun mal, zugegeben, ein sehr eindrückliches Gesangsorgan, er schenkt es nur leider eher schlechten Songs in noch schlechterer Verpackung...
Nach zweimal durchhören ist mir nur aufgefallen das keine Songs wirklich hängen bleiben, erreicht bei weitem keine 'Mr. Brightside' oder 'Somebody told me' Qualität.
'Flesh Bone' und 'Runaways' fand ich als Opener sehr hübsch, aber spätestens bei 'Miss Atomic Bomb' geht das Album dann leider etwas unter, sehr schade.
schön, dass der Reviewer von der BBC seinen Kommentar unter die common creative license gesetzt hat, denn sonst wäre zumindest eine Abmahnung fällig.. schön, dass man als Redakteur der laut.de sich erstmal umhört, was andere so meinen, bevor man sich eine eigene Meinung bildet
http://www.bbc.co.uk/music/reviews/x53q
Ach du ... das klingt sowas von 1986. Mir kommen grade so Cutting Crew Assoziationen hoch. *schauder*
Joa, ihren Zenit haben sie wohl mit "All these things that i've done" erreicht und seid DAy Age ists ja nur noch fremdschämen pur, aber was solls, aus sentimentalität werd ichs mir mal durchhören...
Zunächst konnte ich überhaupt nichts mit dem neuen Album anfangen. Klingt merkwürdig, aber das Teil wird besser, je häufiger man es sich anhört.
Klar gibts bei dem Album einige Totalausfälle und ich trauere immer noch den Stilen von Sam´s Town und Hot Fuss nach. Aber zumindest ist dieses Album besser als Day and Age.
Ordentlich ist das Album - mehr aber auch nicht.
Tipp: Hört euch mal das Solo-Album vom vom Drummer an "Big Talk". Album heisst auch so. Da weiss man das sie es noch draufhaben 
Es hieß ja das neue Teil solle wieder ein Gitarrenalbum werden. Nachdem mich der Sound von der Single (obwohl mich "Runaways" nicht grade vom Hocker haut) streckenweise schon wieder ein bisschen an Sams Town erinnert hat, hab ich mich schon drauf gefreut - aber das ist ja jetzt leider eine ganz schwache Platte
Die Gitarren klingen so glatt gebügelt, alles furchtbar überproduziert - AOR von der schlimmsten Art. Und halt einfach keine guten Songs dabei.
Viele sagen ja, "Day Age" war der Tiefpunkt. So schlecht find ich das Album aber gar nicht, das war zumindest noch sowas wie ehrlicher Pop - und kein anbiedernder aalglatter Pseudorock a la Bon Jovi oder Nickelback. Für mich ist "Battle Born" ganz klar der absolute Tiefpunkt.
Und wer meint, die Killers warn schon immer doof, dem leg ich ans Herz mal ein zwei mal unvoreingenommen und aufmerksam "Sams Town" durchzuhören..
@Neragorn
danke für den Tipp mit Big Talk! Erster Eindruck ist echt ganz gut 
Sorry, ich finde es noch schlimmer als das unsägliche "Mylo Xyloto" und das erste Album von Coldplay ist immer noch eines meiner 10 Alben für die Einsame Insel. Und "Hot Fuss" ist auch nicht schlecht und gerne gehört; ich stehe ja eigentlich auf solchen Pathosrock.
AOR war der Begriff, den ich gesucht hatte, danke.
Ich könnte mich totlachen. Hier schreiben irgendwie ne Menge Leute, die die Killers eh immer schon doof fanden. Dann ignoriert das Album doch einfach, wenn's euch eh nicht interessiert.
Alle Fans müssten Battle Born eigentlich lieben. Vielseitig, pompös und wunderbare Melodien. Wie immer... die Killers halt.
So nach diversen Durchgängen mit teilweise größeren Abständen, ist das Album entgültig bei mir angekommen. "Flesh And Bone", "From Here On Out", "Be Still" "Battle Born" sind so meine Favoriten. Das Problem vom Album ist eindeutig die Songverteilung. Der Mittelteil ist irgendwie zu ruhig. Warum man gerade "Carry Me Home" "Prize Fighter" zu Bonustracks degradiert hat, bleibt ein Rätsel. Tauscht man die mit "Heart Of A Girl" vllt. "Here With Me" und mischt ein bisschen durch, dann wäre das "Albumerlebnis" auch besser. Stellt man seinen Mediaplayer auf Random und ignoriert das "Bonus Track" in den Klammern, verschwindet auch der, zugegebenenermaßen vorhandene, Durchhänger in der Mitte. Trotzdem ein gutes Album. Hätte mir aber auch etwas mehr in Richtung "Runaways" gewünscht, naja.
Ich hab das Album schon paar Durchgänge gegeben. Eigentlich find' ich nur Flesh Bone richtig gut, der Rest ist wirklich nur Durchschnitt, traurig wenn man bedenkt dass die Soloalben der Band ein deutlich größeren Drive hatten. Ich finde das Album ist orientierungslos und ungewöhnlich schlecht produziert, wie viele schon bemerkten sind die Gitarren irgendwo, aber nicht da wo sie hingehören (weder Gitarren noch Synthies). Obwohl ich FLesh bone eigentlich mag, finde ich trotzdem dass es nicht sauber produziert wurde, besonders im letzten Teil wo der Song eigentlich aufdrehen muss, wirkt es fast zögerlich und nur die Lautstärke der Synthies wird mal kurz hochgeschraubt. Erinnert sich jemand an das TeaserVideo zu Battle Born http://www.youtube.com/watch?v=3CLnaSTvzFI, wo man ein Instrumental Version hören konnte zu Flesh Bone: DAS hatte Bombast, Atmosphäre und einen steigenden Höhepunkt. Was würde ich dafür geben die rohen Versionen der Songs zu hören, bevor die verwässert wurden.
Ich weiß auch nicht wo die Ähnlichkeiten zu Sam's Town sein soll, die Platte hat keinen Biss. Vielleicht klappt's beim nächsten mal. DIe Jungs haben auf jedenfall das Zeug für Größeres.
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