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In der heutigen Zeit, in der Schmalspur-Boygroups und zusammen gecastete Kacke die Herzen und Sinne der Teenies vernebeln, stellt das Comeback der Kelly Family einen wahren Segen dar. Auch wenn man ihrer Musik zu Recht Naivität bescheinigt, so spielen die Kellys den Fans doch keine unechten Gefühle vor oder machen den Pubertierenden via Sexappeal falsche Versprechen. Wenn Maite den Grand Prix-Song "I Wanna Beloved" voller Emotionen ins Mikrofon hämmert, so dass eine ungewollte Gänsehaut immer wieder meinen Rücken hoch schleicht, dann kann eine Jeanette Biedermann, der Nachname ist Programm, mit ihren Krokodilstränen vom neuesten Video einpacken. Punkt.
So, das musste einfach mal gesagt werden. Und jetzt weiter im Text, sprich mit dem neuen Studioalbum von Joey, Jimmy und Co. Anfangs war ich ja ein wenig skeptisch, als mir diese Scheibe aufs Auge gedrückt worden war. Doch nach objektiver Auseinandersetzung mit den Songs kann ich nichts wirklich Negatives über "La Patata" sagen. Klar sind hier ebenfalls wieder die typischen Kelly-Lieder, die man eigentlich so gar nicht mag, am Start. Ich meine den religiösen, mit Wandergitarre vorgetragenen Hippie-Rockpop, wie er einem auf "So Many Things", "Lord Can You Hear My Prayer" oder "Oh God" um die Ohren weht.
Aber es gibt neben diesen Klischee-Ausfällen auch richtig gute Stücke, die zum Teil sogar mit modernen Einflüssen überraschen können, selbst wenn diese nicht immer voll ins Schwarze treffen. Als da wären zum Beispiel die Scratch-Einlagen von Angelo auf dem Anti-Klon und-Tierquälerei-Track "New Morals" oder die Nu Metal-Anspielungen beim "Special Girl". Besonders gut in Szene gesetzt sind jedoch die ruhigen Dub-Elemente des Openers "What's The Matter You People".
Natürlich haben die Kellys auch wieder ihre herzzerreißenden Balladen im Gepäck. Neben dem bereits erwähnten Grand Prix-Beitrag überzeugen vor allem Patricias Ode an ihren Mann "No One But You" und Paddys Liebesbekundungen für seine Familie "Brother, Brother". Zu solchen Liedern sollten die 12-jährigen Mädchen dieser Welt ordentlich abschmachten anstatt den Brosis-Puppen an den Lippen zu hängen.
Das ist eher Schülerzeitungsniveau. Und damit meine ich nicht die ständigen Schreibfehler bei zusammengesetzten Verben. Vielleicht sollte man dem Schülerpraktikanten einen Duden, ein Handbuch zum Schreiben von Texten und 20 Reviews in die Hand drücken, zum Üben.
[color=gray:8864fd57aa]:Kopf kratz:

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