laut.de-Kritik

Die große Bühne ist erklommen.

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Nach zwölfjährigem Bestehen und unzähligen Gigs steht das Trio aus Kalifornien mit seinem vierten Album endlich auf der großen Bühne. Wenn auch nicht ganz alleine: Nach einem Slot bei der gemeinsamen US-Tour von Alison Kraus und Willie Nelson treten Devil Takes Three im Juli 2014 auch beim legendären Newport Folk Festival auf.

"I'm A Stranger Here", das in Deutschland sechs Monate später als in den USA erscheint, lässt die Punk-Attitüde vergangener Werke etwas beiseite und hat auch mit Folk nicht wirklich viel am Hut. Die Instrumentierung aus Banjo, Gitarre und Kontrabass, die die Harmonien begleiten, könnte klassischer nicht sein, dennoch bringt die Band auch verstärkt Dixie- und Pop-Elemente ein. Und gar Perkussionen, die es im Lineup eigentlich nicht gibt. Wie auch weitere Instrumente, darunter Streicher und Bläser. Und eine zweite Gitarre, die von Nashville-Größe Buddy Cannon stammt, der auch die Produktion leitete.

Mit dem Opener "Stranger" geht es rhythmisch, wenn auch etwas gedämpft los. Dafür bietet "Worse Or Better" mit seiner Wall of acoustic Sound gleich einen der besten Momente des Albums. Der ist mit dem dritten Stück "Forty Days" erreicht, das dank Dixie-Bläser-Einlagen und scheppernder Saiteninstrumenten Ohrwurmqualitäten besitzt.

Eine Quotenballade mit dem passenden Titel "A Moment's Rest" sorgt für eine Verschnaufpause, bevor "Dead Body Moving" und "Hallelu" wieder auf die Tanzfläche, bei Konzerten tendenziell eher zum Pogo, einladen. "Spinning Like A Top" und "Mr. Midnight" kommen traditionellen Tanz-Stücken aus den Appalachen am Nächsten, "Goodbye Old Friend" fällt zum Schluss eine Spur zu schnulzig aus.

Dass das Trio aus Pete Bernhard (Gitarre, Hauptgesang), Cooper McBean (Banjo) und Lucia Turino (Kontrabass) den Sprung ins Rampenlicht geschafft hat, ist zweifellos verdient. "I'm A Stranger Here" ist eine Spur zu poliert ausgefallen, doch live dürfte das Trio ein paar Scheite Holz draufpacken und deutlich räudiger klingen. Im Juni 2014 zum ersten Mal auch in Deutschland.

Trackliste

  1. 1. Stranger
  2. 2. Worse Or Better
  3. 3. Forty Days
  4. 4. A Moment's Rest
  5. 5. Dead Body Moving
  6. 6. Hallelu
  7. 7. Hand Back Down
  8. 8. Spinning Like A Top
  9. 9. Mr. Midnight
  10. 10. Goodbye Old Friend

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