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Das 13. Studioalbum von The Cure. Sehnlichst auch deshalb herbei gewünscht, weil der Vorgänger vier Jahre auf dem Buckel hat, gespannt erwartet, weil die Messlatte seit der Welttour im Frühjahr ziemlich hoch lag.
Live gaben sich Robert Smith und seine Weggefährten als echter Rockvierer (plus Sequenzer-Einspielungen). Gitarrist Porl Thompson versuchte erst gar nicht zu verbergen, dass er zwischendurch mal mit Led Zeppelins Jimmy Page und Robert Plant auf Tour war. Im Gegenteil: Tracks wie "Us Or Them" dröhnten heavy wie selten aus den Boxentürmen.
Aus dieser Perspektive betrachtet klingt "4:13", als habe Robert Smith manchmal Porls Volumeregler abgeschraubt oder Jason Cooper Rutesticks in die Hand gedrückt: Die können auch anders, wollten es aber nicht.
Natürlich klingen The Cure trotzdem nach The Cure und haben qualitativ gute Songs auf der Pfanne. Dazu zählt das poppig abhebende "The Perfect Boy" oder das für die Band rhytmisch eher hyperaktive "Freakshow".
"This. Here And Now. With You", von Simon Gallups mächtigem Bass getragen, zeigt beispielhaft, warum man sie liebt: unpeinlich emotional breitet sich Roberts Sound Stück für Stück im Frequenzspektrum aus.
"Sleep When I'm Dead" gehört ebenfalls zu den auffälligeren Tracks. Bezeichnenderweise stammt die Grundidee der temporeichen Nummer aus den Sessions zu "Head On The Door" - das Album erschien 1985. "4:13 Dream" nimmt aber auch auf andere Werke Bezug.
"Underneath The Stars" oder "Sirensong", letzteres mit positiverer Grundstimmung, könnten zu "Disintegration" gehören, während "The Only One" als Verweis auf "Wish" durchgeht. Die psychedelische Aggression von "The Scream" und die Rocksession "It's Over" erinnern von der Produktion her eher an besagten, ebenfalls live eingespielten Vorgänger.
Dagegen hat man selten eine so verzerrte Cure-Gitarre in Kombination mit einem Rhythmusloop gehört wie beim "Switch"-Intro. Unterm Strich bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück: The Cure haben schon bessere Songs geschrieben, wichtigere Platten aufgenommen, auf jeden Fall Werke mit höherem Wiedererkennungswert veröffentlicht.
Damit sind nicht nur die Klassiker gemeint, sondern auch der mehrfach bemühte Vorgänger. "4:13 Dream" wirkt im direkten Vergleich irgendwie verwirrt, zumindest gezügelt. Stagnation kann man Robert und Co. dennoch nicht vorwerfen.
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