laut.de-Biografie
The Crüxshadows
Von Beginn an ausgesprochene Gestalten der Nacht, gründen sich The Crüxshadows ausgerechnet in jenem amerikanischen Bundesstaat, der seinen Einwohnern den Beinamen "The Sunshine State" auf die Nummernschilder am Auto schreibt und in unseren Breiten aufgrund seiner weitläufigen Sandstrände oder der schmackhaften Orangen wegen geschätzt wird. 1992 treffen sich Rogue, Sean Flanagan und Tim Curry während ihres Studiums an der Florida State University und beschließen der Langeweile in Tallahassee durch eine Bandgründung zu entkommen.
Eine erfolgreiche Strategie, wie sich schon bald zeigt. Mit den Singles "Sophia" und "Birthday", beide vom 2007 in Deutschland erschienenen Album "Dreamcypher", erreicht die New Wave/Gothic-Band Top Ten-Platzierungen in den US-Billboard-Charts.
Zunächst jedoch erscheint 1993 mit "Night Crawls In" das Kassetten-Debüt des Trios. Tanzbare Synthie-Grooves, elektrische Geigenmelodien, leicht rockende Gitarrenchords und Rogues Gesang definieren den dunklen musikalischen Kosmos von The Crüxshadows, der die Vorliebe für New Wave-Bands wie Depeche Mode, Peter Murphy und Duran Duran nur noch wage erahnen lässt.
Bis zum nächsten Lebenszeichen, der CD "Telemetry Of A Fallen Angel", vergehen immerhin drei Jahre. 1997 dann verlassen Flanagan und Curry die Band. Für sie kommen Trevor Brown (Geige), Kevin Page (Gitarre) und Chris Brantley (Keyboards) neu ins Line Up. Brown passt jedoch nicht ins Bandgefüge und geht kurze Zeit später wieder. An seiner Stelle spielt nun Rachel McDonnell die erste Geige.
Auf dem 1999 erscheinenden Album "The Mystery Of Whisper" zeigt sich die Entwicklung von The Crüxshadows weg von noisigem Gothicrock hin zu synthetisch, tanzbarem Dark Wave mit Rogues Gesang und McDonnells Geigenparts als unverkennbaren Elementen. In den USA erspielen sie sich durch ständige Clubpräsenz eine solide Fangemeinde.
Kurz nach der Jahrtausendwende schaffen The Crüxshadows dann auch den Sprung über den Atlantik, spielen 2002 auf dem Leipziger Wave & Gothic-Treffen wie auch beim M'era Luna Festival. Ihr Track "Deception" mausert sich zum Szenehit und sorgt neben der Livepräsenz für zusätzliche Publicity. 2003 unterstreichen sie mit der Platte "Ethernaut" ihre Vorliebe für die deutsche Sprache, was vor allem im englischen Sprachraum immer einen geheimnisvollen Unterton anklingen lässt.