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Vor zwei Jahren lieferten die Chemical Brothers den laut.de-Song des Jahres ab. "Galvanize" ist beileibe nicht die einzige coole Single der beiden. Seit über 15 Jahren füttern sie das alternative Partypublikum mit High Energy-Stoff. Der neue Longplayer "We Are The Night" ließ den Kollegen Cordas im Gegensatz zum Vorgängeralbum aber enttäuscht zurück.
Ganz Unrecht hat er nicht. Machte "Galvanize" mächtig Alarm und "Push The Button" 2005 die Chemical-Losung der "Block Rockin' Beats" wahr, wirkt die Single "Do It Again" ausgefranster: Es knarzt und fiept an allen Ecken und Enden. "We Are Night" präsentiert sich insgesamt introvertierter und weniger geerdet als der Vorgänger.
Die Chemicals greifen stattdessen wieder nach den Sternen des Dancefloors. Und das funktioniert natürlich. Die Platte hält insofern, was der Titel verspricht. Doch Nummern wie die neckische Kollabo mit Pharcyde-Rapper Fatlip ("The Salmon Dance") erreichen nicht ganz die aufrüttelnde Wucht des Vorgängers.
Immerhin weisen Tracks wie "Das Spiegel", "Saturate" oder die adaptierte Italo-Disko "A Modern Midnight Conversation" die unverkennbare Handschrift des Produzenten-Duos auf. Und so könnte auch Kollege Cordas manchen Song goutieren.
Etwa den hypnotisch perlenden Elektropop-Track "Battle Scars" (mit US-Singer/Songwriter Willi Mason am Mic). Oder die chorlastig arrangierte Hymne "All Rights Reversed" mit dem Gastauftritt der Klaxons. Das sich einhämmernde Stück schwankt zwischen Song- und Track-Charakter, eine der Techniken, die die Perfektionisten Tom Rowlands und Ed Simons perfekt beherrschen.
Und so schallt am Ende doch wieder ein typisches Chemical Brothers-Album aus den Boxen: Wer auf alternatives Tanzprogramm abfährt, kann Rowlands und Simons nicht wirklich an den Karren fahren. Denn die sind immer einen Tick schneller.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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(bin aber auch ein fangirlie)
Ich kann mit wirklich ganz viel Liebe dem Album seinen ganz eigenen Charme nicht absprechen, ich mag die Brüder immer noch und nehme ihnen dieses Werk nicht übel oder so. Aber ich finde nun mal, dass es nicht mein Lieblingsalbum ist, im Gegensatz zu Dig..., Push The Button und auch Surrender. Was dein LP-Vergleich soll, weiß ich imer noch nicht. So gesehen kann ich auch die Wildecker Herzbuben mit Manowar vergleichen. Ein jeder ändert nun mal seinen Stil oder sollte dies zumindest tun und im Falle von LP wäre es echt dämlich, das dritte Mal hintereinander ein und dasselbe Album zu veröffentlichen. Was die Chemical Brothers angeht. so habe ich weder einen kompletten Stilwechsel erwartet noch ein PTB: Vol. 2. Aber das Album ist dann doch sehr beider geraten und das Gefühl für Earcandy ist auf dem Album nun einmal nicht mehr da, was nicht heißt, dass ich dein Faible für entspannte Lounge-Musik infrage stelle, sondern für mich feststelle, dass es sich um ein schwächeres Album (von schlecht oder so ist nie die Rede gewesen) handelt... im Endeffekt also gleiches Fazit, nur ohne LP-Vergleich.






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