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Wind. Energisch geschlagene Drums liefern den spannenden Auftakt. BumBumBumBum. Gleich gehts los mit dem ersten Song des neuen T.A.T.U.-Albums. Plötzlich, früher als erwartet, setzt dramatisch eine Stimme ein. Die Drums lassen unbeeindruckt weiter ihr BumBumBumBum im Hintergrund ertönen. Alles gipfelt im mantraartig wiederholten Satz: "It's all about us". Es ist die erste Single und zugleich der Opener nach dem "Dangerous And Moving"-Intro, das getrost von der Analyse ausgelassen werden kann.
Von der Machart her erinnert "All About Us" an "All The Things She Said", die erste Single des letzten Albums, nur um Längen langweiliger. Womit das Schlüsselwort für das vorliegende Werk gefallen wäre: Langweile. Es gibt eine Menge Midtempo-Langweiler, langatmige Balladen mit süßlich ins Mikro gehauchten Texten und ansonsten genug lahme Gitarren für etwa zweieinhalb Singles, die im Refrain rocken. Keyboards, die spielend zwischen tiefen Achtzigern und hektischem Eurodance der Mittneunziger wechseln, geben der Platte den Rest.
Das Image haben Lena und Julia ein wenig verändert. Weg von den Schulmädchen-Lesben hin zu den toughen, jungen Powerfrauen, die sich auch gerne mal ein Bett auf dem Schrottplatz aufstellen, um darauf in engen Shirts und knappen Shorts zu posieren. Klar, Julia ist jetzt Mutter, hat einen Freund, und die Lesbennummer lässt sich damit nach der Bienchen- und Blümchen-Theorie weniger überzeugend verkaufen. Soll man den Mädels Glauben schenken, war das ja auch nie beabsichtigt. Sie machen einfach gern, was sie wollen, hört man. Und wenn es nur darum geht, auf ihrer russischen Seite mit Kinderzimmerfotos und niedlichem Tagebuchdesign schmierige Fantasien zu bedienen. So was denken sich junge Frauen ja gern mal beim Fußnägellackieren aus. Marketingstrategie? Never, das kommt bei denen halt so aus tiefstem Herzen ... echt jetzt.
Lauschen wir zur Auflockerung doch einfach dem offiziellen Biografietext der deutschen T.A.T.U.-Homepage: "Diese beiden Mädchen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in einer Welt, die sonst von konstruierten und exakt durchkalkulierten Entertainern beherrscht wird, noch immer auf ihre innere Stimme hören können und wollen." Nicht umsonst nennt man diese beiden Bauchentscheiderinnen auch die Rainer Calmunds des russischen Popgeschäfts. Aber das ist noch nicht alles. Julia und Lena präsentieren sich, wie sie sich selbst sehen, heißt es weiter. Als "künstlerisch, intellektuell und sexuell progressiv". Manche Dinge wirken unkommentiert einfach am Besten.
Gerade wegen des künstlerischen Anspruchs dürfte es auch nicht schwer gewesen sein, die Eurythmics und Sting an Bord zu locken. Der unterdurchschnittliche Halbrocksong "Friend Or Foe" stammt teilweise aus der Feder des Eurythmikers Dave Stewart. Den Bass spielte Studienrat Sting ein. Beides kann man dem Song nicht anhören. Er fügt sich nahtlos in den fröhlichen Reigen der Belanglosigkeiten ein. Der Elektroschnickschnack à la Musikraupe hält es zusammen. Da bleibt nur die Frage, warum Sting und Stewart sich das angetan haben.
Mit "Gomenasai" befindet sich eine ganz hörbare, wenn auch ziemlich austauschbare Ballade im Programm. Aber hier verschonen uns die beiden wenigstens mit ihren schrillen Gesängen im Hochfrequenzbereich, die nicht nur unendlich gequält heraus gequetscht klingen, sondern auf Dauer auch Trommelfell und Seele strapazieren.
T.A.T.U. präsentieren sich auf "Dangerous And Moving" musikalisch kaum verändert. Warum auch, wenns doch funktioniert! Künstlerische Meriten heimsen Julia und Lena damit allerdings nicht ein, auch wenn sie sich noch so sehr als Künstlerinnen und Intellektuelle verstehen. Da nützt es wenig, verärgert mit dem Fuß aufzustampfen.
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verdammtes arschloch!
das spannendeste an denen war doch noch das lesben image 
endlich mal wieder ein veriss der lustig ist


haha, allerdings, das ding ist echt grauenhaft 
zur tatu-rezi: ich nörgel ja notorisch darüber, aber warum man zwei von vier paragraphen zum image der band anstatt zum gottverdammten album schreiben muss, bleibt mir weiterhin ein rätsel.
@ Sandman: Wenn eine Band (kann man die eine Band nennen?) zu zwei Dritteln aus einem marketingstrategisch ausgefeilten Image besteht, rechtfertigen sich auch zwei Absätze zu diesem Thema, würde ich sagen. Ich denke nicht, dass man behaupten kann, bei den beiden ginge es vorrangig um Musik.
der jungautor selbst...

ok ben. dann einfach die "ich-gehe-nicht-darauf-ein-und-schreibe-schon-eine-neue
-rezension-über-die-schuhgröße-von-öhm-sarah-connor-business-böse-maschine
-und-gehe-nicht-auf-musik-etc.-ein
nöö...das image kannst du in einem zusätzlichen artikel beleuchtet und erklären. eine rezension der platte sollte sich doch sehr stark an der musik orientieren. ist aber nicht so einfach..
und das thema ist verdammt endlos. die ewige diskussion.
plastikpopverrisse kann leider wirklich jeder. auch oder gerade wenn er so richtig unwitzig ist.
Um auch was zum eigentlichen Thema, der Platte von TATU, zu sagen:
Ich habe schon viele bessere Platten gehört, aber genauso viele schlechtere. Finde die Scheibe ganz passabel - Durchschnittspop würde ich sagen. Nicht schlecht finde ich "All about us" (ist zwar nicht so gut wie "All the Things she said", aber trotzdem ganz nett), "Perfect Enemy" und "Friend or Foe". Daß beim letzteren Dave Stewart und Sting mit von der Partie waren, hört man allerdings wirklich nicht. In diesem Punkt gebe ich dem "LAUTator" Recht.
Ich würde der Platte aber durchaus 3 Punkte zugestehen. Mittelmaß eben.
Mh, ich denke die ganze Debatte reiht sich sich in die Kategorie "Kann es objektive Rezensionen geben?" ein.
Ich wäre zwar auch für eine seperate Kolumne, aber ich finde es auch nicht weiter tragisch in einer Rezension etwas zum Interpreten selbst zu sagen. Bei dieser Rezension hab' ich mich köstlich amüsiert, aber für eine Kaufentscheidung würde ich sowieso mehr als eine Rezension lesen (Nein, nicht die bei Amazon
) und/oder die Platte probehören.
Ich bin nicht der Meinung, dass gute (Pop-)Verisse leicht geschrieben sind. Um so mehr macht es Spaß welche zu lesen. Ich verstehe dies und auch Rezensionen im Allgemeinen auch(!) als eine Form der Unterhaltung.
Och der Kauz hat noch mehr drauf...
[url=http://www.dregenrocks.de/rezension/34/]hier
achso...im Mclusky Review geht er nicht ein einziges Mal in Richtung Detail. Auch ohne Platte ist so etwas möglich. Aber keine Unterstellung... (höhö)
Eieieieiei...
Tut mir ja leid, wenn ich ein paar Fanboys auf den Schlips getreten habe, aber es sollte doch klar sein, dass es keine allgemeingültige "gute Musik" gibt. Okay, die Strokes sind Langweiler und Mclusky Stümper.








Dem kann ich mich nur anschließen!Wie mir diese Kommerzhasser auf die Nerven gehen, kann sich keiner vorstellen. Wenn ihr euch alle so belästigt fühlt vom Mainstream, dann grabt euch ein Loch oder verfrachtet euch auf eine einsame Insel. Wenn ich mir schon diese anmaßende und arrogante Kritik des tAtu Albums durchlese, wird mir schlecht. Das zeigt mir nur, dass sich der Schreiber dieser ach so amüsanten Kritik ausgiebig mit der Bravo und anderen Teeniezeitschriften beschäftigt hat. Mit Musikverständnis hat das nichts zu tun. Schwach.
autsch!
Das Album wurde so schlecht bewertet weil die Musik einfach grottig ist. Und wenn dann eigentlich alles an den beiden auf die leider zum größtenteil verblödeten Mainstream-Hörer ausgerichtet ist kann man sich auch ruhig mal darüber auslassen.
Aber das verstehst du wohl nicht. 
Laut hat auch schon genug Bands positiv bewertet die kommerziell auch gut mit dabei sind also wo ist das Problem?
Was hat Musikgeschmack mit "Glauben" zu tun?? Hier gibt es nichts zu "verstehen"...
Tool, wer hat doch neulich gleich den Spruch mit "nicht der hellste Stift im Mäppchen" gebracht? Geh spielen oder in den Pokemon-Chat.
Ich fasse es nicht, wie blöd.... ich glaube nicht an Musik, ich höre und KONSUMIERE sie. Glauben tu ich - wenn überhaupt - an etwas anderes. Und daran, daß Du nicht alle Tassen im Schrank hast. Um daran zu glauben, muß man hier nur mal den Senf durchlesen, den Du hier im Forum von Dir gibst. Dafür gibt ja genügend Beispiele...
Ach. Er meint doch, dass es ein Leichtes ist, zu "glauben", dass André Rieu tolle Musik macht, wenn man nichts anständiges kennt. Ist gleich wie bei vielen Kiddies, dass die so Müll hören ... liegt da unter anderem auch am arg beschränkten musikalischen Horizont. 
"... wenn man nichts anständiges kennt" >> Immer noch nichts kapiert, oder?
Noch so ein Schlaumeier... woher wißt Ihr ****** denn, was ich kenne und was nicht? Und was bitteschön, hat die Anzahl der Interpreten, die man kennt, denn damit zu tun, ob mir ein einzelner Interpret gefällt oder nicht? Gefällt Dir Dein Lieblingsinterpret nur noch halb so gut, wenn Du 100 weitere kennst? Magst Du Deinen Lieblingsfilm nicht mehr, wenn Du 100 weitere gesehen hast? Dir gefällt ein neuer Interpret vielleicht noch besser oder schlechter als die bekannten, aber deswegen findest Du die anderen doch nicht plötzlich schlecht....
Junge Junge, ich hab selten so einen Bullshit gelesen wie von Euch Nasen. Aber freut Euch über Euren "musikalischen Horizont", denn das scheint der einzige Horizont zu sein, den Ihr habt. 
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