laut.de-Kritik

Es knallt an allen Ecken und Enden.

Review von

Eine Band, die schon fünf Mal den Basser gewechselt hat, war wohl auf der Suche nach dem richtigen Groove. Ob die neue Scheibe "Dead Again" die Suche für beendet erklärt, darf nun jeder selbst entscheiden.

Nach einjähriger Non-Stop-Tour durch die Länder Europas bietet die Band auf dem dritten Longplayer nichts wirklich Überraschendes. Im wahrsten Sinne des Wortes ist hier alles beim Alten. Was in diesem Fall bedeutet, dass die selbstmörderischen Engel sich nicht nur an den Riffs der 80er-Jahre-Thrash Bands orientieren, sondern auch den Sound der CD an die eigentlichen Urheber und deren Epoche anpassen. So firmiert auch "Dead Again" ganz deutlich unter dem Banner Old School.

Eigentlich schade, denn auch Thrash Metal darf sich verändern, wie selbst die Helden von früher mit Leichtigkeit beweisen. Ab und zu kristallisiert sich im Laufe der 40 Minuten Spielzeit der eigene Stil der Griechen heraus - aber leider zu selten. Bei einem Newcomer könnte man sagen, dass die Band auf dem richtigen Weg ist. Bei einer Combo, die seit fast zehn Jahren besteht, ist man mit solchen Hilfsbrücken eher vorsichtig.

Was nicht heißen soll, dass "Dead Again" wirklich schlecht wäre. Nach einem netten Intro knallt es an allen Ecken und Enden, und insgesamt kommt die Scheibe selbstbewusst daher. Das darf man nach allerlei Medienbuhai aber auch erwarten, würde man Suicidal Angels sonst schnell als Hype wieder im Fundus des Metaltheaters verschwinden lassen.

Im Vergleich mit der Vorgängerscheibe "Sanctify The Darkness" kommt "Dead Again" schon gereifter und gezielter daher. Schaut man sich aber auf dem aktuellen Thrash-Markt einmal um, hebt sie sich vom Durchschnitt kaum ab. Und wer sich gern mal aus der Riffkiste von Mr. King und Co bedient (siehe "Violent Abuse"), darf sich über Slayer-Vergleiche kaum beschweren.

Das macht eine Bewertung durchaus zur Gradwanderung. Die Jungs können spielen, und die Scheibe aus dem Land des Tzaziki muss sich nicht verstecken - und vielleicht ebnet "Dead Again" ja endlich den Weg für größere jedenfalls Pflicht!

Trackliste

  1. 1. Damnation
  2. 2. Reborn In Violence
  3. 3. Bleeding Holocaust
  4. 4. The Trial
  5. 5. Suicide Solution
  6. 6. Beggar Of Scorn
  7. 7. Victimized
  8. 8. Violent Abuse
  9. 9. The Lies Of Resurrection
  10. 10. Search For Recreation
  11. 11. Dead Again
  12. 12. Final Dawn

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5 Kommentare

  • Vor 3 Jahren

    Old-School-Thrash, aber so richtig haut das Album keinen mehr aus den Socken. Läuft sich ziemlich tot, und das ist nicht unbedingt nur so bei den Jungs, selbst wenn sie noch zu den besseren im Genre gehören. Nun ja, danke fürs Review - Benotung geht völlig in Ordnung. Eddy muss wohl Christbaumkugeln aufhängen?

  • Vor 3 Jahren

    Old-School-Thrash, aber so richtig haut das Album keinen mehr aus den Socken. Läuft sich ziemlich tot, und das ist nicht unbedingt nur so bei den Jungs, selbst wenn sie noch zu den besseren im Genre gehören. Nun ja, danke fürs Review - Benotung geht völlig in Ordnung. Eddy muss wohl Christbaumkugeln aufhängen?

  • Vor 3 Jahren

    Hört sich an, als versuche eine neue Thrash-Band aus dem Ruhrpott im Jahre 1995 so zu klingen wie Slayer...braucht sowas heute noch einer?

  • Vor 3 Jahren

    laut-autoren, immer wieder ein fest... "buhai"? möööp! "bohei", richtig. "tzaziki"? möööp! entweder "tsatsiki" oder "zaziki".
    gebt euch doch mal ein bisschen mühe, leute.

  • Vor 3 Jahren

    @-=Parcival=- (« Hört sich an, als versuche eine neue Thrash-Band aus dem Ruhrpott im Jahre 1995 so zu klingen wie Slayer...braucht sowas heute noch einer? »):

    Klar! Als Trash-Fan immer. Die Jungs touren sich den Arsch ab und rocken wie die Luzi! Und das bedeutet einen Konzertabend Spaß. Slayer synchronmoshend als Clubgig?!? Never...also ganz klar: JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!