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DVD-Tipp: Alice Cooper, Iggy Pop, Moby und Henry Rollins in einer herrlichen Musiker-Satire.
Mainz (edy) - "Verkaufe deine Seele und du bekommst einen Deal bei einem Majorlabel!" So könnte die Moral dieser Geschichte aussehen. An sich erst mal nichts Neues. Dass man seine Seele aber ausgerechnet an Alice Cooper verkaufen muss, ist dann doch neu.
"Du bist 30 Pfund Junkfood und nen Job im Einzelhandel davon entfernt dich umzubringen." Vermutlich wahre Worte, die man als Rockmusiker aber kaum hören will. Schon gar nicht von einem faltigen, seltsamen Sack (der zufälligerweise wie Alice Cooper aussieht) hinter der Bar in einem miesen Club, in dem man gerade aufgetreten ist.
Genau das passiert Sänger und Gitarrist Joey Winners eines Abends nach einem Gig vor vielleicht fünf Nasen. Beschissener könnte es also kaum laufen, doch als sich Bassistin Jennifer auch noch von einem Vampir beißen und verwandeln lässt, läuft eigentlich alles komplett aus dem Ruder.
Und das obwohl Joey schon vorher nichts unter Kontrolle hatte. "Die Karre mieft wie unser Drummer", darf er sich von Jennifer anhören und auch die Band selbst stinkt ziemlich. Der Name The Winners trifft die Situation nicht mal ansatzweise und das ändert sich erst, nachdem Jennifer zum Vampir und damit ziemlich heiß geworden ist. Nach und nach jagen auch die anderen Bandmitglieder ihre Menschlichkeit zum Teufel und siehe da – mit den Winners geht es steil nach oben.
"Suck" nennt sich der Streifen, in dem Autor und Regisseur Rob Stefaniuk nicht nur die Hauptrolle übernimmt, sondern dabei auch noch herrlich die Musikszene und vor allem die seit "Twilight" und "Vampire Diaries" losgetretene Vampirmanie aufs Korn nimmt.
So sind Vampirgrufties das Klischee schlechthin und der Obermuftie hat mehr Frisur als sonst was. Aber da sind wir mittlerweile schon Schlimmeres gewohnt. Dass der selbsternannte Vampirjäger, der sich ihnen bald auf die Fährte setzt, auch noch Angst vor der Dunkelheit hat, versteht sich beinahe von selbst.
Die an sich schon coole Story garnieren Gaststars wie Malcolm McDowell (als Vampirjäger Eddie Van Helsing - Kult!), Iggy Pop (als durchgeknallter Produzent Victor) und Henry Rollins (als selbstverliebtes Arschloch von einem Radiomoderator namens Rock'n'Roger). Nebenbei gibt Rush-Gitarrist Alex Lifeson noch eine Rolle als Zollbeamter ab, Moby als Fronter einer drittklassigen Alternative-Band und Alice Cooper … naja ihr werdet es ja sehen.
Die Musik kommt in dem Streifen natürlich ebenfalls nicht zu kurz, auch wenn sich die Aussage, dass Vampire endlich wieder rocken, so nicht ganz unterschreiben lässt. Sie grungen ganz ordentlich, aber immerhin wird einer der Obervampire letztendlich mit einer Gibson Flying V erlegt.
Einziges Ärgernis an der DVD: die deutsche Synchronisation ist bestenfalls ok. Wer die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt, sollte sich den Streifen im englischen Original anschauen. Leider gibt es außer dieser Wahlmöglichkeit nichts, was auch nur ansatzweise an Bonusmaterial erinnert.
Andie McDowell? Die Dame mit der Lockenpracht aus "Und täglich grüßt das Murmeltier", "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", etc. als düsterer Vampirjäger... Cool.
Ach nee, nur schlecht von Laut.de recherchiert.
Vielmehr handelt es sich bei der Besetzung um Clockwork-Orange-Psycho MALCOLM McDowell. Was zwar ein nicht so dramatischer Imagewandel ist, wie es bei Ms. L'Oreal Dowell der Fall wäre, aber doch mit Sicherheit als sinnvollere Besetzung anzusehen ist.
Bitte Artikel korrigieren ;-)
LOL Andy McDowell?... Epic fail würde ich mal sagen... ganz abgesehen davon, dass Andy sich mit ie also Andie schreibt! Aber Ihr habt recht... der Streifen ist sehenswert und ziemlich witzig!
Wenn Ihr Euch mehr informiert hättet, wüsstet Ihr, dass es noch eine Doppel-DVD gibt, wo mehr Bonusmaterial bzw. wo Bonusmaterial dabei ist! Und der Hinweis es mit Originalfassung zu versuchen ist eigentlich allgemein gültig! Vor allem wenn die Gaststars Musiker sind, die man mit ihren eigenen Stimmen kennt!
Och je was sind wir alles schlechte Redakteure. Verwerflich von uns, mal nen Schreibfehler zu begehen oder uns auf die uns vorliegende Edition zu beziehen, in dem was wir schreiben.
Schön, dass unsere Leser alles Heilige sind 
Ja, und dann beleidigt sein, wenn man auf Fehler hingewiesen wird!
@eddy: Wow, das ist mal eine Reaktion 
Hach, laut.de, was lieb ich dir! :-)
eddy ist cool.
Den Film werd' ich mir mal besorgen, bei Gelegenheit (also, wenn der Kaufhausdetektiv im "Karstadt" nicht hinschaut).
Ich bin für jeden Hinweis auf nen Fehler dankbar. Sowohl Schreibfehler, als vor allem auch inhaltliche. Ich finde nur die Vorestellung interessant, die mancher anscheinend hat, dass wir alle mit dem Finger im Arsch in der Redaktion sitzen und nur schreiben, was uns grad einfällt. Es wurde ein Name verwechselt - was hat das mit schlechter Recherche zu tun?
@Sancho
Natürlich gibts auch gute Synchros... aber in den meisten Fällen ist das Original einfach vorzuziehen... man verpasst sonst zu viel! Wäre das selbe, wenn englischsprachige Songs zur Originalmusik neu auf deutsch eingesungen würde! Das geht auch nicht!
Nö, das meine ich ernst! Bei dem Post darfst du dir auch gerne "JanErnster" als Namen denken. 
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