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Der während des Sturmes auf dem Southside-Festival schwer verletzte Sanitäter ist am Wochenende aus dem Koma erwacht. Eine Razzia des Zolls während des Sturmes, die Sicherungsmaßnahmen behindert haben soll, hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel.
Neuhausen ob Eck (joga) - Der Johanniterhelfer, der bei dem Gewittersturm am Southside-Festival von einer durch die Luft geschleuderten Zeltstange schwer verletzt worden war, ist außer Lebensgefahr. Wie der Veranstalter gestern bekannt gab, erwachte der mit schweren Brustkorb- und Lungenverletzungen eingelieferte Sanitäter am Wochenende aus dem künstlichen Koma und kann nun ohne Beatmungsgerät auskommen.
Er brauche jetzt viel Ruhe, um Kraft für die kommenden Rehabilitationsmaßnahmen für seinen zertrümmerten Arm zu sammeln und die Nachricht vom Tod seines Freundes zu verarbeiten, heißt es weiter. Die vergleichsweise schnelle Besserung seines Gesundheitszustandes verdanke er auch den sofortigen Erste-Hilfe-Maßnahmen seiner eigenen Kollegen.
Der Einsturz des Zeltes, bei dem ein Kollege des verletzten Sanitäters ums Leben kam, ist wohl auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen. Offenbar hatte der Sturm zunächst ein kleineres Zelt aus der Verankerung gerissen und gegen das große Zwei-Mast-Zelt geweht. Dabei sei dessen Plane so stark beschädigt worden, dass der Wind eine Angriffsfläche bekam.
Nach Informationen von laut.de werden die Vorgänge während des Sturmes möglicherweise trotzdem ein juristisches Nachspiel haben. Mitarbeiter des Festivals berichteten, dass eine Razzia des Zolls unmittelbar vor und während des Gewitters Maßnahmen zur Sicherung von Zelten, Bühnen und Equipment massiv behindert habe.
Den Berichten zufolge habe der SWR rechtzeitig vor dem Sturm gewarnt. Dennoch sei der Zoll etwa eine Stunde nach der Warnung, unmittelbar vor Beginn des Sturms, in Mannschaftsstärke angerückt und habe alle Festival-Mitarbeiter zusammen gerufen. Trotz dringender Bitten des Veranstalters sollen die Zollbeamten auch nach Beginn des Sturmes ihre Fahndung nach Drogen und Schwarzarbeit fortgesetzt und Mitarbeiter, die dringend zur Sicherung von Zelten und Bühnen benötigt worden wären, festgehalten haben.
Die genaue Höhe des dadurch entstandenen Schadens wird nach Auskunft des Veranstalters derzeit noch ermittelt. Dass die zuständige Zolldienststelle nun mit einer Klage auf Schadensersatz rechnen muss, wollte der Veranstalter gegenüber laut.de nicht bestätigen. Man bitte um Verständnis dafür, dass man in diesem Fall momentan noch keine Stellungnahme abgeben könne.
stimme dem Toco zu, hat mich auch echt berührt. und sollte die Aktion des Zolls direkt oder indirekt mit dem Tod des Sanis in Verbindung stehn, dann kommt der Verantwortliche hoffentlich nicht davon. und wir erfahren bitte auf laut.de davon
Ich kann dem Vorschreiber nur zustimmen. Wieso mit solchen Aussagen vorsichtig sein?diese verdammte ordnungswahn,scheiss Willkürherrschaft.Drück beide Daumen für den Sanni, hoffentlich werden die Verwantworliche dafür zu Rechenschaft gezogen.Kann ja nicht angehen dass man davon kommt nur weil man ein verdammter Zollbeamter ist!
Wieso mit solchen Aussagen vorsichtig sein?
Weil aus dem Artikel ziemlich deutlich hervor geht, dass der Todesfall und die Verletzungen des Sanis eine Folge unglücklicher Umstände sind. Dem Zoll wird nur vorgeworfen, die Sicherung ANDERER Zelte und Bühnen behindert zu haben.
Habs nun noch zweimal gelesen und konnte das Wort "anderer" weder explizit noch implizit irgendwo finden...
Obs zu dem großen Unglück ohne die Kompromisslosigkeit des Zolls nicht gekommen wäre, ist reine Spekulation, aber die bewusste Fehlentscheidung, die Sicherungsmaßnahmen zu behindern, sollte schon Konsequenzen nach sich ziehen. Vorausgesetzt das Ganze stimmt so wie hier dargestellt.
Traurig ists egal ob nun ein direkter Zusammenhang besteht oder nicht, ich kann mir die Zöllner lebhaft vorstellen, "aber mein Chef hat gesagt......". Kein Augenmaß, keine Menschlichkeit, sind das eigentlich nur blinde, Befehle und Paragrafen ausführende Roboter oder was???
..dem Zoll jetzt den Tod des Sanitäters unterzuschieben ist aber auch nicht gerecht! Dass sie die Ausführung der Sicherheitsmaßnahmen behindert haben ist schlimm...
Natürlich haben Sie einen Fehler gemacht, trotzdem..man könnte es nämlich auch so sehen, hätten die Zollbeamten die Mitarbeiter nicht zusammen gerufen, wären evtl. mehrere verletzt oder sogar umgekommen...also alles nur spekulation.
Traurig für die Sanitäter...!
Natürlich ist die ganze Sache sehr tragisch und nur noch trauriger wenn es wirklich stimmt dass der Zoll mit Schuld am Ausmaß der Ereignisse hat.
ABER: Irgendjemanden als Schuldigen rauszupicken und diesen zu bestrafen halte ich für sinnlos und falsch. Die Opfer sind zu entschädigen, aber die Beamten zu bestrafen hilft weder dem verletzten Sanitäter bei seiner Genesung noch dem Verstorbenen oder seinen Angehörigen.
Ausserdem wird genau DIESEN Zollbeamten so etwas nicht noch einmal passieren und wichtig ist nur dass auch andere daraus lernen.
Immer gleich einen Schuldigen zu suchen und zu bestrafen halte ich für ein weitere Merkmal des deutschen Ordnungswahns.
falls die befehlskette des zolls keine andere wahl lies, kann man den beamten nix vorwerfen. maximal dem staat..
Hier sind manche aber sehr schnell mit ihren Schlüssen. Außerdem scheint ihr zu vergessen, dass der Sani außer Lebensgefahr ist
Jetzt von einem Vorfall ein Verbot des Zolls zu fordern, zeugt für mich nicht von großer Intelligenz.
ich stimmt dir zu, HawkeyePierce , außerdem steht noch nicht fest, ob der zoll wirklich mitschuld hatte oder nicht.mir kommt es hier eher vor als ob der größtteil die"ach der staat könnte was damit zu tun haben? gut dann is er auch schuld!"- einstellung an den tag legt. wo menschen sind, können fehler passieren, ich bezweifle dass die zollbeamten mit purer absicht die arbeiter von der arbeit abhielten und sich dachten"oh da kommt ein sturm, lasst uns alles behindern, damit jemand stirbt!" glaubt das hier einer wirklich von euch? wer auch immer den befehlt hatte, genau jetzt bei diesem sturm eine drogenrazzia zu machen, oder was auch immer, der ist schon genug bestraft, derjenige wird sich wahrscheinlich sein leben lang vorwürfe machen,. ein tipp von meiner seite: überstürzt euren hass gegenüber der staatsmacht nicht, nur weil jemand dem staat dient, ist er nicht gleich ein gewissenloses arschloch
"nur weil jemand dem staat dient, ist er nicht gleich ein gewissenloses arschloch"
Oh oh, mit dieser Aussage wäre ich nicht zu voreilig. Das ist ja fast Beamtenbeleidigung. Denn die einzigen Rückschlüsse aus dieser Annahme sind, dass entweder grenzenlose Naivität oder bodenlose Dummheit beim betreffenden Personenkreis für ihr Engagement im Dienste des Staates zugrunde liegen.
Wer begibt sich sonst ins unterste Glied einer Hierarchie in der er gedankenlos Folgen muss und keinerlei Widerspruchsrecht hat?
Der Polizei-, Zoll-, Finanzbeamte der für sich entschieden hat dass ihn seine Resthirnmasse nichts mehr angeht und sich weigert sie weiterhin zu benutzen. Man könnte meinen: "Was bist du doch für ein naives, saublödes, gewissenloses Arschloch!" Wenn man möchte...
"nur weil jemand dem staat dient, ist er nicht gleich ein gewissenloses arschloch"
Oh oh, mit dieser Aussage wäre ich nicht zu voreilig. Das ist ja fast Beamtenbeleidigung. Denn die einzigen Rückschlüsse aus dieser Annahme sind, dass entweder grenzenlose Naivität oder bodenlose Dummheit beim betreffenden Personenkreis für ihr Engagement im Dienste des Staates zugrunde liegen.
Wer begibt sich sonst ins unterste Glied einer Hierarchie in der er gedankenlos Folgen muss und keinerlei Widerspruchsrecht hat?
Der Polizei-, Zoll-, Finanzbeamte der für sich entschieden hat dass ihn seine Resthirnmasse nichts mehr angeht und sich weigert sie weiterhin zu benutzen. Man könnte meinen: "Was bist du doch für ein naives, saublödes, kleines Arschloch!" Wenn man möchte...
alle die sich hier über unseren "scheiß bürokraten-staat" aufregen: nur dieser bürokraten-staat kann auch dafür sorgen dass die verantwortlichen dafür grade stehen müssen. überlegt mal was ihr da sagt. wenn der zoll scheiße baut heißt das nicht direkt dass das ganze system mist ist.
zeugt auf jeden Fall nicht davon, dass der zuständige Einsatzleiter des Zolls hier in der Lage war die Konsequenzen seinen tun, bzw seiner Befehlsbefolgung abzuschätzen.
Meines Wissens darf kein Beamter im Einsatz fahrlässig die Sicherheit Dritter riskieren.
Dies kann man dem Verantwortlichen schon vorwerfen.
Und wie mir scheint hat der auch noch nie ein Zelt aufgebaut, sonst hätte er wohl gewusst, dass so ein Zelt schlecht gesichert bei einem Sturm dazu neigt, sich von seinem ursprünglichen Aufenhaltungsort mittels Flug durch die Luft zu entfernen. Und dass bei einer möglichen Nichteinhaltung der Vorschriften bei der Landung Menschen zu Schaden kommen könnten.
So wie ich Teile unseres Kontrollwesens kenne, werden die jetzt das Zelt einsperren, weil es gegen eine reihe von Gesetzen und Vorschriften verstoßen hat
Man merkt das ihr alle am Leben vorbei lebt. Man leute da ist ein Mensch gestorben! Ein Mensch der Ehrenamtlich (das heißt freiwillig) sich für andere eingesetzt hat. Und ihr redet hier so ein scheiß wer nun schuld hat oder nicht. Dafür ist die Staatsanwaltschaft zuständig. Ohne den Zoll hätte ihr alle keine Arbeit mehr...
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