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Vorwürfe wie 'Casting-Band' und 'Ausverkauf' gehören für Sonic Syndicate von Beginn an zum täglichen Brot. Bislang haben sie da einfach immer mit guten Alben, starken Shows und entsprechendem Erfolg dagegen gehalten. Auch auf ihrem vierten Album überlassen die fünf Jungs und ihr Mädel nichts dem Zufall und siedeln mitten drin in der Generation Twilight.
Mit dem Opener "Beauty And The Freak" geht es leicht poppig und elektronisch los, aber die Nummer hat deutliches Chartspotential. Hier scheint jemand die alten Linkin Park-Scheiben eingängig studiert zu haben. Ist ja an sich mal nicht verkehrt, auch wenn die über weite Strecken verstärkt auftretende Elektronik bestimmt nicht jedermanns Sachen sein wird.
Das folgende "Revolution, Baby" hat einen ziemlich fetten Drive und drückt ordentlich nach vorne. So darf es gerne weiter gehen, doch leider sehen die Schweden das anders und jagen eine akustische Hüpfburg in Form von "Turn It Up" hinterher. Das tut schon in den Ohren weh mit dem wirklich übelst poppigen Chorus. Bei so viel fröhlicher Ausgelassenheit bekomm ich immer Aggressionen.
Noch tiefer ins Lala-Land verirrt man sich aber mit der ultra-kitschigen Ballade "My Own Life". Bei so viel Tralala werden die Kiddies mit Robert Pattinson-Postern an der Wand dahin schmelzen, aber der Text ist doch wohl bitte nicht ernst gemeint! Da schwillt einem echt der Kamm, dabei sind die kursierenden Bilder von Bassistin Karin Axelsson eher darauf ausgelegt, dass einem ganz was anderes schwillt ...
Immerhin finden sich auch wieder ein paar ordentliche Songs auf der Scheibe. Das bereits bekannte "Burn This City" hat zwar auch Bubblegum Melodien, aber wenigstens klingt das ansatzweise nach nem Metalsong. Und auch die beiden Rausschmeißer "Break Of Day" und der Titeltrack haben einen guten Drive und so was wie eine gesunde Mischung aus Härte und Melodie.
Der Rest ist wirklich nur was für die Generation Twilight. "Plans Are For People" hat zwar seine Momente, überzeugt aber wohl auch nur die Die Hard-Fans der Band. Der weinerliche Gesang von Nathan im Chorus ist einfach zu hart an der Schmerzgrenze.
Und da selbst "Leave Me Alone" nur wie ne Nummer klingt, die Park nicht machen wollten (das Geschrei von Richard hat auch nicht mehr als Alibifunktion), ist "We Rule The Night" ein eher schwaches Album geworden.
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