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In vier Wochen kommt der Eurovision Song Contest nach Deutschland, wir stellen euch Lenas Konkurrenten vor.
Düsseldorf (dtm) - Am 14. Mai findet der Eurovision Song Contest in Düsseldorf statt. Unser aller Lieblings-Lena versucht sich an der Titelverteidigung. 42 weitere Künstler versuchen genau das zu verhindern.
Zwischen den traditionellen Damen im Abendkleid, die einschläfernde Pop-Balladen trällern, finden sich dieses Jahr Akrobaten, alte ESC-Hasen, Crossover-Rabauken, längst vergessene Boygroups und gleich zwei Zwillingspaare.
Am 10. und 12. Mai finden die beiden Halbfinalshows statt. Jeweils zehn von 19 Länder werden ins Finale geschickt. Die großen fünf Geldgeber, England, Spanien, Deutschland, Frankreich und Italien, sind schon fürs Finale gesetzt. Damit treten also insgesamt 25 Acts im Finale auf.
Damit bei so vielen Teilnehmern der Überblick gewahrt bleibt und ihr eure persönliche Favoriten küren könnt, stellen wir euch hier alle Teilnehmer des ersten Halbfinales vor. Die Teilnehmer der zweiten Runde stellen wir euch am Montag vor.
Unsere polnischen Nachbarn schicken mit Magdalena Tul eine Dame ins Rennen, die weiß, was sie tut: Songs schreiben, tanzen, singen, optisch was hermachen. Und dazu noch Pädagogik bzw. Psychologie studiert. Den Popdance "Jestem" komponierte Magdalena natürlich selbst. Nun eröffnet sie das erste Halbfinale und könnte es anders als 2004 überstehen - denn gerade in osteuropäischen Ländern sollte die Nummer punkten.
Schwarze Schönheit tanzt und singt zu Bumms-Beats aus der Konserve. Wie oft gab es diese Kombination bereits? Die Zahl dürfte in die Tausende gehen. Die gebürtige Kenianerin Stella Mwangi schrieb den Song selbst und gewann damit den norwegischen Vorentscheid. Das Trommel-Geklöppel im Hintergrund erinnert leider unheilschwanger an das Safri-Duo, das mit Velile zur WM 2010 in Südafrika einen ähnlich gelagerten Kokolores abgeliefert hat.
"Let me share my song with you!" Aurela Gaçe bittet nicht, sie fordert. "Feel The Passion" lautet die englische Übersetzung ihres Titels "Kënga Ime". Interessante Frau, die leider mit einem mittelmäßig dramatischen Pop-Liedchen ins Rennen geht.
Wenn eine Nummer schon "Boom Boom" heißt, lässt das Böses erwarten. In Armenien versucht man ganz offenbar, das Erfolgs-Konzept Lena zu kopieren: Schwarzhaariges Mädel, schwarzes Kleid, komischer Tanzstil, dünne Stimme. Immerhin gibts zum Disco-Beat noch ein bisschen Feuerwerk.
Die Türken haben scheinbar Gefallen an Rock gefunden. Schon letztes Jahr schickten sie eine Rock-Band zum Contest und kassierten den zweiten Platz. Dieses Jahr mit Yüksek Sadakat also das gleiche Konzept. Der etwas langweilige Rock-Song wird beim Wettbewerb noch ein wenig mit Streichern und Elektro-Sounds aufgepeppt, damit er auch schön massenkompatibel und modern rüberkommt. Wird wieder funktionieren. Das Finale ist der Band eigentlich schon sicher.
Herzlich Willkommen in den 60ern. Serbien macht einen auf Austin Powers und lässt die türkise Nina einen Gute-Laune-Song im Funky-Swing-Sound singen. Dazu hoppeln im Hintergrund drei Backgroundtänzerinnen herum und tun so als ob sie singen würden. Warum jetzt ausgerechnet der Trompeter und der Saxophon-Spieler mit auf die Bühne kommen, der Schlagzeuger zum Beispiel aber nicht, ist vollkommen unklar. Gut, ein Drummer kann sich natürlich auch nicht so unheimlich cool bewegen. Style und Song heben sich auf jeden Fall angenehm von den anderen Beiträgen ab und hat dadurch sehr gute Chancen auf das Finale.
Alexey Vorobyov aka Alex Sparrow heißt Russlands Held: Fast-Fußballprofi, Schauspieler, MTV-Soap-gestählt und ausgebildeter Musiker. Die von Lady Gagas Kollabopartner RedOne produzierte Achtziger Poprock-Nummer "Get You" klingt fast schon wieder zu eingängig. Was beim Eurovision Song Contest ja nur von Vorteil sein kann.
Die aparte Anna könnte es schon allein von der Optik her ins Finale schaffen. Als straßenerprobte Popsoul-Chanteuse weiß sie aber auch, wo live der Hase lang läuft. In Basel studierte Frau Rossinelli an der Jazzschule und könnte nun mit natürlich guter Laune und Eleganz punkten. "In Love For A While" kommt als Akustiknummer mit dezentem Offbeat. Annas Ziel? Ein Gesangsstudium in New York. Sehr schön.
Wind- und Nebelmaschine anwerfen und ab dafür! Ein bisschen erinnert Georgiens Beitrag an Crossover aus den Mittneunzigern. Laut-leise-Spielereien inklusive. Nur: Sophio Toroshelidze, die Frontfrau der Truppe, sieht wesentlich besser aus, als das Gros der rockenden Epigonen aus dem vergangenen Jahrtausend. Leider sind Songstruktur, Text und einfach alles ebenfalls angestaubt und aus der Zeit gefallen. Die Rap-Parts im Zwischenteil klingen zudem äußerst offensichtlich bei Linkin Park abgekupfert. Lustig: Namensgeberein der Band und eigentliche Frontfrau, Tamar Eldrine, wurde kurzerhand aus der Combo geworfen. Kann sein, dass die Optik etwas reißt, der Titel könnte ins Finale vorstoßen, würde dort aber unter Ferner liefen rangieren.
Von Lordi zum Paradies Oskar ist es nur ein kleiner Schritt. Oder so. Das Pseudonym entlehnt Axel Ehnström der Astrid Lindgren-Geschichte "Rasmus Und Der Landstreicher". Die sanften Singer/Songwriter-Klänge garniert der junge Mann mit der zarten Stimme mit schönen naiv-tragischen Weltverbesserer-Lyrics. Ein simpler Song mit simplen Melodien, der das Zeug hat, ins Finale vorzudringen.
Der kleine Inselstaat wirft mit Glen Vella einen Kandiaten ins Rennen, der nun nach einigen Top-Ten-Platzierungen Maltas beim ESC endlich mal den Sieg nach Hause bringen soll. Seine Nummer im Uptempobereich ist jedoch weder einmalig noch hervorstechend und die Konkurrenz schläft nicht: Polen, Israel, Russland, Schweden und Weißrussland werden mit ähnlichen Songs antreten.
Erst zum zweiten Mal macht das kleine Land beim Grand Prix mit und schickt Senit zum Wettbewerb. Die Sängerin hat schon in mehreren Musicals mitgespielt und zwei Solo-Platten in Italien heraus gebracht. Zucchero war dermaßen begeistert von ihr, dass er sie als Supportact für eine seiner Touren engagierte. Nun sollte man meinen, dass man einen geilen Popsong hört. Allerdings ist der Track eher lahm. Eine ziemlich langweilige Pop-Ballade mit minimalem Country Einschlag. Kommt unter Garantie nicht ins Finale.
Grundgütiger. Die Frau sieht aus wie eine Mischung aus Sarah Connor und Celine Dion. Ihr Song "Celebrate" ist ähnlich attraktiv: strunzlangweiliger Eurodance-Pop mit ordentlich Bumms. Gähn. Zumindest haben die Kroaten den Songtitel von dem höchst seltsamen "Break A Leg" in das passendere "Celebrate" umbenannt. Daria ist übrigens Wienerin, studiert dort am Konservatorium und hat in diversen Musicals gesungen. Aber das hilft ihr hier auch nicht weiter. Die Nummer wird schon in der Vorrunde rausfliegen.
Song und Band haben eine traurige Vorgeschichte: Sigurión Brink, genannt Sjonni, nahm mit "Coming Home" bei den Vorausscheidungen in Island teil. Kurz vor dem Halbfinale starb er mit 36 Jahren an einer Hirnblutung. Seine Frau entschieden sich zusammen mit Freunden, das Lied ihm zu Ehren ins Rennen zu schicken. Als Sjonni's Friends gewannen sie den Nationalen Wettbewerb. Der nette und fröhlicher Folk-Pop gehört definitiv nicht zu den schlechtesten Beiträgen. Vor allem die Hintergrund-Geschichte könnte der Gruppe einen Vorteil verschaffen.
Ist das die Ost-Madonna? Oder die ungarische Sarah Jessica Parker? Nein, das ist Kati Wolf, 36 Jahre alt, zweifache Mutter und studierte Musikerin. Nachdem Ungarn im vergangenen Jahr aus finanziellen Gründen nicht teilnehmen konnte, schicken sie mit Kati einen der Favoriten ins Rennen. Ihr Song ist eine 80er-Jahre Disko-Pop Nummer, erinnert schon ziemlich an die Queen Of Pop und geht verdammt fix ins Ohr.
Portugal hat bereits 44 Mal beim Grand Prix teilgenommen, ohne auch nur einmal unter die Top fünf zu kommen. Damit ist Portugisiesch die erfolgloseste Sprache des Wettbewerbs. Hinzu kommt, dass jetzt eine Spraßtruppe ins Rennen geht, die politische Inhalte besingt und soziale Missstände anprangert: "Uns missfällt, wie es gerade um Portugal und Europa steht und wir gehen nach Düsseldorf, um genau das zu zeigen", sagte Leadsänger Nuno Duarte. Doch das könnte möglicherweise zu einer Disqualifiaktion führen, da nach den Regeln der EBU politisch motivierte Songs nicht erlaubt sind. Wie es auch ausgehen mag, eines muss man ihnen lassen: Sie sind mutig und erfrischend anders.
Evelina Sašenko hat zwar polnische Eltern, ist aber in Litauen aufgewachsen. Die 23-jährige Jazzgesangstudentin versucht mit der Ballade "C'est Ma Vie" von Andrew Lloyd-Webber, Litauen etwas nach vorne zu bringen. Sie singt den Großteil auf Englisch und nur den Refrain auf Französisch, der Originalsprache der Ballade. Ihre Stimme klingt recht nett und Talent bringt sie auch mit!
Diese Aserbaidschaner! Erst dreimal haben sie teilgenommen und jedesmal kamen sie in die Top-10. Und auch dieses Jahr ist ihr Beitrag einer der Top-Favoriten. Ell und Nikki singen ein poppiges Kuschel-Duett, dass verdammt eingängig ist. Damit brauchen die beiden eigentlich gar nicht mehr zum Halbfinale antreten, die Endrunde ist definitiv drin.
Hip Hop war bisher im Schlager-Contest eher unterrepräsentiert. Mit dieser Tradition wollen die Griechen in diesem Jahr brechen, dabei aber zugleich die eigene hochhalten. Stereo Mikes grantige Raps wollen in den Kontext nicht so recht passen, Loukas Yiorkas raubt der Nummer mit seinem schnarchnasigen Refrain zudem jeden Drive. So wird das wieder nix, mit Kopfnickerpunkten.
mhhh.. die Schweiz ist ganz nett... aber irgendwie befürchte ich, dass bei dieser Konkurrenz einem der Lena-Rotz noch ein Jahr länger auf die Nerven geht... Schade, ich hatte gehofft, dass die ihre Karriere als Pro7-Werbe-Jingle-Mädel fristen muss.
ziemlich fade angelegenheit. könnte mich aber nicht erinnern wann das schon mal anders war.
Malta ist ja mal der Oberwitz, so ne Mischung aus Gaga und Kylie Minogue nur eben Männlich irgendwie.
Spontan spricht mich jetzt kein Titel an, leider auch der von Lena nicht. 
Ihr habt bei San Marino das Land als "kleiner INSELstaat" !!! bezeichnet! eeeeeeeehhh, naja, mag sein das es klein wie eine Insel ist, aber so weit ich weiß ist es immer noch auf dem Festland, und zwar mitten in Italien, bei Ravenna. Zu den ESC Songs selbst: zumindest im ersten Halbfinale nix gutes. Im zweiten gibt es dann 2-3 OK Songs, Lenas Taken by a Stranger ist ohne Witz, mit Abstand der beste Song!
Die Schweiz betreibt ja mal das übelste Lena biting. Alle Beiträge sind wie zu erwarten zum weglaufen. Ich fürchte Lena hat große Siegchancen, da sie mit dem Song heraussticht und bei aller Antipatie die Leute erreichrn kann. Das hat sie letztes Jahr schon gezeigt. Wir werden ihr unerträgliches Organ noch weiter erdulden müssen.
Ansonsten schließe ich mich JaDeVins Petition für mehr Ostschlampen an. Da kan man wenigstens den Ton vom Fernseher abstellen und....naja...
Die Schweiz betreibt ja mal das übelste Lena biting. Alle Beiträge sind wie zu erwarten zum weglaufen. Ich fürchte Lena hat große Siegchancen, da sie mit dem Song heraussticht und bei aller Antipatie die Leute erreichrn kann. Das hat sie letztes Jahr schon gezeigt. Wir werden ihr unerträgliches Organ noch weiter erdulden müssen.
Ansonsten schließe ich mich JaDeVins Petition für mehr Ostschlampen an. Da kan man wenigstens den Ton vom Fernseher abstellen und....naja...
Wenn Varg Vikernes den norwegischen Beitrag sieht, läuft er Amok.
@mobeat
versteh nicht ganz, warum die schweiz lena bitet?
ich finde den beitrag eigentlich ziemlich gut.
Sie hat denselben merkwürdigen Tanzstil wie Lena, sieht aus wie das nette Mädel von Nebenan, singt ein ähnliches fröhliches Popliedchen (O.K. das ist wohl dem Kontext geschuldet), trägt ein lenaeskes schwarzes Kleidchen. Ich find schon, das die Lena ein bisschen kopiert oder sich wenigstens einiges bei ihr abgeschaut hat.
Btw. warum kann man nicht mehr Zitieren?
ok, muss dir in diesen punkten zustimmen.
hab mich wol etwas von der um klassen besseren stimme täuschen lassen 
beim dem Quark, was da geboten wird, zweifle ich nicht, dass Lena ihren Titel verteidigen kann. Das ist ja traurig. Also, dass der Raab dann endgültig abhebt, Lena in seine Umlaufbahn mitnimmt und wir gar keine Ruhe mehr haben.
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