Porträt

laut.de-Biographie

Son Of The Velvet Rat

Son Of The Velvet Rat nennt sich das Solo-Projekt des Österreichers Georg Altziebler, der für sein Debüt "Playground" aus dem Jahr 2006 für positive Pressestimmen erntet:

"Die schönste und berührendste Musik kommt derzeit aus der Grazer Songschmiede von Georg Altziebler. (...) Mit ein paar Tönen und Worten erzeugt er eine stark dunkelblaue Wirkung, der sich das Herz des Hörers spätestens nach zwei, drei Durchgängen nicht mehr entziehen kann. Leise kann sehr laut sein". (NOW NO.47 April 06)

Seit 2003 ist Altziebler auf Solopfaden unterwegs und nennt sich Son Of The Velvet Rat. Musikalisch aktiv ist er schon in der 80er Jahren mit einer Band namens Pure Laine, die dann 1996 in Bloom 05 aufgeht. Der Name Bloom 05 steht seit der Bandgründung für ohrgängigen Pop und countryeske Kompositionen auf Gitarrenbasis. Auf diese üppige Instrumentierung verzichtet Altziebler als Solokünstler, er setzt als Son Of The Velvet Rat vielmehr auf minimalistische Arrangements, Intimität und Unmittelbarkeit.

"Son Of The Velvet Rat ist härter, als es meine Bands je waren", betont Altziebler. "Und zwar im Sinne von Seiltanzen ohne Netz, im Sinne von 'A poet is a naked person' oder 'A singer must die for the lie in his voice'".

Dieses Konzept setzt er auf "Playground" mit Gitarre, Bass, Mundharmonika und Stimme konsequent um. Der österreichische Singer/Songwriter steht dem amerikanischen Country und Folk nahe, versteht sich aber auch als Chansonier und beruft sich auf George Brassens und Leonard Cohen.

Im Juni 2007 erscheint das Nachfolge-Album "Loss & Love", das reichhaltiger und rauer als der Vorgänger instrumentiert, aber bezüglich seiner Melancholie und Intimität etwas pointierter ausgearbeitet ist.

"Loss & Love" - zwei Seiten einer Münze oder auch: siamesische Zwillinge, deren Trennung selten glückt. Nicht dass die Lieder des neuen Albums darauf angelegt waren, dieses Begriffspaar zu umkreisen, es bildet dennoch die Konstante, die den Songs eingeschrieben ist. Im Rückblick sind Verlust und Liebe das, was bleibt." kommentiert Altziebler seinen Longplayer.

"Loss & Love" nimmt Altziebler in den USA in Nashville, Tennessee auf, wo er sich bei Ken Coomer, dem Ex-Drummer der Bands Wilco und Uncle Tupelo einquartiert, der als Produzent und Schlagzeuger mitwirkt. Die anderen Instrumente werden von Studiomusikern eingespielt. Für Aufnahme und Mix ist Charlie Brocco verantwortlich, der bereits auf die Zusammenarbeit mit B.B. King oder den Talking Heads zurückblicken kann.

Bezüglich des Sounds hat dieser Ausflug seine Spuren hinterlassen, "Loss & Love" klingt deutlich mehr nach Americana und Country als noch "Playground", und auch farbenfroher. "Wenn im Studio eine Hammondorgel steht, dann verwendet man die auch. In Österreich müsste man das Equippment mühsam ins Studio schaffen, in Nashville standen ein Röhrenmischpult, ein Fender Rhodes und ein Flügel herum."

Georg Altziebler ist ein schwermütiger Romantiker, dem die Authentizität im Songwritertum sehr am Herzen liegt: "Früher wollten alle Elektroniker sein, heute bezeichnet sich jeder, der eine Gitarre gerade halten kann, als 'Songwriter'. Ich achte jeden, der sich hinstellt und Lieder singt. Aber man muss schon merken, dass die Lieder etwas mit ihm zu tun haben."

Mit seinen zum Alternative Country tendierenden Neo-Folk-Chansons beschreitet Georg Altziebler eben den Weg, der seiner Individualität Ausdruck verleiht.

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