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Wertvolle Dinge verstecken sich oft hinter einem Siegel. So schürt die rote Banderole, mit der der schicke Digipack von "All We Need Is Silence" kommt, schon hohe Erwartungen. Um es vorweg zu nehmen: die Erwartungen werden auf jeden Fall erfüllt. Auch wenn es erst einmal recht unspektakulär beginnt. "The Beginning", zuerst sehr zurückhaltend, entwickelt sich erst nach der verstörenden Ankündigung "This is the beginning of the end" und der Aufforderung "Let's make war instead of love" zum elegischen Opener.
Der Auftakt zu einem wirklichen großen Album, das locker einen Wachstums-Nachweis der Band vom Vorgänger "Nothing Will Go Wrong" zum Jetzt bringt. Nach und nach schrauben sich Slut in die Höhe, stacheln sich immer mehr an, über das noch verhaltene "Lost Emotion" zum - für Slut-Verhältnisse - schon ziemlich rockenden "Neverending". Die großartige Floskel-Kombination "This life's a broken Highway, I never did it my way" deutet den grundtraurigen Tenor der Platte an. Ein langes Klagelied über enttäuschte Affektionen und nagende Selbstzweifel. Herbstdepression, hier ist dein Soundtrack!
Das effektvolle Laut-Leise-Spiel beherrschen Slut fast schon in Perfektion, "Staggered And Torn" und das zwischendurch fast lautlose "Wasted" nehmen die Ohren mit auf Stimmungs-Achterbahnfahrt. Der Titeltrack, ein Stampfer, der sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist definitiv der Chef auf der Platte, alles arbeitet darauf hin, die Songs danach lassen die aufgestaute, und in der Textzeile "If I had the decision I would kill all musicians" abgebaute Spannung abklingen.
Was nicht heißt, dass die Platte nach "All We Need Is Silence" abgestellt werden kann. Der Bogen der mitunter schwierigen Zwischenmenschlichkeiten zieht sich von "Why Pourqoui (I Think I Like You)", das mit "I think I like you, but not enough" unaufgelöst bleibt, zu "Homesick", wo es gleich zu Beginn heißt: "You say you like me with an empty kind of face". Verzwickte Befindlichkeiten. Musikalisch wie textlich wirkt die fünfte Scheibe der Ingolstädter wie aus einem Guss, trotzdem bleibt jeder Song eigenständig bedeutsam.
Das Ende bildet das zarte "Get Lost Get Lost" (dessen Gesangslinie mich ein wenig an "Freude Schöner Götterfunken" erinnert - nennt mich bekloppt!), ein Indiepop-Brillant vor dem Herrn. Rundum ein gelungenes Album, auf dem sich Slut reif und stark präsentieren und sich in der nationalen Indie-Liga weit oben festsetzen. Eigentlich könnten sie als nächstes die Welt erobern!
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Slut - All We Need Is Silence [Enhanced] | Infos (Lieferzeit/Service) | €16,99 | €3,95 | €20,94 |

)-einfach wunderbar

... und es gefällt, aber die Lyrics sind teilweise wirklich recht platt.. Aber überproduziert find ich es nicht... Ist eigentlich ziemlich reduziert im Gegensatz zu den beiden letzen Veröffentlichungen... Geht schon ok das ganze - kein Meisterwerk, aber ne solide Sache.. kann man sich gut anhören... Das Geschei im vorletzten Song gefällt mir...
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