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Es gibt einige Alben, die den Metal maßgeblich beeinflusst haben. Wenn es darum geht, die Nachbeben eines Releases aufzuzeichnen, schlägt die Nadel bei Slayers "Reign In Blood" immer noch am höchsten aus. Zumindest, wenn es um Thrash geht.
Was das Ami-Quartett mit diesem epochalen Gewalt-Fanal aus Wut, Aggression und Geschwindigkeit in die Annalen des Metal hämmerte, war schon zum Zeitpunkt des Erscheinens 1986 allen klar, die sich auch nur im Ansatz ernsthaft mit Musik der härteren Gangart auseinander setzten.
Das lag zu einem großen Teil auch an der kompromisslosen Brutalität des Sounds, der so urwüchsig aus den Boxen trümmerte und jedem die Fresse polierte, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Gegen die Wucht dieses Monstrums war der auch schon sehr beachtliche Vorgänger "Show No Mercy" ein besserer Kindergeburtstag.
Dass die Band und das Album für eine mittelschwere Krise beim Branchenriesen Columbia sorgten, wird in der an Skandalen reichen Gegenwart gerne vergessen. Aber tatsächlich verschob sich die Veröffentlichung von "Reign In Blood" mehrere Monate. Label-Verantwortliche fürchteten um ihr Image, wenn sie eine LP auf den Markt bringen, die sich mit den gräulichsten Gräueln der menschlichen Abgründe auseinandersetzt.
Dass man die Hauptprotagonisten auch noch in die Nazi-Ecke stellte, war denen aber relativ schnuppe. Sie setzten vielmehr noch einen drauf, erhoben den Reichsadler zum Wappentier ihres Logos und nannten ihren Fanclub 'Slaytanic Wehrmacht'. Deeskalation sieht anders aus. Die musikalische Entsprechung findet sich auf dem gerade einmal 29-minütigen Album und seinen zehn Songs.
"Angel Of Death": Drei Worte, die so viel mehr sind als nur bloß der Titel des wohl bekanntesten Slayer-Tracks. Das Eingangsriff entfaltet einen unwiderstehlichen Sog und reißt den Hörer in einem Strudel mit sich. Mit einer fast fünfminütigen Spielzeit ist er auch gleichzeitig der längste Song des Albums. Wenn sich Dave Lombardo mit seinem Doublebass-Einsatz zum dräuenden Inferno seiner Gitarrenkollegen gesellt, bricht wahrlich die Hölle los.
Beginnt ein Album mit den zärtlichen Worten "Auschwitz, the meaning of pain", sollte man eben keine Balladen erwarten. Tom Araya liefert mit seinem Organ die perfekte Abrundung dieses Wahnwitzes. Er bellt, knurrrt, schreit sich den Wolf, dass man sich keine perfektere Untermalung des instrumentalischen Amoklaufes wünschen könnte. Und in diesem Stile krawallt es in einem fort. Es fliegen einem die Riff-Attacken um die Ohren, bis im zünftigen Kehraus "Raining Blood" der Wahnsinn ein Ende findet.
Wer filigrane Gitarrensoli liebt, sollte sich woanders umhören. Was Hannemann und King hier zusammen gniedeln spottet jeder Beschreibung und ist dennoch immer wieder ein Heiden-Hörspaß. Mal kurz das Griffbrett rauf- und runtergewichst, fertig ist das instrumentale Zwischenstück. Glaubt man der Legende, ist das jaulende Klampfengequäke lediglich das Resultat von Rubins Insistieren auf mehr Soli. Nun denn: Danke, Rick.
Wenn am Ende Dave Lombardo auf die Toms drischt und die Gitarren Dämonen gleich den Blutregen ankündigen, findet ein Album ein Ende, das von seiner Grundausrichtung kaum bösartiger und widerwärtiger ausfallen könnte. Genau das macht seinen Reiz aus. Hier erklingt auf nicht einmal einer halben Stunde in Musik gegossenes Adrenalin, der feuchte Traum eines jeden Metal-Fans.
Die optische Entsprechung dieses Gemetzels erfährt "Reign In Blood" mittels der Covergestaltung. Larry Carroll schwingt hier zum ersten Mal für die Band den Pinsel - oder das, womit man derartige Fantasien eben kreiert. Dagegen malen sich Hieronymus Boschs surreale Gemälde aus wie Bilder einer Kaffeefahrt.
Andere Bands mögen auf ihre Weise ganz hervorragende Alben geschrieben und eingespielt haben. Slayer erschaffen jedoch als einzige Combo ein derart in sich stimmiges Kunstwerk, das mit Fug und Recht als endgültige Definition in Sachen Thrash gelten darf. Ein göttliches Teufelswerk.
In der Rubrik "Meilenstein" stellen wir Albumklassiker vor, die die Musikgeschichte oder zumindest unser Leben nachhaltig verändert haben. Unabhängig von Genre-Zuordnungen soll es sich um Platten handeln, die jeder Musikfan gehört haben muss.
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bier ist leer !
waas!
bier ist leer !!!
waas ? slayer ? SLAAAAAYERRR
PS: welcher hurensohn hat keine 5 punkte gegeben. bestimmt bowser da oben -.-
hatte die meilensteinliste schon aufgegeben gehabt.
Bowser versteht das nicht. Slayer ist halt was für ältere Leute wie uns.
http://www.youtube.com/watch?v=r4LbCLFUndg
seit wann sind slayer ein quintett?
nein, rick rubin zählt nicht!
meines wissens sind slayer aber ein quartett und kein quintett... araya, king, hannemann und lombardo!
nehmt euch n Zimmer...
zur Review. Genau in die Fresse. Passt. Slayer is zwar nich so meins (kann mich mit denen nicht anfreunden irgendwie) aber ich versuchs in der Mittagspause gleich nochmal.
btw. Sancho, dasselbe war jetzt bei Machine Head. Hatte es anfangs richtig schwer mit ihrer Art, aber nach dem 5t mal durchhören zündet der Scheiss und das Zeug geht ab!
drum versuchen was gleich nochmal. Müsst sogar noch aufm iPod-Dings sein.
@Caffy: Wieso kommste bei MH gerade auf mich? Ich meine es ist zwar toll, dass du das Album magst aber ich selber war etwas enttäuscht, da ich mir nach den ganzen Lobeshymnen mehr erhofft hatte. Nichtsdestotrotz ein geniales Album.
Ja das Problem bei Reign in Blood ist einfach, dass es nicht gemocht werden will
Also ist dir auch niemand böse wenn es bei diesem Anlauf auch nicht klappt 
Schöne Review, die gut aufzeigt, was dieses Album so besonders macht.
Gut, diese Scheibe hat damals Standards gesetzt. Aber auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden:
Ich finde Slayer, und auch diese Platte, etwas überschätzt. Klar, "Angel of Death" und "Raining Blood" schrauben einem den Schädel ab. Diese beiden Tracks ragen für mich irgendwie heraus. Auf die volle Longplaydistanz finde ich dieses Album aber eher langweilig.
Da gibt es auch im Thrash-Bereich wahrlich Spannenderes.
Von mir - trotz berechtigter Meilensteinigkeit - nur drei Punkte.
Geiles Album. Aber der Vorgänger war nicht "Show no mercy" (das war das Debut), sondern "Hell awaits".
Was die meisten Leute vergessen: Das Ding ist von 1986. Da sah die Welt noch ganz anders aus.

Also dieses Album ist einfach die aggressivste Form die Thrash Metal annehmen kann. Punkt. Aus. Eine solche schädelspaltende Kombination hat meiner Meinung nach nur noch vielleicht Pantera mit "Vulgar Display Of Power" erschaffen. Demnach ein verdienter Meilenstein. Kriegt meine volle Unterstützung 
Auch wenn ich sagen muss da hab ich schon bessere Rezensionen gelesen (ja auch auf laut.de). xD
p.s. @ bowser: Wie kann man "Shredhead heißen und Slayer nicht mögen bzw nocht nicht einmal THrash richtig schreiben?^^
Also das "härteste" Album ist nach wie vor "God hates us all". Was für mich den Unterschied macht: während viele Bands shouten oder growlen um aggressiv zu wirken ist es bei Tom Araya wirklich dieses Gift und Galle speien welches durch sein rumschreien rüberkommt welches wirkliche Aggression aufbaut. Aber wie gesagt, Geschmackssache
Naja wie du schon selbst gesagt hast Richman: Ist natürlich sehr subjektiv das ganze 
Ich persönlich finde halt, und das hat Sancho auch schon sehr schön gesagt, Arayas fieses Organ, der völlig irre Dave Lombardo, die Gitarren-Wichser King Hannemann verstehen sich halt einfach perfekt darauf diese morbide, fiese, einfach böse Atmosphäre zu erschaffen, das kriegt im Thrash meiner Ansicht nach niemand so hin - daher ist für mich das Magnum Opus der überlegendären Kalifornier einfach DAS Thrashalbum.
Vorallem wenn man sieht was es damals so auf der musikalischen Landkarte gab. Hat aber der Anwalt (wer sonst?
schon ganz genauso gesagt).
Wenn man sich das durchgelesen hat, kann man's kaum erwarten, die enstprechende LP aufzulegen... d-.-b
haha hab dem album einen punkt gegeben, jetzt ist die wertung von 5 sterne auf 4 sterne runter gegangen xD
haha hab dem album einen punkt gegeben, jetzt ist die wertung von 5 sterne auf 4 sterne runter gegangen xD
haha hab deiner mama auf uglypeople 5 von 5 punkten gegeben, jetzt ist die wertung von 4 auf 5 sterne hoch gegangen
Ja 1986 war schon ein schönes Metaljahr - Master of Puppets, Peace Sells Reign in Blood. Da gab es gleich 3 Thrash Meilensteine auf einmal, wobei Slayers Output natürlich der aggressivste war.
Obwohl ich nichts von Coverversionen halte, mußte ich den Song Reign in Blood auch erstmal 3 Monate selbst auf dem Griffbrett hoch und runterwichsen.
Macht aber auch Spaß und ist besser als jede chromatische Übung.
Der Einfluß dieses Album setzte sich 1987 mit Scream Bloody Gore von Death fort und ist selbst 2011 auf Alben von Vertretern des Thrash / Death Genres spürbar.
Danke Tom, Kerry, Jeff Dave für dieses rohe blutige Stück Fleisch - Es ist und war immer wieder ein Genuß :-)
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